Seagate und OCZ - Übernimmt der Festplattenspezialist den SSD-Hersteller?

Eventuell wächst der Markt für Festplatten und SSDs bald etwas weiter zusammen: Unter Umständen übernimmt der Festplattenhersteller Seagate bereits in der kommenden Woche den Speicher- und SSD-Produzenten OCZ.

von Dennis Ziesecke,
19.07.2012 18:55 Uhr

Im SSD-Segment sind bislang auffallend wenig klassische Festplattenhersteller vertreten. Einzig Samsung dürfte hier dank der beliebten SSD 830 als nennenswerte Ausnahme gelten - Seagate und Western Digital leisten sich bislang nur kaum nennenswerte Gastspiele. Seagate allerdings scheint seine Aussenseiterrolle bei den SSD nicht länger hinnehmen zu wollen. Erst vor kurzem beteiligte Seagate sich am israelischen Flash-Speicher-Spezialisten Densbits, nun soll ein noch größerer Deal folgen.

Wie Fudzilla unter Berufung auf Quellen aus der Industrie berichtet, könnte die Übernahme des SSD-Herstellers OCZ durch Seagate kurz bevorstehen. Für Seagate wäre die Übernahme eine schnelle Lösung um auf dem boomenden SSD-Markt Fuß zu fassen. Bislang führt Seagate nur wenige Hybrid-Festplatten mit dem Namen Momentus XT - Notebookfestplatten mit einer geringen Menge Flashspeicher zur Beschleunigung. Die Pulsar-SSDs von Seagate hingegen spielen nur im Unternehmensbereich eine kleine Rolle, aufgrund ihres hohen Preises sind diese Modelle für Privatanwender nicht interessant.

OCZ hingegen fertigt SSDs aus allen Segmenten. Laufwerke wie die Agility 4 sowie die Modelle der Vertex-Serie richten sich an preisbewusste Privatanwender während das OCZ RevoDrive sich an professionelle Anwender richtet. Mit dem OCZ RevoDrive Hybrid bietet das Unternehmen sogar quasi das Gegenteil der Momentus XT von Seagate - eine PCIe-SSD mit integrierter Notebookfestplatte.

Doch die Übernahme wäre auch für OCZ vorteilhaft. Das Unternehmen könnte von Seagates guten Kontakten zu OEM-Herstellern und den Ressourcen des deutlich größeren Festplattenherstellers profitieren. Allerdings soll Seagate nicht als einziges Unternehmen an einer Übernahme interessiert sein, angeblich hätten auch Micron und einige andere Unternehmen Interesse an OCZ. Seit der Übernahme des Controller-Hersteller Indilinx ist OCZ auf dem SSD-Markt recht gut aufgestellt und daher ein interessanter Kandidat für viele Unternehmen.

Fudzilla vermutet, dass Seagate für OCZ eine deutlich über dem aktuellen Börsenkurs von OCZ (etwa 308 Millionen US-Dollar) liegende Summe bezahlen wird. Seagate wird an der Börse mit einem Wert von etwa 11,71 Milliarden US-Dollar gehandelt. Laut Fudzilla könnte die Übernahme bereits in der kommenden Woche bekannt gegeben werden. Seagate und OCZ wollten die Gerüchte bislang noch nicht kommentieren.

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