Remedy Entertainment - Neue Infos zum nächsten Spiel der Alan-Wake-Macher

In einem Interview hat Remedy neue Informationen zum nächsten großen Spiel des Studios bekannt gegeben. Auch wenn es wenig konkrete Fakten gibt steht bereits fest, dass es sich um ein kooperatives Multiplayerspiel handeln wird. Und es sei definitiv nicht Alan Wake 2.

von Manuel Fritsch,
29.12.2016 19:33 Uhr

Neuigkeiten zum neuen Spiel der Remedy Entertainment Studios. Infos zum Setting fehlen noch, aber es steht fest, dass es sich um ein kooperatives Multiplayerspiel handeln wird.Neuigkeiten zum neuen Spiel der Remedy Entertainment Studios. Infos zum Setting fehlen noch, aber es steht fest, dass es sich um ein kooperatives Multiplayerspiel handeln wird.

Thomas Puha von Remedy Entertainment hat wie versprochen in einem Blogpost zum Jahresabschluss Neuigkeiten zum nächsten großen Projekt des Studios der Quantum-Break-Macher bekannt gegeben. Das Projekt hat noch keinen Namen und hört intern auf den Namen P7, was für »Project 7« steht.

Laut Puha entsteht das Spiel im »mysteriösen« dritten Stock des Studios und alle Wände seien mit Konzeptzeichnungen gepflastert. Das Team befände sich aktuell in der Prototypen-Phase um herauszufinden, was ein Remedy-Spiel eigentlich ausmacht:

"Our second game in development, Project 7 or P7 (for a lack of a better name) is taking shape on the mysterious third floor of our studio, where the walls are covered with moody concept art. The team is currently prototyping and refining what a Remedy game essentially is."

In einem Interview mit den Kollegen von Polygon geht Puha zwar nicht konkret ins Detail, um was es sich bei P7 handelt, aber er verrät ein paar Konzepte, die in diesem Spiel ausprobiert werden sollen. So soll es sich diesmal nicht um eine linear erzählte Geschichte handeln, sondern das Spiel soll eine Welt bieten, in der die Spieler ihre eigenen, packenden Geschichten finden können. »Wir wollen keine Geschichte erzählen, die in einer Welt stattfindet, sondern eine Welt schaffen, die Geschichten entstehen lässt«, wird Game Director Mikael Kasurinen, der zweite Interview-Gast bei Polygon, zitiert. Er führt weiter aus:

"Wir wollen einen starken Kontext erzeugen, der dafür sorgt, dass es ein klares Gefühl für den Sinn und das Ziel der eigenen Handlungen gibt. Wir wollen, dass dies den Spielern sehr klar wird, was zu tun ist, auf was es zu achten gilt und welche Elemente optional sind."

Multiplayer im Fokus

P7 soll den Fokus auf den Multiplayer-Modus legen, ohne jedoch in die Falle zu treten »nur ein weiteres Multiplayer-Spiel« zu sein. Zu diesem Thema sagt Game Director Mikael Kasurinen:

"Als wir damit anfingen, uns Gedanken über ein neues Spiel zu machen, dachten wir nicht, dass dieses unbedingt einen Multiplayer braucht. Wir schauten uns das Konzept an und stellten uns Fragen, wie 'was sind die verschiedenen Elemente, die dieses Spiel auf eine einzigartige, spezielle Ebene heben würden, die es von anderen Games unterscheidet?' Ein Teil dieses Prozesses ist die Motivation, die darauf beruht, dass wir uns große Mühe damit geben, damit sichergestellt wird, dass alle Teile zusammenpassen."

Bei P7 handelt es sich außerdem um ein kooperatives Spiel, ergänzt Kasurinen weiter. Koop »passe in die Thematik des Settings« und würde diese auch unterstützen. Das sei aber erst der Anfang:

"Das ist unser erster Schritt in Richtung der 'geteilten Erfahrung' zwischen Spielern. Die Spiele, die nach diesem erscheinen, werden noch einen größeren Multiplayer haben als das."

Auch für Solospieler interessant

Doch keine Sorge, auch Solospieler sollen auf ihre Kosten kommen, bestätigt Sam Lake von Remedy:

"Wir kündigten schon in der Vergangenheit an, dass wir Multiplayer-Elemente für unsere zukünftigen Spiele erforschen. Aber das bedeutet nicht, dass diese Spiele keine starken, narrativen Elemente beinhalten. Wie Mikael schon erwähnte, denke ich, dass Co-Op interessante Möglichkeiten für storygetriebene Spiele bietet. Ebenso ist der Multiplayer eine längerfristige Sache, die wir machen wollen, nicht nur der Hauptfokus der Titel, die wir gerade erschaffen."

(Noch) kein Alan Wake 2

Auch wenn noch nicht viel über P7 bekannt ist, eins steht definitiv fest: Es handelt sich bei dem Projekt nicht um Alan Wake 2. Das schließe aber nicht aus, dass kein neues Alan Wake erscheinen wird, sagt Kasurinen:

"Dieser neue Ansatz bedeutet nicht, dass wir nicht gerne ein neues Alan Wake machen würden. Ich denke, dass wir in Zukunft deutlich weniger lineare, storybasierte AAA-Spiele sehen werden, aber ich denke nicht, dass Storytelling in Spielen verschwinden wird. Indie-Entwickler haben in dem Bereich eine große Lücke gefüllt. Man findet dort zwar nicht die gleichen AAA-Produktionswerte, aber ich denke das stört die wenigsten. Vielleicht ist das ja sogar ein großer Vorteil: Als Indie-Entwickler kann man viel größere Risiken eingehen."

Infos zum geplanten Release, Plattformen oder Publisher von P7 stehen noch nicht fest.

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