PowerVR - Echtzeit-Raytracing mit neuer GPGPU-Grafikkarte

Lange ist es her, dass PowerVR eigene Grafikkarten anbot, doch das soll sich auf dem Einsatzgebiet des Raytracing noch in diesem Jahr ändern.

von Georg Wieselsberger,
27.01.2012 14:22 Uhr

Ältere Leser erinnern sich vielleicht noch an Grafikkarten wie die 3D Prophet 4500 des Herstellers Hercules. Auf diesen und ähnlichen Modellen arbeitete der Kyro II-Grafikchip von PowerVR, der zwar kein Transform & Lighting beherrschte, dafür aber günstig war und durchaus mit Konkurrenten wie der Geforce 2 MX mithalten konnte. Grafikkarten wie die AMD Radeon 8500 und vor allem die Nvidia Geforce 3 machten T&L aber zu einem Muss, und so gab PowerVR das Geschäft mit Grafikkarten auf und stampfte den Nachfolger Kyro III ein.

Das Mutterunternehmen Imagination Technologies ist inzwischen mit der Grafiktechnik vor allem bei Smartphones wie dem iPhone und Tablets wie dem iPad oder dem Galaxy Tab extrem erfolgreich, da die Prozessoren für diese Geräte oft eine integrierte PowerVR-GPU besitzen. Letztes Jahr wurde nun Caustic Graphics aus San Francisco, USA, übernommen, die sich auf Grafikchips für Echtzeit-Raytracing spezialisiert haben und dabei bereits einige funktionierende Modelle demonstrieren konnten.

PowerVR wird laut VR-Zone die so hinzugewonnene Technik nun nutzen, um erstmals seit den Kyro II-Zeiten wieder eine Grafikkarte herzustellen, die allerdings für den professionellen Einsatz gedacht ist und Echtzeit-Raytracing ermöglichen soll. Damit tritt PowerVR in direkte Konkurrenz zu Nvidia mit den GPGPU-Grafikkarten der Tesla-Serie und den AMD Firestream-Modellen. Die Vorstellung soll vermutlich im August auf der Siggraph 2012 stattfinden.


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