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PNY Geforce GTX 1080 Ti XLR8 Gaming OC - Leistung, die man hört

Die Geforce GTX 1080 Ti XLR8 Gaming OC von PNY im Test ist nicht nur bis zu sechs Prozent schneller als die Founders Edition, unter Last ist sie sogar noch lauter.

von Christoph Liedtke,
23.06.2017 15:30 Uhr

Die Geforce GTX 1080 Ti XLR8 Gaming OC von PNY basiert auf dem gleichen PCB wie die Founders Edition, setzt aber auf drei 80 Millimeter große Axial-Lüfter statt nur einen Radial-Lüfter.Die Geforce GTX 1080 Ti XLR8 Gaming OC von PNY basiert auf dem gleichen PCB wie die Founders Edition, setzt aber auf drei 80 Millimeter große Axial-Lüfter statt nur einen Radial-Lüfter.

Update 24. Juli 2017:
Wir haben aufgrund der hohen Lautstärke Rücksprache mit PNY gehalten und bekamen prompt ein zweites Testmuster zugesandt. Der Hersteller bestätigte uns ebenfalls, dass unser erstes Muster einen Defekt aufweist.

Im Nachtest zur Lautstärke und den Temperaturen haben wir leicht bessere Werte ermittelt. Die Lautstärke senkt sich von 45,2 auf 44,6 Dezibel, die Temperatur fällt von 76 auf 73 Grad unter Last. Wir haben den Artikel an den entsprechenden Stellen sowie die Benchmarks aktualisiert. Auf das Fazit und die Wertung haben die leicht besseren Werte jedoch keinen Einfluss.

Wir bedanken uns bei PNY für das schnelle Handeln und erneute Zusenden eines weiteren Musters.

Mit der Geforce GTX 1080 Ti XLR8 Gaming OC hat auch der Grafikkartenhersteller PNY ein Custom Design auf Basis des GP102-Grafikchips von Nvidia im Portfolio. Das mittlerweile sechste von uns getestete GTX-1080-Ti-Modell muss sich in unserem Test nicht nur mit der Founders Edition messen, sondern sich auch gegen Modelle von Asus, Gigabyte, MSI und Palit behaupten.

PNY übertaktet die XLR8 Gaming OC ab Werk, der Chip besitzt einen Takt von 1.531 MHz (1.645 MHz Boost) und ist damit deutlich höher getaktet als die 1080 Ti Founders Edition. Im Vergleich zu unseren bisher getesteten Custom Designs fällt der Takt aber eher verhalten aus, die vergleichsweise preiswerte GTX 1080 Ti Super Jetstream von Palit taktet beispielsweise mit 1.556 MHz (1.670 MHz) leicht höher.

Der 11,0 GByte große GDDR5X-Videospeicher läuft mit den von Nvidia vorgesehenen 11,0 GHz. Asus dreht als einziger Hersteller in unserem Testfeld leicht am Speichertakt und liefert die 1080 Ti ROG Strix OC mit rund 100 MHz höherem Takt aus.

Durch das verwendete Kühlsystem mit jeweils großzügigem Abstand zwischen den drei 80 Millimeter großen Axial-Lüftern ist das Custom Design von PNY mit 30,2 Zentimetern das längste GTX-1080-Ti-Modell in unserem Testlabor. Zum Vergleich: Die 1080 Ti ROG Strix OC von Asus mit drei 90 Millimeter Lüftern ist 29,8 Zentimeter lang.

Die nur zwei Slot hohe Kühlung besteht aus zwei Aluminium-Radiatoren mit vertikal ausgerichteten Lamellen, eine direkt am Chip aufliegende Kupferplatte leitet die entstehende Hitze auf insgesamt fünf Heatpipes weiter. Die auf der Platine der Founders Edition basierende XLR8 von PNY kommt dabei mit je einem 6-Pin- und 8-Pin-PCIe-Stromstanschluss aus und ist wie die Referenzkarte nur 11,1 Zentimeter breit.

Eine matt-schwarze Backplate mit »Geforce GTX 1080 Ti«-Schriftzug rundet die Ausstattung der XLR8 ab, in herkömmlichen Gehäusen steht der allerdings auf dem Kopf. Auf eine RGB-Beleuchtung verzichtet PNY, so besitzt die XLR8 auch nicht den von der Founders Edition bekannten, beleuchteten seitlichen Schriftzug.

Technische Daten

PNY 1080 Ti XLR8

Nvidia 1080 Ti

Asus 1080 Ti ROG Strix OC

Palit 1080 Ti Super Jetstream

Grafikchip

GP102-350

Chiptakt (Basis/Boost)

1.531 / 1.645 MHz

1.480 /
1.582 MHz

1.594 /
1.708 MHz

1.556 /
1.670 MHz

Shader-Einheiten

3.584

TMUs / ROPs

224 / 88

Fertigungsprozess

16 nm FinFET

Videospeicher

11,0 GByte GDDR5X

Speichertakt (effektiv)

11,0 GHz

11,1 GHz

11,0 GHz

Speicherinterface

384 Bit

Speicherbandbreite

484 GByte/s

488 GByte/s

484 GByte/s

TDP

250 Watt

275 Watt

250 Watt

Ca. Preis

Testsystem & Benchmarks

Im Testsystem arbeitet ein Intel Core i7 7700K, den wir mit den maximalen Standardtaktraten laufen lassen. Der Prozessor wird dank des hohen Taktes seiner vier Kerne sowie dank der Fähigkeit, acht Threads gleichzeitig bearbeiten zu können erst spät zu einem potenziellen Flaschenhals. Gekühlt wird er mit einem Noctua NH-D15.

Das ASUS ROG Maximus IX Hero mit Z270-Chipsatz ist mit 16,0 Gbyte DDR4-Arbeitsspeicher von G.Skill bestückt, den wir mit dem von Intel ausgewiesenen Takt von 2.400 MHz betreiben. Strom liefert ein be quiet! Power Zone mit 1.000 Watt. Softwareseitig setzen wir auf Windows 10 (64 Bit), die Anwendungen und Spiele sind dabei auf einer Crucial BX200 sowie einer OCZ RD400 SSD mit jeweils 480 GByte installiert.

Für die Spiele-Messungen muss sich die Grafikkarte in vier DX11-, einem DX12- und einem Vulkan-Spiel beweisen (Battlefield 1, Doom, Rise of the Tomb Raider, Total War: Warhammer, The Witcher 3: Wild Hunt, Watch Dogs 2). Alle genannten Titel testen wir mit dem höchsten Preset samt Kantenglättung und sechzehnfacher anisotroper Filterung.

Der gemessene Stromverbrauch bezieht sich auf das gesamte System, die Temperaturen ermitteln wir mit dem MSI Afterburner unter typischer Spielelast. Unsere Lautstärke-Messungen führen wir in einem schallgedämmten Raum mit einem Voltcraft SL200 durch. Das Messgerät wird im Abstand von 50 cm, schräg zur Grafikkarte und dem offenen Testsystem platziert.

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