Samsung - »Wir haben nicht vor, mit Apple zu verhandeln«

Samsung wird laut Aussage des für mobile Geräte und IT zuständigen Managers nicht mit Apple über Lizenzabkommen verhandeln.

von Georg Wieselsberger,
15.11.2012 08:51 Uhr

Nachdem sich Apple und HTC auf ein gemeinsames Lizenzabkommen über zehn Jahre geeinigt und so ihre Patentstreitigkeiten beigelegt hatten, äußerte sich nun Shin Jong-kyun, des Mobil- und IT-Bereiches von Samsung, laut Yonhap News gegenüber Reportern zu diesem Thema. „Es mag wahr sein, dass HTC zugestimmt hat, 276 Millionen US-Dollar an Apple zu zahlen, aber wir haben überhaupt nicht die Absicht, zu verhandeln“.

Demnach wird Samsung sich weiterhin vor Gericht mit Apple auseinandersetzen. Aktuell geht Samsung gegen die Entscheidung einer US-Jury vor, die den Konzern zu mehr als einer Milliarde US-Dollar Schadensersatz verurteilt hatte. Der Vorsitzende der Jury soll jedoch voreingenommen gewesen sein und die Jury bei den Beratungen unerlaubt beeinflusst haben. Außerdem habe die Jury mehrere Vorwürfe an Samsung gar nicht geprüft, aber diesen zugestimmt. Da einige Mitglieder der Jury dies sogar öffentlich bestätigten, sieht Samsung eine gute Chance, das Urteil zu kippen. Die Vorwürfe werden im Dezember vor Gericht geprüft.

Die von Shin Jong-kyun genannte Summe, die Apple von HTC erhalten soll, stammt aus Spekulationen, nach denen HTC zwischen 6 und 8 US-Dollar pro Smartphone und insgesamt zwischen 180 und 280 Millionen US-Dollar pro Jahr an Apple bezahlen wird. Die tatsächlichen Bedingungen des Abkommen wurden nicht veröffentlicht.


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