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Rogue Legacy im Test - Heldentod für die ganze Familie

Sterben war noch nie so motivierend: Rogue Legacy schickt unsere Helden schon nach wenigen Minuten ins Grab, aber wir spielen mit ihren Erben weiter und bauen im Test eine Dynastie für die Jahrtausende auf.

von Maurice Weber,
06.07.2013 13:50 Uhr

GS0913_TE_RogueLegacy.mp4 - 6:38 GS0913_TE_RogueLegacy.mp4 -

Neulich im Familiensitz derer von und zu GameStar: Die Knochen des alten Patriarchen sind noch nicht erkaltet, da stürzen sich die Nachkommen schon auf die Erbschaft. »Nur 120 Goldstücke?«, beschwert sich einer. »Das reicht ja nicht mal für ein neues Schwert!« Die anderen beiden nicken zustimmend, der werte Vater wird in der Ahnengalerie als »der schwächliche Ritter« verewigt.

Bleibt nur die Frage, wer nun das Familiengeschäft übernimmt, sich im Action-Plattformer Rogue Legacy durch das verfluchte Schloss Hamson zu kämpfen. Die Wahl fällt auf Sir Hero. Der ist zwar farbenblind und sieht überall Monster, die gar nicht da sind, aber er beherrscht einen mächtigen Feuerzauber und seine Geschwister haben nur Dolchwerfen gelernt. Ganz ohne neues Schwert bricht er auf und beißt keine fünf Minuten später selbst ins Gras. Er ist der dreißigste Spross seiner Sippe, der im Schloss sein Leben lässt. Er wird nicht der letzte sein.

Wo kaufen?
Rogue Legacy wird ausschließlich online vertrieben, allerdings über verschiedene Kanäle: Direkt auf der offiziellen Website oder auf GOG (beide ohne Kopierschutz) oder über die Dienste von Gamersgate, Desura, OnLive und Steam. Wer auf der offiziellen Seite kauft, kriegt neben der Version ohne Kopierschutz auch einen Key für Steam.

Rogue Legacy - Screenshots ansehen

Tode des Vaters, Tode des Sohnes

In Rogue Legacy lässt sich die Lebenserwartung eines durchschnittlichen Helden im einstelligen Minutenbereich messen. Eigentlich ist unser Ziel, uns durch die vier Abschnitte eines finsteren Schlosses zu kämpfen und vier infernalische Bosse zu erlegen - erst dann öffnet sich die goldene Pforte im Eingangszimmer und das Gemäuer gibt seine Geheimnisse preis. Also hüpfen wir durch fallenverseuchte Burgräume und kloppen allerlei Monster aus dem Weg, sowohl der Aufbau der Levels als auch die Gegner (Knochen schleudernde Skelette!) erinnern dabei frappierend an alte Castlevania-Zeiten und sorgen für wohlige Nostalgie-Schauer.

Der Stoff, aus dem Helden sind: Klassen Jeder Held bekommt zufällig eine Klasse zugewiesen, der Barbar etwa hält viel aus und stößt Feinde mit Schreien weg.

Genetik Angeborene Eigenschaften können das ganze Spielerlebnis verändern. Zum Beispiel bei Helden mit Schwindelgefühl, für die das Schloss kopfsteht.

Zauber Und dann hat jedes unserer Familienmitglieder noch einen Zauber im Gepäck. Das kann einfach ein Axtwurf sein, aber auch wie hier kreisende Flammen.

Aber die Burg in einem Anlauf zu schaffen, davon können selbst die tapfersten Recken nur träumen. Stattdessen setzen wir uns mit jedem Helden kleinere Zwischenziele, meist einfach möglichst viel Gold für unsere Nachfahren anhäufen. Denn Rogue Legacy bleibt zwar der Roguelike-Tradition treu, dass einmal tote Helden für immer unter der Erde bleiben und wir danach neu anfangen müssen, aber auch nicht ganz. Denn wir spielen immer mit dem Erben des vorherigen Helden weiter und rüsten schrittweise unser Familiendomizil auf, um unsere Chancen mit jedem Anlauf zu erhöhen. .

Zum Helden geboren?

Allerdings tun sich unsere Erben mit dem Heldendasein gar nicht immer leicht. Zwar dürfen wir uns jedes Mal zwischen dreien entscheiden, aber alle kriegen ihre Klasse, einen Zauber und ihre genetischen Eigenschaften zufällig zugewürfelt. Das ergibt vielleicht eine Erzmagierin, die zwar gleich zwischen mehreren Zaubern wechseln kann, aber zwei linke Hände hat und keinen davon richtig einsetzen kann. Oder wie wär's mit einem ebenso kurzsichtigen wie farbenblinden Paladin, der seine direkte Umgebung nur verschwommen wahrnimmt - und noch dazu in Schwarz-Weiß? Vielleicht kriegen wir aber auch eine mächtige Traumkombination - die Zufalls-Nachkommen stellen uns jedes Mal vor neue Herausforderungen, ermöglichen aber auch immer neue Strategien.

Der Turm ist der dritte Abschnitt des Schlosses, hier sollten sich nur aufgerüstete Helden herwagen.Der Turm ist der dritte Abschnitt des Schlosses, hier sollten sich nur aufgerüstete Helden herwagen.

Und selbst das schwärzeste Schaf hat alle Verbesserungen im Rücken, die wir uns mit seinen Vorfahren gekauft haben. Das familieneigene Herrenhaus erweitern wir nämlich unter anderem um Flügel für mehr Lebenspunkte oder stärkere Klassen, beim Schmied holen wir uns neue Ausrüstung. Die verschiedenen Schwerter und Rüstungsteile bieten meist einfach nur bessere Werte, Bonuseigenschaften wie Lebensentzug sind eher selten. Dafür können wir sie noch mit Runen verbessern einsetzen, die uns etwa einen Doppelsprung ermöglichen um zuvor unzugängliche Räume erreichen ­- oder einen Fünfachsprung, wenn wir dieselbe Rune in mehrere Gegenstände einsetzen. Clever: Bei jedem Schlosseintritt knöpft uns der Torwächter alle überzähligen Münzen wieder ab, wir müssen die Beute unseres Vorgängers also immer sofort schlau investieren, statt lange zu sparen.


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