Sapphire Radeon HD 4890 Vapor-X - Grafikkarte im Test

Für knapp 220 Euro verkauft Sapphire mit der Radeon HD 4890 Vapor-X 1,0 GByte eine besonders anschlussfreudige Grafikkarte. Der Lüfter arbeitet wesentlich leiser als AMDs Referenzmodell.

von Daniel Visarius,
10.09.2009 09:48 Uhr

Die Radeon HD 4890 Vapor-X 1,0 GByte will ihren vergleichsweise hohen Preis von 220 Euro durch gleich vier Monitorausgänge, eine moderate Übertaktung sowie einen leiseren Lüfter rechtfertigen - eine gängige Radeon HD 4890-Grafikkarte gibt es derzeit ab rund 160 Euro. So lässt sich die Grafikkarte wahlweise über DVI, VGA, HDMI oder der neuen Displayport-Buchse mit dem Monitor verbinden. Die gelungene Ausstattung komplettieren der 3DMark Vantage Advanced und ein DVD-Software-Paket inklusive PowerDVD in der 6-Kanal-Version.

Spieleleistung

Bei der Spieleleistung schlägt sich die Radeon HD 4890 Vapor-X 1,0 GByte wie erwartet gut. Schon eine normale Radeon HD 4890 beschleunigt selbst technisch anspruchsvolle Spiele wie Crysis bis zur 24-Zoll-Auflösung 1920x1200 mit aktivierter Kantenglättung flüssig. Der RV790-Grafikchip taktet auf der Sapphire-Grafikkarte mit 870 MHz statt 850 MHz, der 1,0 GByte große GDDR5-Videospeicher mit 4.200 statt 3.900 MHz. Damit erreicht die Radeon HD 4890 Vapor-X 1,0 GByte in unserem Benchmark-Parcours durchschnittlich 74,7 fps, während eine Radeon HD 4890 mit Standardtakt auf nur unwesentlich langsamere 73,0 fps kommt. Selbst in hohen Detaileinstellungen zahlt sich der deutlich höhere Takt kaum aus. So bleibt letztlich auch die Radeon HD 4890 Vapor-X 1,0 GByte hinter eine Geforce GTX 275 zurück, die momentan ab knapp 200 Euro zu haben ist und in unserem Test 78,5 fps leistet.

Lüfter & Lautstärke

Die Stromversorgung wird passiv gekühlt. Die Stromversorgung wird passiv gekühlt.

Das Kühlsystem der Radeon HD 4890 Vapor-X 1,0 GByte hat Sapphire selbst entwickelt. Direkt auf dem Grafikchip sitzt eine Vakuum-Kammer, in der eine Flüssigkeit auf der dem Chip zugewandten Seite verdampft und an der kühleren Seite wieder flüssig wird. Auf diese Weise kann der Ventilator langsamer und damit leiser drehen als auf dem Referenzmodell von AMD. In der Praxis ist die Radeon HD 4890 Vapor-X 1,0 GByte unter Windows so kaum zu hören. Unter Volllast im 3D-Betrieb dreht die Karte in den hörbaren Bereich auf, bleibt aber dennoch ein gutes Stück ruhiger als eine Radeon HD 4890 mit Standardkühlsystem.

Fazit

Die Radeon HD 4890 Vapor-X 1,0 GByte punktet vor allem mit dem im Vergleich zur Standardvariante der Radeon HD 4890 leiseren Betriebsgeräusch und der Anschlussvielfalt. Ob das und die paar zusätzlichen Megahertz die 220 Euro wert sind, müssen Sie entscheiden. Beinahe die gleiche Spieleleistung bekommen Sie jedenfalls auch bei anderen Radeon HD 4890 für 160 Euro.

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