Quake als Kathodenstrahlspur - Shooter für Oszilloskop nachprogrammiert

Ein finnischer Programmierer hat es geschafft, den Klassiker Quake auf einem Oszilloskop zum Laufen zu bringen.

von Georg Wieselsberger,
30.12.2014 16:38 Uhr

Quake auf einem Oszilloskop , dem Hitachi V-422.Quake auf einem Oszilloskop , dem Hitachi V-422.

Der finnische Entwickler Pekka Väänänen hatte sich das Ziel gesetzt, Quake auf einem Oszilloskop als Monitor zum Laufen zu bringen. Zunächst arbeitete er mit einem Simulator und testete damit einige seiner Ideen. Ein Oszilloskop zeigt eigentlich nur Linien zwischen zwei vorher durch Spannungen festgelegte Punkte an. Die Linie entsteht, indem der Kathodenstrahl sich zwischen diesen beiden Punkten bewegt. Daher musste Väänänen laut seinem Blog einige Tricks anwenden, damit nicht auch dann sichtbare Linien produziert werden, wenn Punkte auf dem Bildschirm nicht verbunden sein sollen.

Dies erreichte er dadurch, dass der Strahl sichtbare Linien länger zeichnet, diese damit viel heller werden und gleichzeitig die gesamte Leuchtkraft des Displays gesenkt wird. Damit verschwinden sehr schwach und schnell gezeichnete Linien und andere Artefakt der Darstellung. Außerdem musste Väänänen sich darum kümmern, dass letztlich gar nicht sichtbare Linien der vorhandenen Geometrie gar nicht erst gezeichnet werden, da die Zeit pro Bild sehr knapp ist und solche Linien nur Leistung verschwenden würden. Auch der Ton bereitete einige Probleme, da ein tiefes Brummen entstand, das sich dann auch auf die Darstellung der Linien auswirkte.

Das schien allerdings nur an der verwendeten Soundkarte zu liegen und wurde durch eine USB-Soundkarte gelöst. Allerdings gibt es auch dafür noch keine guten Treiber, die für Berechnungen in Echtzeit geeignet wären. Insgesamt ist Väänänen sogar etwas enttäuscht, was das Resultat seines Experiments angeht. Doch auch mit den gerade einmal 1000 Linien pro Bild und den noch vorhandenen Problemen ist das nachprogrammierte Quake auf dem Hitachi V-422 Oszilloskop eine beeindruckende Leistung. Das YouTube-Video zeigt das Ergebnis.


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