RFID - Implantate erzeugen Krebs

Obwohl die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) das Einpflanzen von Microchips in Menschen genehmigt, da es im Notfall einem Arzt erlaubt, alle medizinischen Daten eines Patienten sofort zu erhalten, scheint diese Methode doch nicht so sicher zu sein, wie allgemein angenommen.

von Georg Wieselsberger,
10.09.2007 00:03 Uhr

Obwohl die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) das Einpflanzen von Microchips in Menschen genehmigt, da es im Notfall einem Arzt erlaubt, alle medizinischen Daten eines Patienten sofort zu erhalten, scheint diese Methode doch nicht so sicher zu sein, wie allgemein angenommen.

Keith Johnson, ein inzwischen pensionierter Pathologe, legte in einem Interview dar, dass Studien bereits 1996 gegenteilige Ergebnisse erbracht hatten. Damals war in einigen M?usen und Ratten Krebs aufgetreten, den die Forscher eindeutig auf das Implantat zur?ckf?hren konnten. Eine deutsche Studie fand 1997 Krebs in 1% der Testm?use, eine Studie in Ridgefield gar in 10% der M?use. Dabei handelte es sich fast immer um b?sartige Geschw?re, die sich direkt um das Implantat bildeten, so dass die Ursache offensichtlich war.

Einige Krebsforscher haben nun f?r The Associated Press nochmal diese Ergebnisse begutachtet und sind beunruhigt. Obwohl man Ergebnisse an Tieren nicht direkt auf den Menschen ?bertragen kann, w?rden sie ihren Familienmitgliedern nicht erlauben, solche Implantate zu erhalten. Alle waren sich einig, dass weitere Forschung dringend notwendig sei, bevor die in Glas geh?llten RFID-Chips tats?chlich gro?fl?chig in Menschen Verwendung finden. Bisher wurden weltweit ca. 2000 Chips auf diese Weise eingesetzt.

Der CEO von VeriChip, Scott Silverman, erkl?rte, man stehe zu den Produkten, die von der FDA und anderen Pr?fstellen genehmigt worden seien. Man kenne keine Studien, die von b?sartigen Tumoren in M?usen, Ratten oder gar Hunden und Katzen spr?chen. Immerhin seien auch schon Millionen Tiere mit solchen Chips versehen worden, ohne dass es Berichte ?ber ernste Probleme g?be.

Auch die FDA will an der Genehmigung nichts ?ndern, allerdings verweigerte man die Aussage auf die Frage, ob man vor der Genehmigung von den negativen Studien wusste. In diesem Zusammenhang f?llt auf, dass der Vorsitzende Tommy Thompson, der dem Department of Health and Human Services vorstand und die Genehmigung erteilte, zwei Wochen nach dem Inkraftreten der Genehmigung zur?cktrat und f?nf Monate sp?ter im Aufsichtsrat von VeriChip Corp sa?. In einem Interview behauptete Thompson nun aber, dass er VeriChip nicht einmal kannte, als er damals seinen Posten bei der FDA aufgab.


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