Resident Evil 7 - Fan-Theorien wollen die offenen Fragen am Ende klären

Das Finale von Resident Evil 7 beantwortet viele Fragen, wirft aber auch neue auf. Fan-Theorien wollen diese Lücken nun füllen und stellen dabei spannende Verbindungen zwischen Resident Evil 7 und seinen Vorgängern her.

von Redaktion GamePro, Tim Hödl,
30.01.2017 12:25 Uhr

Resident Evil 7 - Das Ende wirft einige Fragen auf, Fans suchen nach Antworten und entwickeln spannende Theorien.Resident Evil 7 - Das Ende wirft einige Fragen auf, Fans suchen nach Antworten und entwickeln spannende Theorien.

Spoiler-Warnung: Achtung! Dieser Artikel anthält konkrete Spoiler zur Story und dem Ende von Resident Evil 7. Wir raten vom Weiterlesen ab, wenn Sie die Handlung von Resident Evil 7 selbst und ohne Vorkenntnisse erleben möchten.

Resident Evil 7: Biohazard bemüht sich darum, seinen Helden als gewöhnlichen Menschen zu inszenieren.

Auf seiner Tour de Force durchs Horrorspiel keucht, flucht, schreit und fragt sich Ethan Winters auch mal, wer "zur Hölle" eigentlich eine Geheimtür baut, bei der man den Schatten eines Adlers durch eine Holzschnitzerei auf ein Gemälde werfen muss, um sie zu öffnen. Gleichzeitig scheint er aber außergewöhnliche Selbstheilungskräfte zu haben.

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Früh im Spiel verliert er seine linke Hand, die ihm kurz darauf jemand "antackert", ohne dass es seinen motorischen Fähigkeiten schaden würde. Wenige Minuten später kann ihm ein Gegner in einer optionalen Sequenz das rechte Bein abschlagen. Doch selbst das ändert den Spielverlauf nicht. Dank einer Flasche Erste-Hilfe-Arznei wächst das nach wie vor funktionsfähige Bein wieder an.

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Szenen wie diese entfachen derzeit Diskussionen zwischen den Fans. Gibt sich Resident Evil 7 in solchen Momenten einfach zu überdreht oder steckt mehr dahinter? Stutzig macht hierbei viele Spieler, dass nicht nur Ethan schwerste Verletzungen wegsteckt.

Zu Beginn von Resident Evil 7 gerät er auf der Suche nach seiner Frau Mia in die Fänge der Bakers – einer Familie wahnsinniger Südstaatler mit übermenschlichen Kräften. Familienvater Jack etwa ist besonders stark und regeneriert tödliche Wunden in ein paar Augenblicken.

Die Fähigkeiten der Bakers gehen auf ein pilzartiges Bakterium zurück, das in einer Bio Organischen Waffe namens Eveline heranwächst. Dieses Wesen kontrolliert die Familie zudem, da das Bakterium irgendwann das Gehirn befällt und anschließend eine Verbindung zu Eveline herstellt.

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Unter anderem im Subreddit zu Resident Evil kommt nun häufig die Vermutung auf, dass Ethan ebenfalls mit dem Bakterium infiziert, gegenüber der Gedankenkontrolle durch Eveline aber immun ist.

Neben seinen vermeintlichen Selbstheilungskräften liefern die Halluzinationen, die gegen Ende zunehmen, weitere Hinweise für diese These. Denn wie aus einem Bericht im Spiel hervorgeht, zählen Sinnestäuschungen zu den Symptomen einer Infektion. Dennoch gelingt es Ethan letztlich, Eveline zu besiegen. Und das, obwohl sie direkt vor dem Endkampf damit droht, ihn "zu einem von uns" zu machen.

Resident Evil 7 - Dokumente reichern die Story immer wieder um Hintergrundinformationen an. Resident Evil 7 - Dokumente reichern die Story immer wieder um Hintergrundinformationen an.

Auch NeoGAF-Nutzer dbl219 geht davon aus, dass Ethan infiziert ist. In seiner Fan-Theorie zu Resident Evil 7 greift er aber noch weitere Dinge aus dem Spiel auf, um sie ins bestehende Resident Evil-Universum einzupflegen.

In der Schlusssequenz von Resident Evil 7 trifft Ethan einen Mann, der sich als "Redfield" vorstellt. Er gehört zu der Einheit, die Ethan auf dem Anwesen der Bakers findet und von dort wegbringt. Allerdings glauben einige Fans, dass diese Figur nicht der Chris Redfield ist, den sie seit dem ersten Teil kennen – dabei listen die Credits von Resident Evil 7 einen "Chris Redfield" als Cast-Mitglied auf.

An anderen Stellen streut Resident Evil 7 jedoch selbst Zweifel an der Identität von "Redfield". So ähnelt er dem Chris aus den Vorgängern kaum. Und eine der letzten Szenen zeigt dann noch, dass er Ethan in dem Helikopter einer gewissen Umbrella Corporation abtransportiert. Wie passt das zu den übrigen Resident Evil-Spielen? Schließlich bekämpfte Chris früher den bösartigen Konzern, der darüber hinaus schon seit einer Weile nicht mehr existiert.

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Hier setzt die Fan-Theorie von dbl219 an. Seiner Ansicht nach wurde Umbrella in der Zeit zwischen Resident Evil 6 und 7 unter einer neuen Leitung wiederaufgebaut. Bei "Redfield" wiederum handele es sich um einen alten Bekannten, der den Ruf von Chris ausnutzt, um Ethans Vertrauen zu gewinnen: den Umbrella-Agenten HUNK.

"[Redfield] hat die vier bekannten Erkennungsmerkmale von HUNK: Er trägt eine Gasmaske, fliegt in einem Umbrella-Hubschrauber umher, kümmert sich bei Umbrella um die Entsorgung von Bio Organischen Waffen, und er hat helle Haare und Bartstoppeln. Eine andere erwähnenswerte Sache ist, dass HUNK im Raid Mode von Resident Evil: Revelations auftaucht, und als einer von drei Startfiguren im 3DS-Spiel Resident Evil: The Mercenaries 3D – bei beiden Spielen, und jetzt auch bei Resident Evil 7, war Koshi Nakanishi Director. "

Auf der linken Seite seht ihr HUNK im Epilog von Resident Evil 3, auf der rechten "Redfield" aus Resident Evil 7.Auf der linken Seite seht ihr HUNK im Epilog von Resident Evil 3, auf der rechten "Redfield" aus Resident Evil 7.

In diesem Zusammenhang, so dbl219 weiter, ergebe auch der Name des kommenden Gratis-DLCs einen Sinn. Denn Not A Hero (dt.: Kein Held) dreht sich aller Voraussicht nach um "Redfield". Demnach wäre er also nicht der, für den er sich ausgibt, er wäre nicht Ethans Retter - und vor allem kein Held.


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