Razer »Project Christine« - Futuristischer, modularer Gaming-PC noch nicht in Sicht

Das Anfang Januar 2014 von Razer angekündigte PC-Design »Project Christine« wird wohl noch länger auf sich warten lassen.

von Georg Wieselsberger,
30.06.2014 12:43 Uhr

Razes Project Christine sieht PCs aus gekapselten, leisen und wassergekühlten Modulen vor, die leicht ausgetauscht werden können.Razes Project Christine sieht PCs aus gekapselten, leisen und wassergekühlten Modulen vor, die leicht ausgetauscht werden können.

Update: Der CEO von Razer, Min-Liang Tan hat erneut zum aktuellen Stand von Project Christine Stellung bezogen. Gegenüber Techradar erklärte er erneut, dass Razer das Projekt nicht alleine angehen möchte. Nach einigen Gesprächen mit Hardware-Herstellern sehe es aber »nicht besonders vielversprechend« aus, denn die diese seien mehr daran interessiert, ihre Produkte zu verkaufen und nicht daran, Innovationen voranzutreiben.

Schon vor drei Monaten hatte Razer erklärt, dass die Hardware-Hersteller sich auf Profite und Gewinnspannen konzentrieren, aber nicht unbedingt auf Kundenwünsche zu einem einfach zusammensetzbaren Rechner eingehen wollen. Es habe aber auch gute Gespräche gegeben. »Wir werden bis zum Ende des Jahres etwas ankündigen. Wir hoffen, zwei oder drei OEM-Partner mit an Bord holen zu können«. Der modulare PC, den sich Razer vorstellt, dürfte also wohl frühstens im Laufe des Jahres 2015 Realität werden – wenn überhaupt.

Originalmeldung: Razer hatte im Januar 2014 ein neues Konzept für ein PC-Design vorgestellt, das einen Rechner vorsieht, der aus verschiedenen, leicht austauschbaren Modulen besteht. Jedes dieser Module soll laut Razer eine Komponente enthalten, die darin wassergekühlt und lautlos arbeiten soll. Kombinationen von mehreren Grafikkarten oder Festplatten sollen mit »Project Christine« ebenso möglich sein, wie Module mit Touchscreens und anderen Anzeigen zur Kontrolle des Systems. Auch ab Werk übertaktete Module hatte Razer angedacht.

Auf der E3 2014 erklärte der CEO von Razer, Min-Liang Tan allerdings, dass es eine sehr große Herausforderung sei, vor allem die großen Hardware-Hersteller zu einer Zusammenarbeit zu bewegen. Das Razer-Entwicklungsteam arbeite weiterhin »hyper-konzentriert« daran, Project Christine auf den Markt zu bringen, doch anscheinend will Razer das Konzept nicht mehr alleine auf den Markt bringen.

»Wir glauben, dass Project Christine eher eine branchenweite Initiative sein muss«, so Min-Liang Tan. Razer alleine könne das nicht erreichen. Ob Project Christine tatsächlich Realität wird, ist also noch nicht sicher. Der Razer-CEO wollte gegenüber Maximum PC weder einen Veröffentlichungstermin, Details zu einer möglichen Zusammenarbeit mit einem Hardware-Hersteller oder einen Zeitplan nennen. »Wir arbeiten noch daran. Es wird zwar einige Zeit dauern, aber zum aktuellen Zeitpunkt arbeiten wir noch daran«.

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