Relic Entertainment - »PC-Entwickler schießen sich selbst ins Bein«

An den sinkenden Verkaufszahlen bei PC-Spielen sind laut der Aussage von Produzent Tim Holman von Relic (Company of Heroes) im Interview mit Edge Online hauptsächlich die PC-Entwickler selbst schuld. So würden viele Studios ihre Spiele so entwickeln, dass man sie nur auf teuren High-End-Rechnern genießen kann. Die Zielgruppe würde dadurch automatisch kleiner, die Zahl der Raubkopie steigt.

von Michael Obermeier,
07.11.2008 11:38 Uhr

An den sinkenden Verkaufszahlen bei PC-Spielen sind laut der Aussage von Produzent Tim Holman von Relic (Company of Heroes) im Interview mit Edge Online hauptsächlich die PC-Entwickler selbst schuld. So würden viele Studios ihre Spiele so entwickeln, dass man sie nur auf teuren High-End-Rechnern genießen kann. Die Zielgruppe würde dadurch automatisch kleiner, die Zahl der Raubkopie steigt.

»Ich denke PC-Entwickler schießen sich damit zu einem Großteil selbst ins Bein. Viele Studios sind daran schuld.« Laut Holman habe Blizzard diesen Umstand frühzeitig erkannt und dementsprechend ihre Spiele an schwächere Systeme angepasst.

An den Ausruf dass PC-Spiele tot seien glaubt Holman dagegen nicht. »Immer wenn ich einen Konkurrenten das sagen höre stimme ich ihm zu und ermutige ihn dieses Geschäftsfeld so schnell wie möglich zu verlassen. So muss ich nicht mehr mit ihm konkurrieren.«, gibt Holman lachend zu.

»Hier in der Innenstadt von Vancouver sehe ich in den vielen Wolkenkratzern in der Gegend etwa 200.000 PCs und nicht eine Xbox 360 oder Playstation 3 durchs Fenster. Die sind zwar alle keine High-End-Rechner mit Quad Cores und haben keine 10 GBye RAM aber auf allen könnte man Spiele spielen.«


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