Sony-Boss "hasst" das Internet - "Nichts Gutes" gebracht

Der Chef von Sony Pictures Entertainment unterstellt Internet-Nutzern, sie wollten alles sofort und wenn es nicht kostenlos sei, würde es gestohlen.

von Georg Wieselsberger,
19.05.2009 10:22 Uhr

Dave Rosenberg schreibt im seinem Blog Software Interrupted über eine Aussage von Sony Pictures-Chef Michael Lynton und setzt über seinen Artikel die Überschrift "Sony Pictures CEO hates the Internet". Tatsächlich äußerte sich der CEO recht abfällig über das weltweite Netz. "Ich bin jemand, der nicht sieht, dass das Internet etwas Gutes gebracht hätte…. Das Internet hat diese Ansicht hervorgebracht, jeder könne haben, was er wolle und das zu jeder Zeit. So als ob die Läden auf der Madison Avenue 24 Stunden pro Tag geöffnet hätten. Sie denken, sie hätten ein Recht darauf. Sie sagen "Gebt es mir jetzt" und wenn man es ihnen nicht kostenlos gibt, dann stehlen sie es".

Zusätzlich kritisierte er den Ausbau von Breitband-Anschlüssen und verglich ihn mit dem Bau von Autobahnen ohne Geschwindigkeitsbeschränkungen und Führerscheinpflicht. Mit Aussagen dieser Art outet sich Sony - nicht zum ersten Mal - als noch nicht ganz im 21. Jahrhundert angekommen. Diesen Schluss zieht auch Dave Rosenberg und verweist auf die jahrelange Ignoranz des Konzerns hinsichtlich des MP3-Formates.

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