Rise of the Argonauts - Action-Rollenspiel durchgespielt

Sind Sie ein Kenner der griechischen Mythologie? Dann machen Sie lieber einen Bogen um das Action-Rollenspiel Rise of the Argonauts von Liquid Entertainment. Da geht es zwar um die Argonautensage, also die Geschichte des jungen Jason, der mit einer Gruppe griechischer Helden auszieht, das sagenumwobene Goldene Vlies zu finden. Allerdings haben die Entwickler die Figuren nur grob als Referenz genommen und einfach die griechische Mythologie großflächig umgeschrieben. Da wird die Mutter des Herkules zu Jasons Frau, seine eigentliche Gemahlin Medea zu einer bösen Zauberin, und dass da noch jede Menge andere Figuren herumspringen, die mit den Argonauten überhaupt nichts am Hut haben, damit fangen wir gar nicht erst an.

von Fabian Siegismund,
12.12.2008 13:13 Uhr

Sind Sie ein Kenner der griechischen Mythologie? Dann machen Sie lieber einen Bogen um das Action-Rollenspiel Rise of the Argonauts von Liquid Entertainment. Da geht es zwar um die Argonautensage, also die Geschichte des jungen Jason, der mit einer Gruppe griechischer Helden auszieht, das sagenumwobene Goldene Vlies zu finden. Allerdings haben die Entwickler die Figuren nur grob als Referenz genommen und einfach die griechische Mythologie großflächig umgeschrieben. Da wird die Mutter des Herkules zu Jasons Frau, seine eigentliche Gemahlin Medea zu einer bösen Zauberin, und dass da noch jede Menge andere Figuren herumspringen, die mit den Argonauten überhaupt nichts am Hut haben, damit fangen wir gar nicht erst an.

Das wäre ja auch nur halb so wild, wenn das Spiel ansonsten keine Macken hätte. Tatsächlich ist der Action-Teil solide: Held Jason kann je nach Situation blitzartig zwischen Schwert, Keule und Lanze wechseln, schubst mit seinem Schild Gegner herum und löscht so Heerscharen von Gegnern aus. Der Rollenspielpart fällt allerdings mager aus: Lahme Nebenquests, fast keine Items, kein Handel mit NPCs.

Dabei hatten Liquid Entertainment eine coole Idee: Über Jason wachen vier Götter, Ares, Hermes, Apollo und Athene. Je nach dem, wie Jason in den Dialogen antwortet, sammelt er Gunst bei den vier Schutzheiligen, von denen jeder für eine seiner Waffen zuständig ist. Je mehr Jason zum Beispiel im Sinne Apollos parliert, desto mächtiger wird sein Schild. Letztlich bleibt der Ausgang der Dialoge aber regelmäßig gleich, so dass wir einfach nur dem Gott nach dem Maul plappern, dessen Waffe wir stärken wollen.

Weil Rise of the Argonauts darüber hinaus einige Bedienungsmacken aufweist und mit rund 14 Stunden Spielzeit für ein Rollenspiel ziemlich kurz ist, reicht es wohl nicht für eine sagenhafte Wertung. Den ausführlichen Test zum Spiel lesen Sie in der nächsten Ausgabe von GameStar.

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