Rangers Land - Browserspiel des Tages - Schieß mir in die Augen, Kleiner!

Im 18. Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Actionspiel Rangers Land.

von Gerald Meyer,
19.09.2008 17:00 Uhr

Jeweils wochentags um 17:00 Uhr stellen wir Ihnen Browserspiele vor, die sich auf dem deutschen Markt etabliert haben. Dabei handelt es sich um bekannte und weniger bekannte, gute und weniger gute Browserspiele.

Im 18. Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Actionspiel Rangers Land.

Willkommen in der Prärie! Rangers Land weist gleich zwei Interaktionsmenüs auf, allerdings werden zuerst nur wenige Befehlsoptionen benötigt. Zum einen wäre da die Karte der Stadt, zum anderen das Reisemenü.

Django, dein Colt schleift!

In der Stadt finden sich meist vier aktive Gebäude: der Saloon, wo Sie Aufträge erhalten und sich amüsieren; der Händler, der neben Bier und Schnaps auch Baumaterialien vertickt; die Bank, in der Sie Nuggets tauschen können (Premium), und der Waffenhändler, der eine beträchtliche Anzahl an Schießprügeln und Munition aufweist. Nehmen Sie Quests an und reiten Sie in die falsche Richtung, werden diese jedoch sofort abgebrochen und tauchen auch nicht mehr auf – also ist es angebracht, die Questlogs richtig zu interpretieren. Denn diese bringen neben Dollars u. U. auch Nuggets ein, die später gegen Coins getauscht werden können. Coins werden dazu benötigt, Revolverhelden und Mitstreiter einzukaufen. Die Reisen führen Sie in insges. 10 Nester, wobei Red Creek erst ab Level 8 betreten werden kann und Big River für Bandenkriege reserviert ist. Für fünf Reitstrecken – was defintiv zu wenig ist - besteht Noob-Schutz, ab dann sind Sie zum Abschuss freigegeben. Verlieren Sie ein Duell – und diese kommen in der Prärie sehr häufig vor – wird nicht nur Ihr Lebensbalken, sondern auch Ihr Warenbestand dezimiert, sofern der Angreifer noch Platz auf seinem Treck hat. Da Sie sich am Anfang noch keine ordentliche Waffen leisten können und der Levelaufstieg eher zäh beginnt, lohnt es sich erst einmal nicht, Großeinkäufe zu tätigen.

Saloongeflüster

Doch statt nur planlos herumzureisen, dürfen Sie auch Ihre eigene Stadt incl. Saloon und Friedhof errichten (auf letzteren freue ich mich besonders). Das benötigt eine Menge Baumaterialen und Dollars, die Sie sich durch Aufträge erwirtschaften. Die Reise zwischen den Kleinstädten dauern durchschnittlich unter fünf Minuten, was das Reisen ganz angenehm gestaltet. Es ist allerdings gut, immer einen Indianer/Scout oder wenigstens zwei Kumpane bei sich zu haben, die das Kreuzfeuer auf sich lenken, wenn Sie angegriffen werden. Sind diese bewusstlos, werden sie automatisch aus der Gruppe entfernt; Sie können jedoch auf Ihrem Land/in Ihrer Stadt geheilt werden.

Und sollten Sie während Ihrer Reise am unteren Bildschirmrand einen Planwagen sichten, durchsuchen Sie ihn. Er enthält meist Dollars oder Nuggets. Die Treck-Aufrüsten-Funktion kann leider anfangs noch nicht genutzt werden, da bereits ein 4er-Treck 6000 Dollar kostet – eine ganze Menge bei den geringen Verdienstmöglichkeiten.

Neben fünf klassischen Duellpositionierungen, die sich immer gegen zwei andere durchsetzt, können Sie – wie schon angedeutet – auch einer Gang beitreten oder selbst eine gründen, um andere Gangs aufzumischen. Der Schwarzmarkt ist für jene interessant, deren Geldbeutel schwer gefüllt ist, bspw. erstehen Sie hier für mehrere Handvoll Dollar tatsächlich eine Gatling-Gun! In der Bonusoption erwerben Sie die Starterkids Bronze bis Gold, die Ihnen eine mittelmäßige bis gute Waffengrundlage anbietet. Auch in Sachen Neustart wurde hier endlich einmal mitgedacht: unter „Rangersland intern“ existiert eine Reset-Funktion.

Fazit: Ein Spiel, das auf den ersten Strecken Spaß macht und zum Experimentieren in Sachen „eigener Stadt“ einlädt. Leider sind die Dollars sehr sauer verdient, somit kann eine Fehlinvestition durchaus ärgerlich sein. Wünschenswert wäre in diesem Fall noch eine Kartenspiel-Option gewesen, um zusätzlich ein paar Dollars abzustauben. Doch auch ohne Death Mans Hand hat man genug zu tun.
Schieß mir in die Augen, Kleiner!

Name:

Rangers Land

Webseite:

Sprache:

Deutsch

Genre:

Action

Präsentation:

++++

Zugänglichkeit:

+++

Spielspaß:

++++

Downloadclient:

nein

Premium:

ja

Zeitaufwand:

niedrig

Lästerfaktor:

++

Alle bisher getesteten Browserspiele finden Sie in der Übersicht.

Gerald Meyer, Jahrgang 1975, ist freiberuflicher Autor; zuletzt erschien von ihm Das Abandonware-Lexikon. Meyer war Gründer des "G. Meyer Taschenbuch Verlag", in dem insgesamt 52 Titel erschienen sind, u. a. Klassiker-Neubearbeitungen, vorwiegend jedoch Newcomer aus dem Underground. Er ist Mitglied im Komitee des Kurd-Laßwitz-Preises. Website: www.geraldmeyer.de


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