PlayStation 5 - Kann Sony 2018 überhaupt eine neue Konsole veröffentlichen?

Aktuellen Angaben zufolge könnte eine PlayStation 5 schon 2018 auf den Markt kommen. Doch ist dies überhaupt möglich, und wie würde solch eine Konsole aussehen?

von Andre Linken, Tim Hödl,
15.05.2017 08:46 Uhr

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Der zuverlässige Branchenanalyst Damian Thong geht davon aus, dass Sony eine »Next-Gen-PlayStation« in der zweiten Jahreshälfte 2018 auf den Markt bringt. Aber ist dies überhaupt möglich, und was für eine Konsole würde uns dann erwarten?

Die Hardware-Experten von Digital Foundry haben sich mit diesen Fragen beschäftigt und kommen zu zwei Antworten: Ja, theoretisch könnte Sony 2018 eine neue Konsole veröffentlichen, aber ihre Leistungsfähigkeit stößt dann an mehreren Ecken und Enden an klare Grenzen.

Der Artikel von Digital Foundry fußt auf mehreren Aussagen von PlayStation-Architekt Marc Cerny, der im vergangenen Jahr darüber sprach, was eine Next-Gen-Konsole seiner Meinung nach mitbringen müsse. Demnach benötigt ein solches Gerät eine neue Prozessor-Architektur, eine erhöhte Grafikleistung, deutlich mehr Speicher sowie eine Festplatte, die genug Platz für Next-Gen-Spiele bietet. Kurzum: Eine neue Konsole muss sich deutlich von ihrem Vorgängermodell abheben - anders also als die PlayStation 4 Pro im Vergleich zur PlayStation 4.

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Grafikleistung, Speicher & mehr - die mögliche Hardware der PS5

Digital Foundry sieht AMD als wahrscheinlichsten Partner für eine mögliche PlayStation 5. Und damit dürfte zumindest dem ersten Punkt auf Cernys Anforderungsliste an eine Next-Gen-Konsole nichts im Weg stehen. Denn der Hardwarehersteller plant den Release seiner APUs auf Basis der neuen Zen-Architektur noch für dieses Jahr. Sony und AMD bliebe laut Digital Foundry genug Zeit, um diese Hardware für eine PS5 anzupassen.

Der Grafikchip hingegen dürfte mit derselben Fertigungstechnik wie die Pendants der PS4 Pro und Project Scorpio entstehen - 16nm FinFET, was den möglichen Leistungssprung eingrenzt. Digital Foundry hält es für realistisch, dass der Grafikchip eine Leistung von 8 Teraflops erreicht. Dieser Wert wäre zwar gegenüber der PS4 Pro in etwa eine Verdopplung der Grafikleistung, aber kein Vergleich zum Sprung bei früheren Generationen.

Beim Speicher wiederum weißt Digital Foundry darauf hin, dass nicht nur mehr Speicher, sondern vor allem schnellerer Speicher benötigt wird, um eine Konsole fit für die nächsten Jahre zu machen. Doch dafür in Frage kommendes High Bandwidth Memory sei selbst 2018 noch zu teuer, um es in einer Konsole zu verbauen.

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PS5 braucht bessere Ladezeiten

Ähnlich sieht es wohl bei der Festplatte aus, denn schon jetzt seien Ladezeiten in vielen Fällen zu lang. Daher brauche es neben größeren auch schnellere Speichermedien. Der Wechsel von einer klassischen HDD hin zur SSD sei damit für eine vollwertige Next-Gen-Konsole unausweichlich, aber eben erneut zu teuer. Eine Notlösung könnte ein Hybrid aus HDD und SSD darstellen.

Digital Foundry kommt zu dem Schluss, dass Sony im nächsten Jahr eine leistungsstarke Konsole auf den Markt bringen könnte. Doch noch hätten Konsumenten, Entwickler und Publisher viel in die PS4 investiert, weshalb ein baldiger Release einer neuen Konsole unwahrscheinlich«, wenn nicht sogar ungelegen erscheine.

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