Pirates of the Burning Sea - Online-Schlacht um die Karibik

Sid Meiers Klassiker Pirates! als Online-Rollenspiel: Das ist Pirates of the Burning Sea.

von Frank Maier, Michael Graf,
12.07.2007 02:38 Uhr

Sid Meiers Klassiker Pirates! als Online-Rollenspiel: Das ist Pirates of the Burning Sea. Wir sind in die karibische See gestochen und haben neue Details zu den PvP-Schlachten (PvP steht für »Player versus Player«, also »Spieler gegen Spieler«) des Freibeuter-Abenteuers gesammelt.

In Pirates of the Burning Sea schlagen Sie See- und Landschlachten. In Ersteren steuern Sie Ihr Schiff und verschießen gut getimte Breitseiten, an Land (und bei Entermanövern) fechten Sie mit dem Säbel. Zu Spielbeginn wählen Sie eine von vier Charakterklassen: Marinekapitän, Händler, Freibeuter und Pirat. Die haben jeweils andere Schiffe und Spezialfähigkeiten, Piraten etwa können Feindpötte entern und danach selbst einsetzen. Angehörige der anderen Klassen müssen eroberte Schiffe zwangsweise verkaufen, schließen sich dafür aber einer von vier Nationen an: England, Spanien, Holland oder Frankreich. So haben sie gleich zu Spielbeginn Verbündete und sichere Heimathäfen, die Piraten hingegen sind auf sich allein gestellt.

Apropos Heimathäfen: Jedes der vier Länder wird zu Beginn des Spiels einige Küstenstädte besitzen. Das muss nicht so bleiben: Bis zu drei Siedlungen pro Nation dürfen »umkämpft« sein. Das heißt: Falls ein Schiff eines anderen Landes dort einläuft, kann es beschossen werden. Welche Siedlungen zu Gefechtszonen werden, bestimmen die Spieler selbst -- indem sie die Kampfhandlungen eröffnen: Militärisch orientierte Kapitäne versenken Gegner, Händler bringen Munition und andere Vorräte in die Stadt.

Wenn die PvP-Gefechte um eine Siedlung herum Überhand nehmen, wird diese zum Freiwild. Dann dürfen Spieler anderer Nationen das örtliche Fort beschießen und zerstören. Danach landen sie am Strand und schlagen Säbelduelle gegen ihre menschlichen Kontrahenten und KI-gesteuerte Stadtwachen. Falls eine Nation dabei die Oberhand gewinnt und den Hafen komplett einnimmmt, wechselt die Stadt den Besitzer. Die Spieler der Siegermacht bekommen dort dann besonders lukrative Quests und Billigpreise bei den Händlern.

Falls eine Nation auf diese Weise alle Städte verliert, scheidet sie aber nicht aus -- was bei einem Online-Rollenspiel ja auch unlogisch wäre. Stattdessen unterzeichnen die Kriegsparteien einen Waffenstillstand, die unterlegene Fraktion bekommt alle Städte zurück. Die Spieler, die am Krieg teilgenommen haben, sacken dann eine dicke Belohnung ein, etwa Gold oder ein neues Schiff.

Uns gefällt dieses System gut: Die See- und Landschlachten um die schöne 3D-Karibik dürften langfristig motivieren, wie die Reichskämpfe in Dark Age of Camelot. Und die Piraten mischen die Kriegsmächte als fünfte, neutrale Partei zusätzlich auf -- etwa, indem sie plötzlich in einem umkämpften Gebiet auftauchen und einige Pötte kapern. Allerdings müssen die Entwickler Pirates of the Burning Sea gut ausbalancieren. Es wäre schließlich unfair, wenn eine Nation gleich nach der Veröffentlichung des Online-Abenteuers alle Städte verliert, nur weil sie weniger Spieler hat als ihre Rivalen.

Genre:

Online-Rollenspiel

Publisher:

Sony Online

Entwickler:

Flyling Lab Software

Release:

3. Quartal 2007


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