Radeon-Grafikkarten - Crossfire wird im neuen Treiber nicht mehr erwähnt

Die aktuelle AMD Radeon Software 17.9.2 unterstützt erstmals den Betrieb von mehreren Radeon RX Vega, doch der Begriff Crossfire ist zumindest bei DirectX 12 Geschichte.

von Georg Wieselsberger,
24.09.2017 09:56 Uhr

AMD wird Crossfire laut einem Bericht nicht weiter als Marke verwenden.AMD wird Crossfire laut einem Bericht nicht weiter als Marke verwenden.

Crossfire ist seit vielen Jahren der Begriff für die Nutzung von zwei oder mehr Radeon-Grafikkarten in einem Rechner, das Gegenstück zu SLI bei Nvidias Geforce-Grafikkarten. Mit der neuesten AMD Radeon Software Crimson Edition 17.9.2 ist es erstmals möglich, auch mehrere neue Grafikkarten wie die Radeon RX Vega 64 und Radeon RX Vega 56 zusammenarbeiten zu lassen, laut ersten Tests sogar im Mischbetrieb.

»Crossfire« wird nirgends erwähnt

Doch trotz dieser neuen Funktion der Treiber ist der Begriff Crossfire nicht mehr in den Beschreibungen des Treibers zu finden. PC World hat deswegen bei AMD nachgefragt und dabei eine Antwort erhalten, die nichts anderes bedeutet als das Ende der Marke »Crossfire«. Laut AMD bezieht sich Crossfire technisch ohnehin nur auf DirectX-11-Spiele.

Bei DirectX 12 verwendet AMD den Begriff Multi-GPU, weil es nun an den Entwicklern der Spiele liegt, entsprechende Hardware-Konfigurationen zu unterstützen. Dagegen war und ist es für Crossfire unter DirectX 11 notwendig, dass AMD selbst Profile für Spiele erstellt. Daher hat sich AMD entschieden, die Bezeichnung Crossfire für Multi-GPU nicht mehr zu nutzen.

Kein Crossfire, aber trotzdem weiter DX11-Profile

Laut PC World setzt AMD ohnehin stark auf DirectX 12 und daher sei die Änderung vielleicht sinnvoll, auch wenn es sich bei »Crossfire« um eine sehr bekannte Marke von AMD handle. Außerdem biete DirectX 12 den Entwicklern viel bessere Möglichkeiten, auch in diesem Bereich.

Für Nutzer von DirectX-11-Grafikkarten oder -Spielen soll sich aber laut dem Bericht trotzdem nicht viel ändern, da AMD trotzdem noch neue Profile für DirectX 11 erstellen und veröffentlichen wird. Wegen der vielen Gamer, die weiterhin Windows 7 verwenden, dürfte das auch notwendig sein. DirectX 12 wird nur von Windows 10 unterstützt.


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