Samsung Gear VR - »Für den Mainstream-Durchbruch von VR braucht es mehr als Spiele«

Der Vizepräsident von Samsungs Abteilung für VR-Brillen, Nick DiCarlo, glaubt nicht daran, dass Videospiele zum Mainstream-Durchbruch der Virtual Reality führen werden. Allerdings gab der Manager an, dass man keine Ahnung hat, was die tatsächliche Killer-App sein soll.

von Stefan Köhler,
12.11.2014 17:52 Uhr

Das Gear VR ist Samsungs Antwort auf den Virtual-Reality-Boom - eine Antwort auf die Frage, wie man damit das große Geld machen möchte, hat aber auch der südkoreanische Konzern nicht.Das Gear VR ist Samsungs Antwort auf den Virtual-Reality-Boom - eine Antwort auf die Frage, wie man damit das große Geld machen möchte, hat aber auch der südkoreanische Konzern nicht.

Videospiele, so toll sie auch seien, werden der Virtual Reality nicht zum Durchbruch verhelfen - das erklärte Samsungs Vizepräsident für VR, Nick DiCarlo, gegenüber The Verge.

Für einen Mainstreamerfolg in der Bevölkerung sei stattdessen eine andere Killer-App notwendig. DiCarlo erklärte aber direkt, dass man bei Samsung keine Ahnung habe, was statt Videospielen die Must-Have-Software für Virtual-Reality-Brillen sein könnte. Zwar gibt es Ideen, einen sicheren Plan hat Samsung aber nicht.

»Was ist das Twitter oder Instagram von VR? Damit meine ich nicht, wie man in der Virtual Reality twittert oder Fotos filtert - sondern eine Software, die zur Virtual Reality Brille dazugehört, die zusammen mit der Brille entstanden ist und die ohne die Brille gar nicht existieren würde.«

Shuhei Yoshida von Sony erklärte unlängst, dass er für VR virtuelle Plätze als Killer-App vermutet. Er selbst würde so seine Europareisen aus Jugendtagen erneut antreten, aber auch fiktionale Orte könnten von Fans erkundet werden - Westeros aus Game of Thrones oder die fernen Planeten von Star Wars sind da nur Beispiele.

So exakt konnte DiCarlo von Samsung seine Zukunftsvision für VR nicht benennen. Allerdings mache der Manager klar, dass Samsung mit dem VR Gear einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz habe. Denn während es für Entwickler noch heute schwer ist, zeitnah an ein Oculus DK2 zu kommen, wird es dieses Problem für Programmierer von Software für das Gear VR nicht geben. Schließlich hat Samsung ganz andere Produktionskapazitäten und könnte die Geräte in Massen auf den Markt bringen - wovon nicht nur Software-Entwickler profitieren würden, sondern natürlich auch der Mainstream-Erfolg abhängt.

Ob es nun Spiele, virtuelle Plätze, VR-Pornos oder ein tatsächlich noch nicht einmal erdachtes Konzept ist, das VR-Brillen zum Erfolg führen wird, wird sich erst in der Zukunft zeigen. Ein genaues Datum zur Veröffentlichung von Samsungs Gear VR, Facebooks Oculus Rift, Sonys Project Morpheus oder von Microsoft noch nicht angekündigter Brille gibt es noch nicht.

Project Morpheus - Sonys VR-Brille auf der gamescom ausprobiert 1:15 Project Morpheus - Sonys VR-Brille auf der gamescom ausprobiert

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