Pirate-Bay-Käufer - Bereits erste rechtliche Probleme

Bei dem Käufer von The Pirate bay, Global Gaming Factory X, besteht laut Meldungen aus Schweden der Verdacht auf Insiderhandel, da die Aktien des Unternehmens vor Bekanntgabe des Kaufes bereits stark gestiegen waren.

von Georg Wieselsberger,
03.07.2009 12:19 Uhr

Der Verkauf der Torrent-Seite The Pirate Bay ist noch nicht einmal abgeschlossen, schon steht der Käufer Global Gaming Factory X im Blickpunkt von Untersuchungen. Bereits eine Woche vor der Bekanntgabe des Pirate-Bay-Geschäftes sind die Aktien des Unternehmens stark gestiegen, ohne dass es dafür einen erkennbaren Grund, beispielsweise eine Unternehmensmeldung, gegeben hätte. Daher wurde der Handel mit der Aktie kurze Zeit eingestellt.

Kurz nachdem die Aktie wieder freigegeben wurde, folgte die Bekanntgabe des Kaufes von The Pirate Bay und die Aktie stieg innerhalb weniger Stunden um 170 Prozent. Die Börsenaufsicht in Schweden geht nun davon aus, dass das Geschäft vorab bekannt wurde, was einen Verstoß gegen die Börsenregeln darstellt, da wichtige Informationen über börsennotierte Unternehmen jedermann gleichzeitig zur Verfügung stehen müssen. Auch nach der abgeschlossenen Übernahme wird die Börsenaufsicht ein Auge auf GGF haben, denn kriminelle Machenschaften, wie sie The Pirate Bay vorgeworfen werden, sind natürlich auch einer Aktiengesellschaft nicht erlaubt.

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