Rambus - Siege vor Gericht, aber kein Erfolg?

Rambus hat im letzten Jahrzehnt nahezu alle bekannten Firmen im Bereich Arbeitsspeicher wegen vermeintlicher Patentverstöße verklagt und dabei auch teilweise Erfolg gehabt. Doch das Vorgehen von Rambus, dem andere Hersteller vorwerfen, gemeinsam Rahmen der JEDEC festgelegte Spezifikationen patentiert zu haben, hat auch andere Folgen.

von Georg Wieselsberger,
01.10.2008 12:29 Uhr

Rambus hat im letzten Jahrzehnt nahezu alle bekannten Firmen im Bereich Arbeitsspeicher wegen vermeintlicher Patentverstöße verklagt und dabei auch teilweise Erfolg gehabt. Doch das Vorgehen von Rambus, dem andere Hersteller vorwerfen, gemeinsam Rahmen der JEDEC festgelegte Spezifikationen patentiert zu haben, hat auch andere Folgen. Laut Craig Hampel, einem Senior Engineer bei Rambus, ist es nicht einfach, für eine Firma zu arbeiten, die in der Branche als "Bad Guy" gilt. Er mache sich sorgen, ob die "großartigen neuen Produkte" von Rambus genug Unterstützung finden können, um tatsächlich auf dem Markt zu erscheinen.

Jared Bobrow, ein Anwalt, der den Speicherhersteller Micron vertritt, sieht in Rambus einen "Patent-Troll", ein Begriff, der Firmen beschreibt, die ihre Einkünfte nur aus Patentklagen erhalten. Rambus habe 708 Patente eingereicht und weitere 512 beantragt, von denen viele für die Zukunft der Speicherchip-Industrie wichtig seien. Dieses Geschäftsmodell sorge im Silicon Valley für Feindschaft. Rambus selbst sieht das natürlich anders. Laut CEO Harold Hughes löst Rambus schwerwiegende Probleme, die andere Firmen noch nicht einmal als Problem erkannt hätten.

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