Plus-Report zu GameStop - Ex-Mitarbeiter: »Da wurde in Flaschen gepinkelt«

Wir haben mit GameStop-Mitarbeitern über kundenfeindliches Verhalten gesprochen und analysieren: Ist das symptomatisch für den Niedergang des Spiele-Einzelhandels?

von Michael Graf,
21.02.2017 12:20 Uhr

Wie betrügerisch handeln GameStop und seine Verkäufer? Dieser Frage gehen wir nach, seitdem ehemalige Mitarbeiter der Spiele-Handelskette dem Spieleblog Kotaku zugetragen haben, ihr Management fordere das systematische Belügen von Kunden. Nach unseren News-Posts zum Skandal haben sich viele aktuelle und ehemalige GameStop-Mitarbeiter bei uns gemeldet und als anonyme Quellen angeboten.

Das Ergebnis ist ein ausführlicher Plus-Report: Wir haben überprüft, ob die GameStop-Insider wirklich bei der Handelskette gearbeitet haben und anschließend mit ihnen darüber gesprochen, was hinter den Vorwürfen steckt. Außerdem analysieren wir anhand der GameStop-Geschäftsberichte und im Gespräch mit Branchenkennern, ob der Skandal nur ein Symptom für den Zusammenbruch des Spiele-Einzelhandels darstellt. Schließlich graben Download-Plattformen wie Steam den Händlern allmählich das Geschäft ab - oder?

Nicht alle unsere Quellen haben in ihrer GameStop-Zeit schlechte Erfahrungen gemacht, dennoch ergeben unsere Recherchen ein überwiegend erschreckendes Bild. Aktuelle und ehemalige Mitarbeiter berichten von hohem Verkaufsdruck, der teils in »Psychoterror« und »Mobbing« ausarte.

Es komme oft zu Beleidigungen; Verkäufer würden angeschrien und mit Kündigung bedroht, wenn ihre Zahlen nicht stimmten. Ein Ex-Mitarbeiter berichtet sogar, dass er 12 Stunden lang im Laden ausharren und in eine Flasche pinkeln musste. Das ist zwar ein Extremfall, allerdings kristallisiert sich ein deutscher GameStop-Standort als besonders problematisch heraus ...

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