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Raptor Gaming H3 - solides Headset mit »Enemy Location Mode«

Mit dem Raptor Gaming H3 haben wir ein Stereo-Headset im Test, bei dem Sie die Lautstärke für jedes Ohr individuell einstellen können – was das bringen soll, wurde uns im Test aber nicht klar.

von Florian Klein,
20.09.2011 12:40 Uhr

Das Raptor Gaming H3 ist ein klassisches Stereo-Headset mit 3,5-mm-Klinkenanschlüssen für Klang und Mikrofon, wie Sie es an jeder gängigen (Onboard-)Soundkarte anstöpseln können. Die Kabellänge von 2,0 Metern reicht dabei für das Spielen am PC problemlos aus (eine ebenfalls 2,0 Meter messende Verlängerung liegt zudem noch bei). An der Strippe sitzt eine Kabelfernbedienung, mit der Sie die Lautstärke und die Mikrofonstummschaltung regeln. Außerdem können Sie das kleine Kästchen mit Hilfe einer Metallklammer an Ihrem T-Shirt befestigen, um sie bequemer zu erreichen.

Die an den beiden Ohrhörern untergebrachten Drehknöpfe regeln die Lautstärke separat für jedes Ohr. Wir meinen: eine reichlich sinnlose Funktion.Die an den beiden Ohrhörern untergebrachten Drehknöpfe regeln die Lautstärke separat für jedes Ohr. Wir meinen: eine reichlich sinnlose Funktion.

Was das Raptor Gaming H3 allerdings von allen uns bekannten PC-Headsets unterscheidet, sind die beiden Drehregler, die an linker und rechter Ohrmuschel sitzen. Während mittlerweile einige Headsets wie etwa das Sennheiser PC 360 oder das Logitech G35 die Lautstärkeregelung und andere Bedienelemente direkt am Ohrhörer unterbringen, um Ihnen das lästige Suchen nach der Kabelfernbedienung zu ersparen, dienen die Regler am H3 dazu, die Lautstärke separat für jeden Ohrhörer einzustellen.

Raptor Gaming nennt das Feature werbetauglich »Enemy Location Mode«. Angeblich sollen sich damit Gegner schneller und besser lokalisieren lassen – der technische Hintergrund ist uns allerdings ein Rätsel. Zunächst erreichen Sie denselben Effekt auch mit dem Balance-Regler in der Windows-Systemsteuerung. Zum anderen sollten Sie nur abweichende Lautstärkeeinstellungen für jedes Ohr wählen, wenn Sie auf einem schlechter hören -- das erscheint uns auch der einzig sinnvolle Einsatzzweck der getrennten Regler zu sein (selbst das wäre mit einem Kontrollelement aber einfacher gelöst). Denn Gegner hören Sie mit dem »Enemy Location Mode« nur auf einen Ohr besser als auf dem anderen. Und bestimmt später als mit gleichmäßiger Lautstärke für beide Ohren. Nicht mal bequemer ist das »Gaming-Feature«, da Sie stets an beide Ohrhörer greifen müssen und mit der Kabelfernbedienung beim Regeln der Lautstärke schneller sind.

Klang-Test

Im Klangtest mit Battlefield: Bad Company 2 macht das Raptor Gaming H3 seine Sache ordentlich. Auch heftige Gefechte mit vielen Klangquellen löst es präzise auf und verschluckt keine Geräusche. Der Bass dröhnt und verzerrt nicht, reicht allerdings auch nicht sonderlich tief hinab, so dass den Panzermotoren wahrer Tiefgang fehlt und Explosionen zwar krachen aber nicht donnern. Ebenso fehlt komplexen Klangkulissen die Dynamik und der Raum, was in Kombination mit einer merklichen Schwäche im Mittenbereich das gesamte Klangbild etwas gepresst wirken lässt.

Das fällt besonders bei Musik auf, wo das Raptor Gaming H3 die Bässe zwar trocken und relativ präzise wiedergibt, dabei allerdings deutlich in den Mittenbereich vorstößt und diesen im Gegenzug kaum Raum lässt. So ergibt sich ein gepresstes Klangbild mit Bässen ohne wirklichen Tiefgang, deutlich schwächelndem Mittenbereich und leicht scharfen Höhen. Zum Musikhören eignet sich das Raptor Gaming H3 also nur bedingt, vor allem wenn Sie Wert auf ein ausgewogenes Klangbild legen, sollten Sie etwas mehr investieren als die etwa 45 Euro für das H3.

Die Sprachverständlichkeit ist dagegen gut und wir hatten keine Probleme unsere Mitspieler zu verstehen. Das Mikrofon filtert Nebengeräusche zufriedenstellend heraus und überträgt Ihre Stimme klar, allerdings auch etwas dumpf.

Ergonomie und Verarbeitung

Die Lautstärke regeln Sie bequemer an der Kabelfernbedienung als separat für jedes Ohr.Die Lautstärke regeln Sie bequemer an der Kabelfernbedienung als separat für jedes Ohr.

Zunächst trägt sich das nur 260 Gramm leichte Raptor Gaming H3 recht angenehm. Allerdings sind die Ohrmuscheln zwar gut gepolstert, das Kunstleder liegt aber mit spürbarem Druck um die Ohren herum auf. Größere Lauscher passen zudem nicht ganz in die Muscheln, da diese einen verhältnismäßig geringen Durchmesser haben. Ebenso spüren wir den Kopfbügel merklich aufliegen, obwohl er an und für sich ausreichend gepolstert ist. Trotz der geschlossenen Bauform, die Außengeräusche merklich dämpft, hält sich die Wärmeentwicklung aber in Grenzen. Und nach einer guten halben Stunde des Tragens bemerkten wir auch die anfänglich leicht drückenden Stellen an Kopfbügel und Ohrmuscheln nicht mehr, so dass wir dem H3 eine gute Ergonomie bescheinigen. Allerdings sollten Sie das H3 aufgrund der beschriebenen Eigenheiten vor einem eventuellen Kauf nach Möglichkeit anprobieren.

Die Verarbeitung ist trotz des verhältnismäßig geringen Gewichts insgesamt solide und das Plastik macht einen stabilen wenn auch nicht hochwertigen Eindruck. Der Mikrofonarm scheint ausreichend flexible und stabil, um auch höhere Abstürze zu überstehen und das Kabel ist genügend dick ummantelt. Nur die winzige Kabelfernbedienung wirkt nicht sonderlich stabil, verrichtet ihre Aufgabe aber problemlos.

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