Rappelz im Test - Gratis-MMO mit umfangreichem Pet-System

Herkömmliche Haustiere verbringen den Großteil des Tages mit Schlafen, Fressen und noch mehr Schlafen. Da ist kein Platz für coole Skills und Kloppereien. Nicht so in Rappelz! Setzten Sie den Wauwau vor die Tür, ab jetzt sind die Yetis und Kraken aus Rappelz Ihre besten Freunde.

von Martin Deppe,
12.10.2010 13:20 Uhr

Die weiten und gefährlichen Welten des kostenlosen Fantasy-Rollenpiels Rappelz müssen Sie, wie es in vielen MMOGs oft der Fall ist, nicht alleine bestreiten. Jedes Wesen, das Sie unterwegs treffen, können Sie ganz leicht zu Ihrem persönlichen Bodyguard machen. Dazu benötigen Sie lediglich die passende Spielkarte zur Kreatur. In Rappelz gibt es dabei Viecher, die ganz leicht zu bändigen sind, andere dagegen sterben lieber, als Ihnen zu dienen.

Das coole an den Pets ist, dass Sie sie mit Waffen und Rüstungen ausstatten sowie im Kampf durch Zaubersprüche stärken können. Ob Sie Ihr Pet alleine auf den Gegner hetzen, Seite an Seite kämpfen oder es im Notfall erst zur Hilfe rufen wollen, ist ganz Ihnen überlassen. Außerdem sammelt Ihr Pet, wie Sie auch, Erfahrungspunkte und durchläuft so eine Evolution.

Pets Die Pets stehen im Mittelpunkt von Rappelz – je mächtiger Ihr Begleiter, desto schwieriger ist er zu zähmen.

Raids Rappelz ist aber kein Kuscheltier-Spiel: Raids fordern volle Konzentration.

Grafik Obwohl das Spiel rund vier Jahre auf dem Buckel hat (es startete schon im November 2007 in den USA), müssen sich seine Grafiken nicht verstecken. Die Damen hier schon gar nicht.

In Rappelz ist zudem möglich, mehrere Pets zu besitzen, allerdings dürfen Sie immer nur eines auf einmal in den Kampf schicken (ausgenommen davon sind spezielle Klassenarten).

Spannende Geschichten und jede Menge Skills

Ansonsten unterscheidet sich Rappelz nicht sonderlich von herkömmlichen MMOGs. Nach der Charaktererstellung und der Wahl aus einer von drei Rassen müssen Sie sich im späteren Verlauf noch für eine Jobklasse entscheiden. So liegen Ihre Fähigkeiten am Ende beispielsweise im Nahkampf oder im Heilen von Mitspielern. Die Story erscheint zwar nur in Textform, fesselte uns aber vom ersten Satz an und ließ uns doch noch die ein oder andere Quest mehr lösen, als wir eigentlich schon lange im Bett sein sollten.

Gekämpft wird mit einem schlichten Doppelklick auf den Gegner, dann bleibt Ihr Held solange am Feind, bis er tot ist – oder Ihr Held, falls es mal doof läuft. Faul zurücklehnen und der automatischen Klopperei zuschauen ist jedoch nicht: Sie müssen zum einen Ihren Helden mit Tränken am Leben erhalten, zum anderen durch Fertigkeiten und Chips den Gegner alt aussehen zu lassen. Chips verdoppeln den ausgeteilten Schaden für zehn Sekunden und können im richtigen Moment eingesetzt über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Krieg der Gilden

Zu bemängeln sind die anfänglich fehlenden PvP-Elemente. Denn die gibt‘s, sollten Sie jemanden mit genügend Mumm in den Knochen finden, nur in Form von Duellen. Dafür sorgen Dungeons, in denen Gilden gegeneinander um bestimmte Gebiete kämpfen für spannende Schlachten, und die Gewinner erhalten ansehnliche Vorteile.

Was uns ebenfalls stark gestört hat, war die fehlende Steuerung über die WASD- bzw. Pfeiltasten. Dadurch wird das Spiel eine wahre Klick-Orgie: Sei es zu Fuß oder auf dem Rücken eines Reittieres, Sie klicken sich über den Dorfplatz, klicken sich durch die unendlichen Wälder und klicken, klicken, klicken. Da kommen 48 frei belegbare Tasten als kleines Trostpflaster gerade recht.


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