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Shark Night 3D - Kein Hai-light

Nach Twilight 4 bleibt es weiterhin unfreiwillig lustig. Im versuchten Hai-light Shark Night 3D tümmelt sich der Blödsinn und sinkt das Niveau: der neue Film vom Regisseur von Snakes on a Plane.

von Christian Mester,
02.12.2011 20:00 Uhr

Eins der beliebtesten Untergenres im Bereiche Horror ist das Creature Feature: im Deutschen, der Tierhorrorfilm. Alles was Schnabel, Krallen, Klauen, Kiemen oder Stachel besitzt, stürzt sich darin gefräßig auf unglückliche Menschenopfer. Die wohl größten Stars der Branche sind dabei zweifellos die Haie, die eleganten Müllmänner der Meere.

Mit Steven Spielbergs Der Weiße Hai hat ihre Gattung sogar den besten Spielfilm von allen erhalten, blickt dafür aber auch auf eine niemals endende Flut an billigen DVD-Titeln zurück. Titel wie Sharktopus schwimmen im Kielwasser der Legende, gehen aber qualitativ stets unter. Mit Ralph Moellers Hai-Alarm auf Mallorca wagte sich selbst das deutsche Fernsehen bereits an das Thema.

Shark Night 3D ist nun endlich wieder eine aufwendig gemachte Variante für die große Leinwand. Während der zweite Teil des sehr ähnlichen Piranha 3D kurzfristig auf das nächste Jahr verschoben wurde, will Shark Night 3D jetzt dessen Platz einnehmen. Die grundlegenden Elemente sind die gleichen: betrunkene Bikini-Teens schwimmen im Badesee und werden von Fischen filetiert – natürlich in 3D. Es ist der neue Film vom Macher von Snakes on a Plane, der sich von seinem Sharks in a Lake Konzept wohl ähnliches erhofft.

Shark Night 3D - Bilder zum Film ansehen

Handlung

Die hübsche Sara (Sarah Paxton) lädt eine Gruppe von Freunden dazu ein, ein feuchtfröhliches Party-Wochenende im Seehaus ihrer Eltern zu verbringen. Gut gelaunt wird dort auch zügig das Wakeboard gezückt, doch vor Ort dauert es nicht lang, bis der erste ein Körperteil verliert. Blutend wird festgestellt, dass im See Haie zu finden sind. Gar verschiedene Haisorten, die eigentlich nicht in Seen vorkommen sollten.

Dahinter stecken zwei geldgierige Hinterwäldler, die die Haie mit krudesten Mitteln selbst gefangen haben. Mit Kameras versehen, setzen sie sie daraufhin in dem Badesee aus, hoffend, die daraus resultierenden Todesszenen im Internet verkaufen zu können. Für die Teenager beginnt ein Rennen gegen die Zeit, denn um ihren schwerverletzten Freund zu helfen, müssen sie den See mit einem Boot.

Haie... mit Webcams

Die Idee, meterlange Haie zu fangen und sie in einen See auszusetzen klingt derart wahnsinnig, dass man sie eher in einem Bond Film erwarten würde. Dementsprechend meschugge klingt es, wenn die Hinterwäldler im Film grinsend von ihrem genialen Plan erzählen.

Für den Film wurden tolle Animatronics gebaut - verwendet hat man in den meisten Szenen jedoch nur computeranimierte Haie.Für den Film wurden tolle Animatronics gebaut - verwendet hat man in den meisten Szenen jedoch nur computeranimierte Haie.

Es ist eine leider spannungslose Wende, die zwanghaft versucht, tödliche Tiere irgendwie notdürftig mit dem Internet zu verknüpfen. Für den Film, der nichts als platter Spaß sein will, ist das aber genug, da dies einen eigentlich passenden albernen Ton anschlägt. Ein Film wie dieser muss schließlich entweder extra abgedreht und lustig, oder ernst und gelungen sein.

Leider ahmt Regisseur David R. Ellis den Vorgänger Piranha 3D nur teilweise nach. Was er leider weglässt, ist nackte Haut, schwarzer Humor, übertrieben blutige Angriffe und flotte Action. Stattdessen versucht er tatsächlich, einen ernstzunehmenden Thriller wie Deep Blue Sea draus zu machen, dem das Wasser qualitativ jedoch schnell bis zum Halse steigt. Die banale Geschichte ist fade erzählt, hat keinerlei Gefühl für Spannung und bietet bloß oberflächliche Charaktere. Ähnlich wie in Snakes on a Plane will man mehr als sein alberne Prämisse sein, anstatt genau das gelungen auszukosten.

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