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Auf geht's

Race On im Test - Test der Hardcore-Simulation

Der GTR-Entwickler Simbin setzt bei seiner neuen Rennsimulation Race On auf Bewährtes: realistische Fahrphysik, Riesenumfang - und eine mittlerweile hoffnungslos veraltete Technik.

von Daniel Matschijewsky,
21.10.2009 18:30 Uhr

Das Lenkrad ist aufgebaut, die Pedale platziert, Race On gestartet. Wir sind gespannt, immerhin steht der Entwickler Simbin seit jeher für hochrealistische Rennsimulationen. Eine gefühlte Ewigkeit später (die Ladezeiten sind ein schlechter Scherz!) stehen wir an der Startlinie. Und reiben uns die Augen. Race On greift wie schon Race 07 und dessen Vorgänger Race auf die über drei Jahre alte Grafikengine aus GTR 2 zurück. Das ist dem Spiel deutlich anzusehen: detailarme Strecken, keinerlei Beleuchtung, unspektakuläre Cockpits. Wir geben trotzdem Gas.

Umfang & Präsentation

Die technischen Defizite versucht Simbin durch Umfang wettzumachen. Sowohl die Streckenauswahl als auch der Fuhrpark haben sich im Vergleich zu Race 07 nahezu verdoppelt. Ein besonderer Hingucker sind die neuen Muscle Cars, die durch ihre PS-Stärke und den Hang, leicht auszubrechen, Abwechslung auf die Rennstrecke bringen. Neu ist auch die schwedische Tourenwagen-Meisterschaft STCC, die durch sieben akkurat nachgebaute Strecken sowie spannende Gewichtsstrafen und Pflicht-Boxenstopps motiviert. Letztere präsentiert Race On jedoch ausschließlich in einer schnöden Tabelle, die wuselnde Boxen-Crew fehlt. Überhaupt wirkt das Spiel sehr steril. Der Meisterschafts-Modus klatscht die Rennen lieblos aneinander, Zwischensequenzen gibt es ebenso wenig wie Siegerehrungen.

2:48

» Test-Video zu Race On in HD ansehen

Realismus & Tuning

Es regnet. Grafisch bekommen Sie davon aber nicht viel mit.Es regnet. Grafisch bekommen Sie davon aber nicht viel mit.

Auf der Haben-Seite steht die nach wie vor konkurrenzlos realistische Fahrphysik, die Sie vor allem im Profi-Modus gehörig ins Schwitzen bringt. Zudem dürfen Sie die Boliden auch in Race On wieder bis ins kleinste Detail an die eigenen Vorlieben anpassen, die Turnierregeln verändern oder das gelungene KI-Verhalten stufenlos einstellen. Technische Setups lassen sich neuerdings sogar abspeichern und online mit anderen Mitspielern tauschen. Einsteiger werden hingegen überfordert sein, weil es weder die intelligente Ideallinie noch die Fahrschule aus GTR 2 ins Spiel geschafft haben. Immerhin weisen neue Texttafeln darauf hin, welche Regelbrüche bei welcher Meisterschaft zur Disqualifikation führen.


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