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Sony Xperia Z2 - Schneller, größer, luxuriöser

Sony macht sein Flaggschiff-Smartphone Xperia Z2 schneller, größer und luxuriöser. Doch gelingt Sony eine echte Frischzellenkur oder bleibt es doch nur bei reiner Detailverbesserung?

von Dennis Ziesecke,
04.08.2014 14:45 Uhr

Das Xperia Z2 ist Sonys aktuelles High-End-Smartphone – in Sachen Design wagt es keine großen Experimente.Das Xperia Z2 ist Sonys aktuelles High-End-Smartphone – in Sachen Design wagt es keine großen Experimente.

Das Sony Xperia Z2im Test ist auf den ersten Blick nur ein klassisches Update des Vorgängers mit besseren technischen Daten und dem obligatorischen minimal gewachsenen Bildschirm. Allerdings möchte man aktuell auch kein Smartphone-Hersteller sein: Einerseits besteht die Quasi-Pflicht jedes Jahr ein aktualisiertes Modell auf den Markt zu bringen, andererseits gibt es in dieser Zeit aber kaum technische Revolutionen, mit denen sich Käufer und Tester noch beeindrucken lassen. Nachdem Sony mit dem Vorgänger bereits ein sehr gutes Smartphone auf den Markt brachte, stellt sich nun die Frage, ob das Xperia Z2 mittlerweile der Fifa- und CoD-Logik folgt: Ein wenig besser muss reichen.

Auch ein wenig besser von sehr gut wäre natürlich ein tolles Smartphone. Der Frage, ob Sony das mit dem Xperia Z2 gelingt und welche Neuerungen sich die Japaner haben einfallen lassen, gehen wir im Test des Xperia Z2 nach.

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Hardware

Nur knapp sieben Monate liegen zwischen dem Xperia Z1und dem Z2. Wenig Zeit für die Entwicklung eines bahnbrechend neuen Innenlebens. Erwartungsgemäß hat Sony sich in Sachen Hardware also darauf beschränkt, Modellpflege zu betreiben und das Motto lautet: Von allem ein wenig mehr, Revolutionen gibt es keine.

Sony verkauft zahlreiches Zubehör zum Z2 - bei der Docking Station handelt es sich allerdings nur um eine Ladestation.Sony verkauft zahlreiches Zubehör zum Z2 - bei der Docking Station handelt es sich allerdings nur um eine Ladestation.

So kommt als SoC (»System on a Chip«) der Qualcomm Snapdragon 801 zum Einsatz, ein Quadcore-ARM mit einer Taktfrequenz von 2,36 Gigahertz. Das sind 200 Megahertz mehr als beim Snapdragon 800 des Vorgängers, zudem arbeitet der SoC des Z2 etwas energieeffizienter. Die Grafikeinheit ist weiterhin ein Adreno 330, hier legt Qualcomm nur einen minimal höheren Takt (578 statt 450 MHz wie beim Xperia Z1) an, was in Spielen aber höchstens eine geringe Verbesserung erwarten lässt.

Beim Arbeitsspeicher hingegen zeigt sich Sony großzügig: Verbaute das japanische Unternehmen im Xperia Z1 noch zwei Gigabyte, sind es im Xperia Z2 drei Gigabyte RAM. Doch während Samsung seiner Android-Interpretation auch eine RAM-fressende Multitasking-Umgebung spendiert, bleibt der üppige RAM bei Sony aktuell größtenteils nur Auffangbecken für minimierte Apps. Für die Zukunft schadet das Plus an Arbeitsspeicher aber nicht.

Das 5,2 Zoll große Full-HD-Display des Sony Xperia Z2 überzeugt, spiegelt aber sichtbar. Das 5,2 Zoll große Full-HD-Display des Sony Xperia Z2 überzeugt, spiegelt aber sichtbar.

Die Hardware-Ausstattung des Sony Xperia Z2 liegt damit auf hohem Niveau und kommt an die Flaggschiffe von Samsung, LG und HTC heran. Über fehlende Performance wird sich beim Z2 daher niemand beklagen können. Wer das Z1 kennt, wird allerdings feststellen, dass der 16 Gigabyte große Datenspeicher beim Z2 etwas langsamer geworden ist, offenbar hat Sony hier ein wenig den Rotstift angelegt. Zudem stehen nach dem ersten Start aufgrund zahlreicher Sony-Apps nur etwa 11 Gigabyte Speicher zur freien Verfügung, per MicroSD lässt sich der Speicher aber um bis zu 128 Gigabyte erweitern.

Der SD-Slot befindet sich, wie auch der Steckplatz für die Micro-SIM und der Micro-USB-Port, hinter einer Plastikklappe. Sind alle Klappen geschlossen, ist das Xperia Z2 wasser- und staubdicht nach IP55 und IP58. Laut Hersteller übersteht das Smartphone maximal 30 Minuten in 1,5 Meter Wassertiefe (Süßwasser) und bietet »Schutz gegen Staub in schädigender Menge«. Zum Vergleich: Samsungs Galaxy S5 ist nach IP67 geschützt und damit resistenter gegen Staub, hält aber weniger lang unter Wasser durch.

Display

Mit 5,2 Zoll Diagonale vergrößert Sony das Display des Xperia Z2 gegenüber dem Vorgänger um nur 0,2 Zoll. Erfreulich: Dennoch wirkt das Telefon nicht größer, ist in der Breite und der Höhe sogar ein wenig geschrumpft, zugelegt hat es nur in der Länge.

Sony ist in der angenehmen Situation, auf hauseigene Display-Technologien zurückgreifen zu können. So kommt im Z2 ein IPS-Display mit der aus dem TV-Bereich bekannten Triluminos-Technik zum Einsatz (siehe Test des Sony Bravia KDL-55W905A). Tatsächlich sorgt der Bildschirm für durchweg satte Farben, was sich vor allem bei der Betrachtung von Videos positiv auswirkt.

Allerdings konnte Sony den Kontrast und den Schwarzwert gegenüber dem Vorgängermodell zwar etwas verbessern, dennoch wirkt der Bildschirm nie richtig tiefschwarz - die Konkurrenz von Samsung und LG zeigt, wie es besser geht. Dank der guten Hintergrundhelligkeit ist das spiegelnde Display aber auch im Freien noch gut abzulesen.

Im Außeneinsatz macht sich die hohe Bildschirmhelligkeit positiv bemerkbar.Im Außeneinsatz macht sich die hohe Bildschirmhelligkeit positiv bemerkbar.

Die Auflösung liegt mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf dem Niveau gängiger High-End-Smartphones, die Pixeldichte des 5,2-Zoll-Displays beträgt damit 423 ppi. Gegenüber der noch höheren Pixeldichte eines LG G3 entsteht so aber kein augenscheinlicher Nachteil, einzelne Bildpunkte sind beim Xperia Z2 auch mit Full HD nicht ohne weiteres zu erkennen. Im Alltag ebenfalls unmerklich ist die gegenüber dem Vorgängermodell minimal geringer ausfallende Pixeldichte des Z2-Displays (Xperia Z1: 441 PPI, Xperia Z2: 423 PPI).


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