Seagate: »SSDs werden immer teurer sein« - 10-TByte-Festplatte noch in diesem Jahr

Der Festplattenhersteller will noch in diesem Jahr Laufwerke mit einer Speicherkapazität von 10 Terabyte anbieten und glaubt, dass SSDs immer teurer sein werden, was den Preis pro Gigabyte betrifft.

von Georg Wieselsberger,
13.09.2015 12:37 Uhr

Seagate will bald auch 10 -TByte-Festplatten anbieten. (Bildquelle: Seagate)Seagate will bald auch 10 -TByte-Festplatten anbieten. (Bildquelle: Seagate)

Seagate hat auf einer Technik-Konferenz angekündigt, seine Festplatten-Serien noch in diesem Jahr mit Laufwerken mit acht und zehn Terabyte aufzufrischen. Konkurrent Western Digital bietet bereits eine 10-TByte-Festplatte, liefert diese aber nur an ausgewählte Kunden für Archiv-Zwecke aus. Vermutlich wird auch Seagate die größten Modelle zunächst nur in geringeren Stückzahlen herstellen, geht aber trotzdem davon aus, dass Festplatten auf sehr lange Sicht die günstigste Möglichkeit bleiben werden, um große Datenmengen zu schreiben.

Dave Morton, Finanzchef von Seagate, vertritt sogar die Ansicht, dass es nie einen Zeitpunkt geben wird, an dem Flash-basierte Laufwerke pro Gigabyte Kapazität günstiger sein werden als Laufwerke mit rotierenden Medien wie Festplatten. Seagate erwartet, dass der Preis pro Gigabyte bei Festplatten in den nächsten fünf Jahren auf umgerechnet rund 0,5 Cent fallen wird. »Ich sehe nicht, wie man das mit der konkurrierenden Technik schaffen könnte«, so Morton.

Erst vor einigen Wochen hatten Toshiba und SanDisk vorhergesagt, dass nicht-flüchtiger Speicher wie Flash bis zum Jahr 2020 so stark im Preis fallen wird, dass Solid-State-Laufwerke pro Gigabyte zumindest günstiger sein werden als Festplatten, die für Unternehmen gedacht sind. Seagate sieht das ganz offensichtlich anders. Allerdings haben Festplatten und SSDs unterschiedliche Stärken und nicht immer ist eine sehr hohe Speicherkapazität so wichtig wie das schnelle Lesen und Schreiben von Daten. Während viele Server inzwischen auf die schnellen SSDs setzen, brauchen Datenzentren und Cloud-Dienste immer mehr Speicherkapazität.

Quelle: Kitguru


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