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Auf geht's

Silent Hunter 3 im Test - Ubisoft schickt Sie auf eine spannende Schleichfahrt

Tief Luft holen, jetzt geht es abwärts: Ubisoft kommandiert mit Silent Hunter 3 die bisher perfekteste U-Boot-Simulation zum Einsatz auf Ihre Festplatte ab - im realistischsten Seegang der Computerspielgeschichte.

von Mick Schnelle,
18.03.2005 15:42 Uhr

Frühjahr 1941: Bedrohlich türmen sich die Wellenberge vor unserem U-Boot. Der Pott schaukelt, dass es nicht mehr feierlich ist. Doch wir müssen da durch. Denn vor wenigen Minuten haben wir einen fetten Konvoi geortet, die Torpedos warten frisch geölt auf ihren Einsatz. Immerhin ist es Nacht, und wir können uns dem Verband mit hohem Tempo über Wasser nähern. Noch haben uns die Zerstörer nicht bemerkt. Als Ziel haben wir uns einen Tanker ausgesucht, der gemächlich vor unserem Bug tuckert. 2.000 Meter vor dem Kahn stoppen wir die Maschinen. Warten. Der berechnete Kurs bringt den Konvoi von ganz allein in Schussreichweite.

Dann ist es soweit. Ein guter Kilometer liegt zwischen unserem Boot und der schwimmenden Ölwanne. Rohr 1, Mündungsklappe öffnen! Ein letztes Mal die Feuerleitlösung checken! Feuer frei! Fast geräuschlos läuft der Aal, den wir per eingeblendeter Außenkamera beobachten. Zuerst rummst es leise, dann folgt die deutlich lautere Sekundärexplosion, die den Tanker in der Mitte zerreißt. Das hat auch der Zerstörer mitbekommen. Alarmtauchen! Jetzt ist Schleichfahrt angesagt - hoffentlich legt keine der herabfallenden Wasserbomben den Elektromotor lahm...

Perfekte See

Leiden Sie unter Seekrankheit? Wenn ja, dann ist Ubisofts U-Boot-Simulation Silent Hunter 3 nichts für Sie. Noch nie wurden die Seekonflikte des Zweiten Weltkriegs so perfekt in Szene gesetzt.

Im Schutz der Dunkelheit haben wir uns an den Transporter herangearbeitet und ihn voll erwischt.Im Schutz der Dunkelheit haben wir uns an den Transporter herangearbeitet und ihn voll erwischt.

Die Wellen bewegen sich derart realistisch, dass man in abgedunkelten Räumen tatsächlich glaubt, auf hoher See zu schippern. Sämtliche Modelle der Schiffe, Boote und Kutter entsprechen den historischen Originalen, und selbst die Torpedos (sonst gern zu groben Balken degradiert) wirken dank präzise nachgebauter Antriebsschrauben sehr echt. Auch auf der Brücke des U-Boots sehen Sie alle Besatzungsmitglieder in 3D, zudem schaukelt der Kahn, was der Seegang hergibt. Manko der Engine: Die feste Einstellung von 1024 mal 768 Pixeln beschränkt unnötig die Bildqualität bei TFT-Displays mit höherer nativer Auflösung. Die Seekarte ist simpel und praktikabel, aber hässlich.

Der Sound unterstützt die Atmosphäre perfekt. Jedes Schiff klingt anders. Wer etwas übt, kann anhand des Schraubengeräuschs auf den Typ tippen, und die Lautstärke lässt die Entfernung erahnen. Das berühmte »Ping« des Sonars weist auf suchende Gegner hin, die zeitlichen Abstände zwischen den Signalen ermöglichen Rückschlüsse auf die Entdeckungsgefahr. Wie hoch die genau ist, können Sie an der Färbung eines eingeblendeten Mini-Bootes ablesen. Grün bedeutet: alles okay. Bei Rot ist alles zu spät: Sie wurden geortet. Die KI agiert dabei sehr clever. Transporter fahren sofort Zickzack-Kurs, Zerstörer und Torpedoboote greifen sofort an.

Von Kiel bis Buenos Aires

Grafikpracht und Soundkulisse bilden aber nur den Rahmen für die groß angelegten Kampagnen als deutscher Kapitän.

Der Kurs des Bootes hängt von den Fahrrouten der Konvois ab.Der Kurs des Bootes hängt von den Fahrrouten der Konvois ab.

Sie wählen das Einstiegsjahr zwischen 1939 und 1943, was sowohl auswählbaren Bootstyp als auch Heimathafen beeinflusst. Am Anfang müssen Sie sich mit einem popeligen Typ IIA begnügen, der gerade mal über drei Torpedorohre verfügt und nicht tiefer als 150 Meter kommt. Im Laufe der Zeit werden die Kähne immer besser. Das fortschrittlichste Boot, der Typ XXI, feuert aus sechs Torpedorohren und taucht bis zu 275 Meter tief. Zu Beginn können Sie nur von Kiel oder Wilhelmshaven losschippern. Sobald die Deutschen Frankreich erobert haben (zumindest einen großen Teil), dürfen Sie historisch korrekt auch von Brest, St. Nazaire, Bordeaux und sogar einigen Mittelmeerhäfen aus starten. Spätere Missionen führen Sie sogar bis Norwegen, Afrika und Südamerika. Doch meist sind Sie in der Nordsee oder dem Nordatlantik unterwegs, um Konvois abzufangen, die England mit Nachschub versorgen.

Silent Hunter 3 - Screenshots ansehen

Sehr wichtig dabei: die beigelegte Farbkarte, auf der sämtliche Handelsrouten eingezeichnet sind. Ohne diese Hilfe ist die Wahrscheinlichkeit auf feindliche Kontakte extrem gering. Außerdem finden Sie dort auch die Reichweite der landgestützen Flugzeuge. Unvorsichtige Kapitäne, die nach einem Angriff zu lange aufgetaucht bleiben, laufen Gefahr, in so einem Gebiet aus der Luft angegriffen zu werden. Dann hilft nur noch schnelles Abtauchen, oder Sie schwingen sich hinter Ihre Flak (sofern vorhanden) und geben den Flugzeugen Saures. Haben Sie Ihr Zielgebiet lange genug durchstreift (meist 24 Stunden Spielzeit) oder gehen Ihnen die Torpedos aus, geht's ab nach Hause.

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