Core i7 2600K gegen i7 8700K - Computerbase vergleicht Sandy Bridge mit Coffee Lake

Um herauszufinden, wie sich ein sechs Jahre alter Sandy-Bridge-Prozessor gegen eine aktuelle Coffee-Lake-CPU schlägt, hat ComputerBase beide Modelle im direkten Vergleich gegeneinander antreten lassen.

von Sara Petzold,
28.11.2017 16:58 Uhr

Intels Sandy Bridge CPUs gelten bis heute als eine der beliebtesten Prozessor-Baureihen überhaupt.Intels Sandy Bridge CPUs gelten bis heute als eine der beliebtesten Prozessor-Baureihen überhaupt.

Früher war alles besser – diese Weisheit würde in Sachen Hardware wohl kaum jemand ungeprüft unterschreiben. Aber Gutes von gestern kann auch heute noch gut sein, oder?

Um das zu überprüfen hat ComputerBase einen Vergleichstest zwischen dem ehemals sehr beliebten und auch heute noch häufig anzutreffenden Sandy-Bridge-Prozessor Core i7 2600K und dem aktuellen Coffee-Lake-Modell Core i7 8700K durchgeführt. Letzterer gilt seit Langem endlich wieder als ein spürbarer Fortschritt bei Intel in Sachen Leistung, alleine wegen seiner zwei zusätzlichen Kerne als Reaktion auf AMDs Ryzen-CPUs.

Aber wie stark unterscheiden sich der immer noch beliebte i7 2600K der Sandy-Bridge-Baureihe und der i7 8700K der Coffee-Lake-Generation in Sachen Performance voneinander? Der von Computerbase durchgeführte Test (i7 2600K übertaktet mit bis zu 4,6 GHz und DDR3-2133-RAM gegen den i7 8700K mit 4,3 GHz in Sechskern-Standardkonfiguration mit DDR4-2666-RAM, jeweils mit Geforce GTX 1080 Ti) kommt zu folgenden Ergebnissen:

  • Der Sandy-Bridge-Prozessor fällt beim Leistungsrating in Anwendungen deutlich ab und kommt selbst übertaktet auf 4,6 GHz nur auf 56 von 100 Punkten, die die Coffee-Lake-CPU erreicht hat. In Programmen wie Cinebench erreicht der i7 8700K fast die doppelte Leistung seines Vorgängers.
  • Beim Leistungsrating für Spiele (unter anderem Assassin's Creed: Origins und Wolfenstein 2: The New Colossus) schneidet der Sandy-Bridge-Prozessor etwas besser ab als im Anwendungstest: In 720p-Auflösung liegt der übertaktete i7 2600K 21 Prozentpunkte hinter dem i7 8700K (ohne OC: 36 Prozent), in Full HD sind es nur noch zwölf Prozent (ohne OC: 28 Prozent). Beim UHD/4K-Vergleich schrumpft der Rückstand des übertakteten i7 2600K auf nur noch sechs Prozent (ohne OC: 10 Prozent), da die GTX 1080 Ti hier limitiert.
  • Auch beim Vergleich des Stromverbrauchs zeigen sich deutliche Unterschiede: Der übertaktete i7 2600K benötigt im Leerlauf fast doppelt so viel Strom wie der i7 8700K, unter Anwendungs- und Maximallast braucht die Sandy-Bridge-CPU 57 beziehungsweise 47 Watt mehr. Unübertaktet kommt der i7 2600K immerhin noch auf sieben bis 34 Watt höhere Leistungsaufnahme.

Ganz taufrisch ist der i7 2600K also nicht mehr, auch wenn er in Kombination mit einer aktuellen Grafikkarte durchaus noch zum Spielen taugt. Ausführlichere Benchmark-Ergebnisse inklusive Frametimes (99th Percentile) gibt es im Vergleichstest der beiden CPUs bei Computerbase.

Bei unserem eigenen CPU-Testsystem kommen wir übrigens trotz anderer Titel-Auswahl, Grafikeinstellungen und Grafikkarte (Geforce GTX 1080) zu relativ ähnlichen Ergebnissen: Ohne Übertaktung landet der Core i7 8700K hier mit 30 Prozent vor dem Core i7 2600K, beim Spielen in WQHD sind es nur noch knapp sieben Prozent.

Der Stromverbrauch des 2600K liegt beim Spielen von Battlefield 1 trotz niedriger Leistung um 35 Watt höher, in unseren Anwendungstests ist der 8700K dank der beiden zusätzlichen Kerne und der neueren Architektur zu guter Letzt mindestens doppelt so schnell wie der 2600K.

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