Samsung LPDDR4 - Sparsamer Speicher für Smartphones und Tablets

Strom sparen mit DDR4 – Samsungs LPDDR4-Speicher soll Mobilgeräten zu längeren Laufzeiten bei gleichzeitig höheren Geschwindigkeiten verhelfen.

von Dennis Ziesecke,
23.12.2014 21:32 Uhr

Samsungs LPDDR4-RAM soll Smartphones länger laufen lassen und gleichzeitig die Performance verbessern.Samsungs LPDDR4-RAM soll Smartphones länger laufen lassen und gleichzeitig die Performance verbessern.

Bei Samsung startet die Produktion neuer LPDDR4-Speicherchips mit 8 Gbit Kapazität, einem Gigabyte. Gefertigt werden die Speicher in der 20-Nanometer-Klasse, in einem Verfahren zwischen 20 und 30 nm also. Genauere Angaben zur Fertigung macht der Hersteller nicht. Die Speicherchips lassen sich gestapelt fertigen, so dass sich (mehr oder weniger) problemlos vier Gigabyte inklusive SoC als Package-in-Package produzieren lassen.

Mit einer Versorgungsspannung von 1,1 Volt ist LPDDR4 etwas sparsamer als der aktuell bei Smartphones und Tablets übliche LPDDR3-Speicher (1,2 Volt). Gleichzeitig wurde die Datenrate im Dual-Channel-Modus auf 25,6 Gbyte/s verdoppelt, weshalb Speicherzugriffe im Idealfall weniger lang dauern und die Speichercontroller schneller und öfter in den Schlafmodus wechseln können. Samsung selbst gibt an, die neuen Speicherchips sorgen gegenüber LPDDR3 sogar bei einer Speicherverdopplung von 2 auf 4 Gigabyte für eine Stromersparnis von bis zu 40% für das Speichersystem.

Qualcomms Snapdragon 810 unterstützt als einer der ersten SoCs den neuen Speicher, erste Geräte mit LPDDR4 sollen daher bereits früh im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Auch Nvidia und Marvell dürften ihren 64-Bit-SoCs schnell den Umgang mit LPDDR4 beibringen. Die hohe Speicherdichte von 8 Gbit pro Speicherchip dürfte für sinkende Produktionskosten bei der Nutzung von 4 Gigabyte Arbeitsspeicher im Mobilgerät sorgen. Gleichzeitig wird für diese Speichermenge aber ein 64-Bit-SoC benötigt. Die größere Speicherbandbreite hingegen sollte unter anderem zu besseren Grafikleistungen führen, da die GPUs gängiger SoCs noch immer stark vom gemeinsam mit den Prozessorkernen genutzten Speicher gebremst werden.


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