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Auf geht's

Sniper: Ghost Warrior 3 - Danke fürs Verschieben

Es geht aufwärts mit Sniper: Ghost Warrior 3. Beim Anspielen merken wir, wie gut die Releaseverschiebung dem Shooter getan hat.

von Johannes Rohe,
02.12.2016 15:10 Uhr

Sniper: Ghost Warrior 3 - Scharfschütze mit CryEngine: 25 Minuten Demo-Gameplay 26:59 Sniper: Ghost Warrior 3 - Scharfschütze mit CryEngine: 25 Minuten Demo-Gameplay

Es war, als hätten die Entwickler meine letzte Preview zu Sniper: Ghost Warrior 3 gelesen. Nachdem ich Ende Juli den neusten Teil der Sniper-Reihe bei CI Games in Warschau angespielt hatte, war ich sicher: Damit Ghost Warrior 3 sein großes Potenzial ausschöpft, müssen die Entwickler ein Wunder vollbringen, oder den Release ein weiteres Mal verschieben.

Und siehe da, kurze Zeit später gaben die Polen tatsächlich bekannt, dass sie ihr neues Scharfschützen-Spiel nicht mehr im Januar sondern im April 2017 veröffentlichen. Auf einem weiteren Anspiel-Event beim deutschen Publisher Koch konnte ich mich davon überzeugen, dass das die absolut richtige Entscheidung war. Vielleicht würde eine Verschiebung auch anderen Spielen gut tun, oder Space Hulk: Deathwing?

Viel Feintuning

Am eigentlichen Spielgeschehen hat CI Games in den wenigen Monaten nichts mehr verändert, stattdessen verwendeten die Polen ihre Zeit voll darauf, Bugs zu fixen und Ecken und Kanten abzuschleifen, um insgesamt ein runderes Spiel abzuliefern. Im Gespräch erklärte mir der Senior Level Designer Tomasz Pruski die genauen Gründe für die Releaseverschiebung und welche Änderungen das Team am Spiel vorgenommen hat.

Sniper: Ghost Warrior 3 - Screenshots ansehen

Deshalb konzentriere ich mich in dieser Preview auf die Verbesserungen und beschreibe die neue Mission »Slaughterhouse«, die ich auf dem Event erstmals spielen konnte. Mehr über die offene Spielwelt, das Missionsdesign und Dinge wie das Crafting erfahren Sie in meinem letzten Preview-Artikel zu Ghost Warrior 3.

Wie geht's ins Schlachthaus?

Meine Aufgabe in der neuen Mission ist es, in einen gut bewachten Gebäudekomplex rund um das namensgebende Schlachthaus einzudringen, um einen Gefangenen zu befreien. Wie in Sniper: Ghost Warrior 3 üblich kann und muss ich mir selbst überlegen, auf welche Weise ich das am besten anstelle. Interessant dabei: Die Anzeige, welche Vorgehensweise sich für eine Mission am besten eignet (Schleichen, Snipern oder die Rambo-Taktik), haben die Entwickler ersatzlos gestrichen. Man wolle den Spieler in seiner Wahl nicht beeinflussen, erklärt Tomasz Pruski.

Das alte Schlachthaus ist gut gesichert, aber von den Klippen im Norden hat man eine perfekte Schussposition.Das alte Schlachthaus ist gut gesichert, aber von den Klippen im Norden hat man eine perfekte Schussposition.

Zu Vorführungszwecken ist das Areal rund um die feindliche Basis zwar begrenzt, trotzdem stehen mir in allen Himmelsrichtungen Zugangswege offen. So könnte ich versuchen, aus dem Süden in die Basis zu schleichen, um dort die Kontrolle für die Überwachungskameras zu manipulieren. Mich lockt aber die Anhöhe im Norden, die mir eine perfekte Schussposition bietet. Beim Laufen und Erklimmen der felsigen Abhänge merke ich schnell, dass CI Games noch einmal kräftig an den Animationen und der Steuerung gearbeitet hat. Meine Spielfigur fühlt sich nun deutlich beweglicher an und clippt nicht mehr ständig durch Oberflächen.

Ein Meisterschuss

Beim Erledigen der Gegner mit meinem Scharfschützengewehr erlebe ich dann noch ein echtes Aha-Erlebnis. Einige der Feinde sind besonders dick gepanzert und tragen eine kugelsichere Maske, ähnlich wie die Sentry-Soldaten in Battlefield 1.

Nur am Hinterkopf sind diese Kerle wirklich verwundbar - oder wenn man ein echter Meisterschütze ist. Eher zufällig landet eine meiner Kugeln genau im Auge eines solchen Kolosses, mit durchschlagendem Ergebnis. Ich glaube, für solche Dinge ist das Wort Detailverliebtheit erfunden worden. Übrigens landen Schüsse durch Fenster nun auch zuverlässig im Ziel und bleiben nicht wie zuvor am Glas hängen.

Im Nahkampf sollte man so einem dick gepanzerten Gegner besser nicht begegnen. Lieber aus der Distanz ins Auge ballern. Im Nahkampf sollte man so einem dick gepanzerten Gegner besser nicht begegnen. Lieber aus der Distanz ins Auge ballern.

Ghost Warrior 3 hat aber nach wie vor Probleme. Besonders wenn ich meine Flugdrohne einsetze, geht die Framerate noch ordentlich in die Knie. Und auch die KI hat seit dem letzten Anspielen kaum dazugelernt. Als ich entdeckt werde, stürmen die Gegner blindlings und wie an der Perlenkette gezogen auf meine Position zu und lassen sich mit etwas Zielwasser problemlos ausknipsen. Einige besonders hohle Dumpfbacken bleiben ziemlich hilflos an der Klippe unterhalb meiner Position stehen oder drehen auf halbem Weg zu mir einfach wieder um.

Argh, wo ist der Checkpoint?

Trotzdem ist die Mission knifflig. Als ich mich ins Lager abgeseilt habe, laufe ich schnurstracks zur Tür, die in den Keller des Schlachthauses führt. Dort wird mein Kamerad gefangen gehalten. Doch dann erlebe ich gleich zwei Überraschungen.

Erstens: Die Tür ist verschlossen. Ich muss entweder eine Schlüsselkarte finden oder das Hindernis mit einer Granate beseitigen, was natürlich die Wachen auf den Plan rufen würde. Zweitens: Aus dem Nebenraum tritt plötzlich ein Gegner, den ich bislang übersehen hatte. Wenige Salven aus seiner Kalashnikov reichen, um mir den Garaus zu machen. Mist, noch mal von vorne!

Überlegtes Vorgehen ist gefragt. Wer blindlings in einen Raum stürmt, hat schnell die ganze Wachmannschaft am Hals. Überlegtes Vorgehen ist gefragt. Wer blindlings in einen Raum stürmt, hat schnell die ganze Wachmannschaft am Hals.

Um Frustmomente und nervige Wiederholungen zu vermeiden, haben die Entwickler neuerdings Speicherpunkte in die Missionen eingebaut, an der richtigen Verteilung arbeitet CI Games aber noch. Mein Pech, denn der rettende Checkpoint hätte genau hinter der verschlossenen Tür gelegen, vor der ich gerade kläglich verblutet bin.

Beim zweiten Versuch läuft es dafür besser und ich erreiche den Keller. Im Halbdunkel zwischen blutigen Schweinehälften liefere ich mir noch einige heftige Ballereien mit einigen Wachen, bevor ich den Gefangenen schließlich befreie. Das Schussgefühl und die Soundeffekte der Sturmgewehre sind weiterhin ausbaufähig. Die Rambo-Methode ist zwar eine mögliche Spielweise, die Stärken von Sniper: Ghost Warrior 3 liegen aber ganz klar darin, die offene Spielwelt auszunutzen, um heimlich vorzugehen oder Feinde über große Distanz zu beseitigen.

Sniper: Ghost Warrior 3 - Gameplay-Trailer: Drohnen, Panzer, Sniper-Action 1:09 Sniper: Ghost Warrior 3 - Gameplay-Trailer: Drohnen, Panzer, Sniper-Action

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