Spam-Mails - Schlag gegen Webhoster zeigt Wirkung

Anzahl unerwünschter Werbemails geht deutlich zurück.

von Frank Maier,
14.11.2008 16:02 Uhr

Vielleicht haben Sie es selbst schon bemerkt, wenn Sie seit Dienstag Abend vermehrt Ihr E-Mail-Postfach geöffnet haben. Die Anzahl der unerwünschten Werbebotschaften ist in den vergangenen Tagen deutlich zurück gegangen. Bewirkt hat dies, die Abschaltung eines amerikanischen Rechenzentrums.

Wie die Washington Post in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, wurde der kalifornische Webhoster McColo vom Internet abgetrennt, nachdem die Autoren eines Blogs das Unternehmen als zentralen Spam-Hoster identifizieren konnten. Sicherheitsexperten zweier Internet Service Provider kappten daraufhin die Leitung - mit durchaus bemerkenswerten Auswirkungen auf die weltweite, elektronische Post. Mittlerweile ist die Anzahl der so genannten Spam-E-Mails um bis zu 75% zurückgegangen. Die Anfragen etlicher Botnetze, die die abgeschalteten Server als Anlaufstelle nutzten, versanden im Nirwana.

Wie lange der Zustand allerdings anhält, ist ungewiss. Bereits in der Vergangenheit wurden Unternehmen als Spam-Hoster identifiziert. Es dauerte nicht lange, bis die Drahtzieher ein neues Netzwerk an Servern aufgezogen hatten, um die Werbemails erneut auf ihre virtuelle Reise zu schicken.


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