SMS-Überwachung bereits üblich? - Franzose nach Erhalt einer SMS verhaftet

Eine Verhaftung in Frankreich lässt den Verdacht aufkommen, dass SMS-Nachrichten bereits standardmässig nach bestimmten Wörtern gefiltert werden und bei einem Fund die Staatsanwaltschaft informiert wird.

von Georg Wieselsberger,
05.05.2009 12:06 Uhr

In Frankreich wurde laut Heise Online ein bisher unbescholtener, 24 Jahre alter Franzose 24 Stunden in Polizeigewahrsam gehalten, da er eine SMS mit dem Text "Hast du eine Idee, wie man einen Zug zum Entgleisen bringen kann" erhielt. Informiert wurde die Staatsanwaltschaft durch das Mobilfunkunternehmen. Der Empfänger hatte die SMS als nicht problematisch angesehen und war durch den Terrorismusverdacht vollkommen überrascht, während der Staatsanwaltschaft die Verhaftung mit den "Prinzip der Vorsicht" begründete, die bei Terrorverdacht Vorrang habe.

Es ist bisher nicht bekannt, warum der Absender, eine "Arbeitsbekanntschaft", die SMS mit diesem Inhalt verschickt hat. Ebenso interessant ist die Frage, wie diese Nachricht dem Mobilfunkanbieter unter Millionen gesendeter Mitteilungen auffallen konnte. Werden in Frankreich und eventuell in anderen Ländern SMS grundsätzlich nach bestimmten Wörtern gefiltert und gehen die Behörden tatsächlich davon aus, dass Terroristen sich im Klartext über SMS unterhalten?

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