Spiele-PC zusammenbauen 2017 - Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bildern

Mit unserem Selbstbau-Guide bauen Sie Ihren Gaming PC ganz einfach selbst zusammen und haben dabei volle Kontrolle über die verwendeten Komponenten – egal ob Sockel 1151 oder AM4.

von Daniel Visarius, Christoph Liedtke,
24.07.2017 12:45 Uhr

Den eigenen PC zusammen zu schrauben macht Spaß und spart Geld, da eventuell noch vorhandene Komponenten weiter verwendet werden können.Den eigenen PC zusammen zu schrauben macht Spaß und spart Geld, da eventuell noch vorhandene Komponenten weiter verwendet werden können.

Den eigenen PC selbst zusammenbauen ist nicht schwer, wenn Sie sich im Vorfeld vorbereiten und ein paar wichtige Details beachten. Sobald Sie einmal wissen, wie die einzelnen Komponenten eines Rechners ineinander greifen, können Sie sich darüber hinaus bei später eventuell auftretenden Problemen oft ganz allein helfen.

Bevor Sie sich auf die Gaming PC Anleitungen stürzen und drauf losschrauben, sollten Sie zunächst wichtige Vorarbeiten durchführen. Die dauern nicht lange, sparen aber vor allem Einsteigern am Ende viel Zeit und Ärger.

Falls Sie noch auf der Suche nach der richtigen Hardware sind, könnte Ihnen unsere Kaufberatung zu den besten Selbstbau-PCs in fünf Preisklassen weiterhelfen.

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Die Vorbereitungen

Besonders wichtig ist ein ausreichend großer und vor allem heller Arbeitsplatz. Halten Sie zudem ein paar Schachteln oder Boxen bereit, um Schrauben vernünftig ablegen zu können – gerne rollen die in unerreichbare Ecken und müssen dann wieder nervenaufreibend gesucht werden.

Auf keinen Fall sollten Sie zudem auf dem Teppich schrauben. Viele Textilfasern können sich elektrostatisch aufladen, PC-Komponenten können durch entsprechende Entladungen Schaden nehmen. Um etwaige elektrostatische Aufladungen vor dem Schrauben loszuwerden, kann es helfen, zur Erdung an eine Heizung zu greifen, das klappt aber nur an unlackierten Heizkörpern (die eher selten zu finden sind).

Die sicherste Variante: Kaufen Sie sich ein Statikschutzarmband, über das Sie sich permanent mit der Erde verbinden – in Fabriken, die PC-Komponenten herstellen, gehört das zur Pflichtausrüstung. Wir haben zwar trotz zahlreicher zusammengebauter PCs noch nie Schäden aufgrund einer fehlenden Erdung verursacht, ein gewisses Restrisiko bleibt ohne sie aber bestehen.

Lesen Sie sich unsere Anleitung vor dem Start Schritt für Schritt einmal komplett durch. Dadurch bekommen Sie eine bessere Vorstellung davon, warum wir zum Beispiel zuerst den Prozessor samt Kühler und Arbeitsspeicher auf das Mainboard bauen und nicht das nackte Mainboard direkt im Gehäuse verschrauben.

In der Reihenfolge, in der wir den Einbau beschreiben, gehen wir selbst auch vor. Dazu gehört auch, das Mainboard mit den empfindlichen Kontakten an der Unterseite nicht einfach auf den Schreibtisch zu legen, sondern eine leicht nachgiebige Unterlage zu verwenden. Natürlich aus einem Material, das immun gegen elektrostatische Aufladung ist. Hierfür eignet sich beispielsweise die dem Mainboard beiliegende Schaumstoff-Unterlage. Alternativ bieten sich auch herkömmliche Printmagazine an – beispielsweise eine GameStar-Ausgabe.

Eine Anleitung für alles?

Unser Beispielgehäuse ist das NZXT Phantom.Unser Beispielgehäuse ist das NZXT Phantom.

Da die meisten PC-Komponenten beziehungsweise deren Abmessungen und Befestigungsmechanismen standardisiert sind, lässt sich unsere Anleitung auch auf andere Gehäuse, Mainboards oder Grafikkarten übertragen.

Dennoch gibt es leider keine Garantie, dass ein bestimmter Prozessorkühler auf jede Hauptplatine mit dem dazugehörigen CPU-Steckplatz passt – obwohl er für den entsprechenden CPU-Sockel freigegeben ist. Weil viele Hersteller die Standards bis an die Grenzen ausreizen, treffen immer mal wieder zwei Extreme aufeinander, die sich zwar einzeln noch so gerade im Rahmen des Erlaubten bewegen, zusammen aber nicht funktionieren – manche Tower-Kühler etwa sind zu hoch für manche Gehäuse, deren Seitenwand sich dann nicht mehr schließen lässt. Um solche Einzelfälle zu vermeiden, hilft nur das Lesen von Tests, Forenbeiträgen oder gegebenenfalls Kompatibilitätslisten der Hersteller.

Doch auch wenn Sie wissen, dass Ihre Komponenten miteinander harmonieren, sollten Sie nicht blind unserer Anleitung folgen. Mitunter hat der Hersteller bestimmte Anschlüsse anders positioniert oder die Montage des Gehäuses folgt einem anderen Schema.

So unpopulär es auch ist: Nehmen Sie sich die Zeit und gleichen Sie die Anleitung der jeweiligen Komponente mit unserer ab. Auch hier lohnt es sich, am Anfang etwas mehr Zeit zu investieren – wenn Sie dann wirklich mit dem Schrauben beginnen, sind die meisten Ungereimtheiten geklärt und Sie ersparen sich unnötigen Stress.

Sollte Ihr PC nach dem Zusammenbau übrigens nicht starten, ist das kein Grund zur Panik – häufig lässt sich das Problem schnell lösen und nur in seltenen Fällen ist unseren Erfahrungen nach eine Komponenten defekt. Was die gängigsten Fehlerquellen sind und wie Sie Ihren PC dennoch ans Laufen bekommen, behandeln wir in einem separaten Artikel unter dem folgenden Link:

Der PC startet nicht - Erste Hilfe bei Start-Problemen

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