Samsung Gear VR - Viele Gesundheitswarnungen im Handbuch (Update)

Samsung verkauft die erste Version seines Virtual-Reality-Headsets Gear VR nun für 200 US-Dollar.

von Georg Wieselsberger,
10.12.2014 12:46 Uhr

Samsung Gear VR ist nun als Innovator Edition erhältlich.Samsung Gear VR ist nun als "Innovator Edition" erhältlich.

Update: Im Handbuch (PDF) zu Gear VR sind sehr viele Gesundheits- und Sicherheitswarnungen zu finden. So soll das VR-Headset anfangs nur wenige Minuten verwendet werden, damit sich der Körper des Nutzers an die virtuelle Realität gewöhnen kann. Die Nutzungsdauer soll nur in kleinen Schritten erhöht werden - aber auch das nur bis zu maximal 30 Minuten. Danach empfiehlt Samsung eine Pause von mindestens 10 bis 15 Minuten, auch wenn der Nutzer nicht das Gefühl hat, eine Pause zu benötigen. Lange Spielesitzungen sind also laut den Warnungen ausgeschlossen.

Außerdem werden eine Reihe von Symptomen genannt, bei denen die Nutzung von Gear VR sofort eingestellt werden sollte. Von Sichtproblemen über überlastete Augen, Muskelzuckungen, Orientierungslosigkeit oder Schwindel, starke Schweißausbrüche oder erhöhter Speicherfluss, Kopf- oder Augenschmerzen bis hin zu im Vergleich dazu harmlos klingender Müdigkeit. Erst nachdem solche Symptome mehrere Stunden verschwunden sind, darf das Headset wieder verwendet werden. Zu langes Tragen kann laut den Warnungen auch zu Problemen mit Muskeln, den Gelenken oder sogar der Haut führen, Dann sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Originalmeldung: Mit Samsung schmeißt der erste wirklich große Hersteller nun seinen Hut auch öffentlich in den Virtual-Reality-Ring. Das Gear-VR-Headset kann ab sofort im US-Webshop als »Innovator Edition« für 200 US-Dollar gekauft werden. Allerdings handelt es sich dabei nur um ein Gehäuse, das selbst keinen Bildschirm besitzt. Für die Virtual-Reality-Funktion ist daher außerdem ein Samsung Galaxy Note 4 notwendig, das diese Funktion übernimmt und dessen Sensoren ebenfalls verwendet werden. Samsung weist ausdrücklich darauf hin, dass Gear VR nur für dieses eine Modell entworfen wurde und mit keinem anderen Smartphone kompatibel ist. Auch die US-Version des Galaxy Note 4 des Providers Verizon ist momentan noch nicht kompatibel.

Außerdem ist die »Innovator Edition« nicht für Endkunden gedacht. Samsung lässt sich beim Kauf des VR-Headsets auch ausdrücklich bestätigen, dass dem Kunden klar ist, dass das Gerät sich ganz speziell an Entwickler oder frühe Interessenten an der neuen Technik richtet. Für die Nutzung mancher Apps ist außerdem auch ein Android-kompatibler Spielecontroller notwendig. Die Software, die durch die Kombination aus dem Galaxy Note 4 und dem Gear VR virtuelle Erlebnisse ermöglicht, stammt aus einer Zusammenarbeit mit Oculus VR. Dort setzt man auch die aus der Galaxy-Note-Serie stammenden Bildschirme im eigenen VR-Headset Oculus Rift ein. Apps für das Gear VR gibt es ebenfalls bei Oculus im dortigen VR-Store.

Zum Lieferumfang des Gear VR gehört das Headset-Gehäuse, eine Tragetasche, Ersatz für die Polsterung, ein Reinigungstuch für die Linsen, eine 16 GByte große microSD-Karte mit Starter-Inhalten und einem Adapter sowie ein Handbuch. Der Samsung-Webshop nennt Käufern außerdem noch Codes, mit denen Rabatte für ein Samsung-Gamepad oder für Kopfhörer gewährt werden, die für die Nutzung mit Gear VR geeignet sind.

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