Sicherheit - Durch Viren unter Kinderporno-Verdacht

Durch Viren oder Trojaner infizierte Rechner können ihre Besitzer in große Schwierigkeiten bringen, wie ein Fall in den USA belegt.

von Georg Wieselsberger,
09.11.2009 14:11 Uhr

Dort bemerkten die Vorgesetzten von Michael Fiola, dass dessen Laptop 4,5x mehr Daten über das Internet übertrug als die seiner Kollegen. Ein Techniker fand anschließend auf dem Laptop in einem Ordner kinderpornografische Bilder. Fiola wurde fristlos entlassen und wegen Besitzes von Kinderpornografie angeklagt.

Seine Freunde kehrten ihm den Rücken zu, er erhielt Morddrohungen und die Reifen seines Wagens wurden zerstochen. Erst nachdem er und seine Frau ihre Ersparnisse aufgebraucht, das Auto verkauft und eine zweite Hypothek auf ihr Haus aufgenommen und insgesamt 250.000 US-Dollar für die Verteidigung ausgegeben hatten, stellte eine zweite Untersuchung des Laptops fest, dass dieser durch Viren infiziert war.

So besuchte der Laptop innerhalb von einer Minute 40 kinderpornografische Seiten. Außerdem konnte belegt werden, dass zu einem Zeitpunkt, an dem Fiola und seine Frau sich nachweislich in einem Restaurant aufhielten, der Laptop 1,5 Stunden lang online war und Pornografie herunterlud. Nach diesen Erkenntnissen wurde die Anklage fallengelassen. Der Schaden, den Fiola und seine Familie erlitten haben, ist aber nicht wieder gutzumachen. Wie Yahoo meldet, ist dies nicht der einzige Fall dieser Art. Umso wichtiger ist der Schutz eigener Rechner vor Schadsoftware.

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