Sapphire Radeon 9500 Atlantis

Die Sapphire Radeon 9500 Atlantis ist langsamer als die Nvidia-Konkurrenz, kostet aber deutlich mehr. Greifen Sie lieber zu einer günstigen Ti-4200-Karte.

27.01.2003 15:46 Uhr

Mit der Radeon 9500 Atlantis zielt Sapphire aufs Segment der Preis-Leistungs-Champions. Dort regiert bislang unangefochten Nvidias Ti 4200. Der ATI-Chip wurde im Vergleich zum Spitzenmodell Radeon 9700 Pro massiv beschnitten: Statt 325/620 MHz Chip- und Speichertakt sind es hier nur 275/540 MHz. Die Speicheranbindung der 64-MByte-Karte halbierte sich von 256 auf 128 Bit, die Anzahl der Rendering-Pipelines von acht auf vier. Erhalten bleibt die Unterstützung von DirectX 9 und dem in der Praxis nutzlosen AGP-8x-Standard. Auch bei der Ausstattung setzt Sapphire den Rotstift an: Außer der deutschen Version des Action-Titels Soldier of Fortune 2 (GameStar-Wertung: 84 %) und einem Übertaktungstool bekommen Sie nur noch ein paar Videokabel mitgeliefert - ein DVD-Player fehlt hingegen. Der vom Lüfter verursachte Geräuschpegel hält sich in erträglichen Grenzen.

Hoher Preis für wenig Leistung

Unser Testdurchlauf mit einem Pentium 4/2,53 GHz und 256 MByte PC1066-RD-RAM auf Intels D850EMV2-Mainboard verdeutlicht die reduzierte Leistung. Quake 3 berechnet die Atlantis deutlich langsamer als eine Ti 4200 (196,2 zu 212,2 Frames). Besser sieht es hingegen bei UT 2003 (63,8 fps) und Aquanox (48,7 fps) aus. Hier rechnet die Sapphire Radeon 9500 Atlantis gleichauf mit Nvidias Ti-4200-Serie. Der momentane Preis von 200 Euro liegt aber viel zu hoch für die Leistung und magere Ausstattung. Einige Ti-4200-Modelle gibt es bereits für 140 Euro, etwa von Pixelview. Sapphire wollte mit dem 9500-Chip ins Segment der auf gute Preis-Leistung getrimmten Karten vordringen - dieser Versuch ist somit misslungen. Sofern der Hersteller nicht den Preis senkt, bleibt die 9500 wohl ein Ladenhüter.


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