Prey - Wie aus einem Bug ein Gameplay-Feature wurde

Prey hat nach Jahren Entwicklungszeit noch immer die Fähigkeit, sogar die eigenen Entwickler zu überraschen.

von Rae Grimm,
27.12.2016 17:30 Uhr

Prey - Gameplay-Video: Erstmals 9 Minuten Kämpfe, Fähigkeiten & Crafting auf Talos 1 8:49 Prey - Gameplay-Video: Erstmals 9 Minuten Kämpfe, Fähigkeiten & Crafting auf Talos 1

Die erneute Ankündigung von Prey während der E3 2016 war für viele eine Überraschung, wurde das Actionspiel bzw. der zweite Teil der Reihe doch für tot gehalten. Seither hat es allerdings bewiesen, dass der Reboot unter seinem neuen Entwickler Arkane Studios mehr als nur lebendig ist und überraschte mit einigen neuen Features, die wir bis dato nicht vom ersten Teil des Science-Fiction-Shooters kannten.

Aber nicht nur wir waren überrascht von dem, was sich nun hinter Prey verbirgt, auch die Entwickler des Spiels rechnen nicht mit allem, was ihnen Prey und vor allem seine Aliens ihnen entgegen werfen. Im Gespräch mit GameInformer verraten unter anderem Lead Designer Ricardo Bare und Raphael Colantino, Creative Director und President of Arkane Studios, sowie Senior Producer Susan Kath, auf welche Arten Prey sie in den letzten Jahren überrascht hat.

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So erklärt Raphael Colantino beispielsweise, dass er dank der Möglichkeit, verschiedene Gameplay-Features und Kräfte zu kombinieren, bisher ungeahnte Spielmöglichkeiten entdeckte. Indem er beispielsweise Leverage (die Fähigkeit, größere Objekte als man selbst anzuheben) und Remote Manipulation (ein Objekt außerhalb der eigentlichen Reichweite greifen) zusammenbrachte, konnte er verhindern, dass er von einem auf ihn geworfenen Kühlschrank zerquetscht wurde und schleuderte das Objekt stattdessen einfach auf den feindlichen Poltergeist zurück.

Einer der Level Designer wiederum fand einen Weg, die eigentlich statischen Turrets zu bewegen, indem er sie hackte und dann mit einer Fähigkeit zum fliegen brachte — ein Gameplay-Feature, das eigentlich gar nicht angedacht war.

Ähnlich erging es einer QA-Testerin, der ein Bug das digitale Leben rettete und zu einem Feature wurde, wie Senior Producer Susan Kath erklärte. Die Testerin war gerade dabei, aus einer großen Höhe in einen Haufen aggressiver Verteidigungsroboter zu fallen, allerdings ohne jede Art von Munition übrig zu haben. In letzter Sekunde nutzte sie die Fähigkeit Mimick, die sie wie einen der Roboter aussehen ließ. Deren Aggressionen verschwanden sofort, da sie als eine von ihnen angesehen wurde. Die QA-Testerin meldete es als Bug, Susan Kath beschloss allerdings, dass es sehr gut in das Spiel passen würde.

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So wie es aussieht, scheint Prey ein lebendiges Spiel zu sein, das viele Überraschungen für uns (und seine eigenen Entwickler) bereit hält. Wann das Action-Spiel von Arkane Studios genau veröffentlicht werden soll, ist noch nicht bekannt. Bisher heißt es, dass es im ersten oder zweiten Quartal 2017 für PS4, Xbox One und PC erscheinen wird.

Prey - Screenshots zum Reboot des Shooters Prey 2 ansehen

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