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Robinson: The Journey im Test - Der Dino-Planet im Wohnzimmer

Mit Robinson: The Journey verspricht Crytek die Erfüllung eines Kindheitstraums: ein eigener Dinoplanet! Im Test prüfen wir, ob das Virtual-Reality-Abenteuer auf dem PC die Reise lohnt.

von Manuel Fritsch,
10.02.2017 12:25 Uhr

Robinson: The Journey - Launchtrailer zur PC-Umsetzung des VR-Dinoabenteuers 0:59 Robinson: The Journey - Launchtrailer zur PC-Umsetzung des VR-Dinoabenteuers

Als ich die schwere Metalltür nach außen öffne, blendet mich die Sonne. Meine Augen brauchen einen Moment, sich an die Helligkeit zu gewöhnen. Während sich die verschwommenen Bilder langsam zu klaren Umrissen formen, rücken meine anderen Sinne in den Vordergrund. Aus der Ferne höre ich das Rascheln der Blätter im Wind, meine Ohren registrieren die vielfältige Geräuschkulisse eines lebendigen Dschungels.

Die frische Luft tut gut, ich nehme einen tiefen Atemzug, fasse meinen ganzen Mut zusammen und trete beherzt aus meiner Rettungskapsel. Meine Füße berühren den festen Boden, und ich genieße das Gefühl der Freiheit, das sich sofort einstellt, als ich die enge Kabine verlasse, die seit dem Absturz mein Zuhause war. Für einen kurzen Augenblick hatte ich die Ursache meines Besuchs auf diesem Planeten vergessen. Das Wrack unseres Raumschiffs, das ich in diesem Moment aus meinem Augenwinkel wahrnehme, holt mich jedoch sofort in die Realität zurück.

Überall in der Welt finden wir Dinge zum Untersuchen. Ein kleines Minispiel lässt uns das zerbrochene Dino-Ei scannen, um einen Eintrag in unserer Datenbank freizuschalten.Überall in der Welt finden wir Dinge zum Untersuchen. Ein kleines Minispiel lässt uns das zerbrochene Dino-Ei scannen, um einen Eintrag in unserer Datenbank freizuschalten.

Ich bin Robin - und nach meinem jetzigen Wissenstand der einzige Überlebende des Forschungsraumschiffs Esmeralda, das sich auf einer Kolonialisierungs-Mission befand. Wo genau wir hinfliegen wollten, weiß ich nicht. Einem 12-jährigen Jungen erzählt man nun mal nur das Nötigste.

Ich weiß lediglich, dass wir wegen eines Zwischenfalls an Bord auf diesem Planeten notlanden mussten. Ein wenig mulmig ist mir ja schon bei dem Gedanken daran, dass die anderen alle … also … nun, ich glaube einfach fest daran, dass alle irgendwo da draußen genau wie ich in ihrer Rettungskapsel heil gelandet sind. Higgs, mein schwebender Hilfsroboter, sagt auch, dass ich mir keine Sorgen machen soll - wir müssen sie nur finden. Außerdem habe ich ja noch Laika. Laika ist so süß! Ich habe mir immer einen Hund gewünscht, aber auf der Esmeralda durften wir keine Haustiere haben. Ich habe ihr sogar schon ein paar Tricks beigebracht, ich glaube, sie hält mich für ihren Papa! Habe ich erwähnt, dass Laika aus einem Dinosaurier-Ei geschlüpft ist? Wie cool ist das denn, bitte? Mein eigener Tyrannosaurus! Auf jeden Fall werde ich mich nun auf die Suche nach meinen Eltern machen. Ich bin mir sicher, heute finde ich sie!

Wohl oder Übel: Der Preis der Freiheit

Das VR-Abenteuer Robinson: The Journey zieht Spieler ab der ersten Spielminute in seinen Bann. Durch das VR-Headset entsteht tatsächlich das Gefühl, auf einem fremden Planeten zu stehen. Crytek gelingt es, diese Illusion dank einer absolut glaubwürdigen und stimmungsvollen Licht- und Soundatmosphäre und viel Liebe zum Detail aufrecht zu erhalten. Die saftig grüne Kulisse des an eine prähistorische Erde erinnernden Planeten begeistert und lädt zum Erkunden ein. Wir ertappen uns immer wieder dabei, wie wir am Rande eines Felsvorsprungs stehen bleiben, den Blick ins Tal schweifen lassen, um das riesige Raumschiffwrack am Horizont und die umherflatternden Flugsaurier zu bestaunen.

Besonderheiten der PC-Version
Der ehemals Playstation-exklusive Titel unterscheidet sich in der Version für die Oculus Rift kaum von der Konsolenversion. Besitzer eines leistungsstarken PCs haben im Vergleich jedoch ein paar mehr Möglichkeiten, die Hardware in den Grafikeinstellungen auszureizen. Die Resolution Scale lässt sich bis zum Faktor 2x in 0,05er-Schritten hochdrehen, außerdem sind die Qualität der Schatten, das SSDO und Anti-Aliasing in mehreren Stufen anpassbar. Die erweiterten Einstellungsmöglichkeiten am PC machen das Erlebnis dank besserer Kantenglättung, mehr Schatten und Weitsicht sowie höher aufgelösten Texturen ein wenig angenehmer und hübscher. Gravierend fallen die Unterschiede zum auch auf der PS4 Pro sehr hübschen Spiel jedoch nicht aus. Spieler, die den Titel bereits auf der Konsole gespielt haben, brauchen nicht erneut auf den Dinoplaneten reisen, inhaltlich sind die Spiele identisch. Wer das Spiel lieber mit deutscher Sprachausgabe erleben möchte, muss allerdings zur Konsolenversion greifen. Die deutsche Tonspur fehlt in der Oculus-Version bisher. Das Spiel ist auf Steam erhältlich, eine Version für HTC Vive steht allerdings noch aus. Bisher ist das Spiel exklusiv für die Oculus-Rift-Hardware verfügbar. Die Touch-Controller werden nicht unterstützt.

Im Gegensatz zu den meisten bisher verfügbaren VR-Spielen können wir uns als Robin in der First-Person-Perspektive per Gamepad (Maus und Tastatur werden nicht unterstützt) völlig frei bewegen. Der Blickwinkel wird durch das Tracking der echten Kopfbewegungen eingefangen. Für Magen und Orientierungssinn von VR-Neulingen eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. In der Redaktion haben einige Kollegen das Spiel nach den ersten 20 Minuten wegen einsetzender Übelkeit abgebrochen, anderen dagegen schien die hohe Bewegungsfreiheit nichts auszumachen. Löblich: In den Einstellungen lassen sich etliche Feinjustierungen bei Steuerung und Kamera vornehmen, um das Spiel an den persönlichen Komfortlevel anzupassen.


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