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Auf geht's

SSD-Festplatten für Spieler - schnell, schneller... SSD

Kaum eine Komponente bringt so viel gefühlten Geschwindigkeitszuwachs für Ihren PC wie eine SSD-Festplatte. Wir haben acht aktuelle Modelle im Test.

von Florian Klein,
22.07.2010 12:00 Uhr

Wer seinen PC aufrüsten will, denkt in der Regel zuerst an Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafikkarte. Einen bislang häufig unterschätzter Aufrüstweg bieten aber auch die zunehmend verbreiteten SSD-Festplatten, die auf Flash-Speicherchips statt auf rotierende Magnetscheiben setzen. Zwar wirken die typischen SSDs mit Speichergrößen zwischen 30 und 256 GByte gegenüber herkömmlichen Festplatten mit bis zu zwei Terabyte Speicher winzig, allerdings arbeiten SSD-Festplatten in fast allen Situationen sehr viel schneller als die traditionellen Laufwerke. Der Geschwindigkeitszuwachs, den eine SSD Ihrem PC beschert, lässt sich mit Benchmarks zwar nur teilweise ausdrücken. Wer es einmal erlebt hat, möchte die enorm gestiegene Reaktionsgeschwindigkeit seines Systems aber nicht mehr missen.

Nach anfänglichen Kinderkrankheiten sind die meisten SSDs mittlerweile durchaus ausgereift. Grund genug, Ihnen Hintergrundinformationen zur Technik zu liefern sowie acht aktuelle SSD-Festplatten auf Spiele- und Alltagstauglichkeit zu testen.Nach anfänglichen Kinderkrankheiten sind die meisten SSDs mittlerweile durchaus ausgereift. Grund genug, Ihnen Hintergrundinformationen zur Technik zu liefern sowie acht aktuelle SSD-Festplatten auf Spiele- und Alltagstauglichkeit zu testen.

SSD-Grundlagen

Mit Hilfe eines Einbaurahmens passen die meist im 2,5-Zoll-Notebook-Format gefertigten SSDs auch in reguläre PC-Schächte (3,5 Zoll).Mit Hilfe eines Einbaurahmens passen die meist im 2,5-Zoll-Notebook-Format gefertigten SSDs auch in reguläre PC-Schächte (3,5 Zoll).

In der Regel haben SSD-Festplatten ein kleineres Gehäuse als die gewohnten 3,5-Zoll-Festplatten für Desktop-PCs und werden im Notebook-typischen 2,5-Zoll-Format verkauft. SSD steht für »Solid State Drive« (deutsch: Festspeicherlaufwerk), da es keine beweglichen Teile wie die rotierenden Magnetscheiben herkömmlicher Festplatten gibt. Stattdessen speichern SSDs die Daten in Flash-Speicherchips, ähnlich wie USB-Sticks oder MP3-Player. Im Gegensatz dazu können SSDs aber mehrere Flash-Speicherzellen gleichzeitig lesen oder beschreiben und haben mit der SATA2-Schnittstelle eine wesentlich schnellere Anbindung zum PC als USB-Geräte.

Außerdem sind sie wesentlich robuster als herkömmliche Festplatten, weil sie keine beweglichen Teile wie etwa Leseköpfe besitzen. Und sie verbrauchen deutlich weniger Strom, weil folglich kein Motor zum Antreiben von Scheiben und Köpfen benötigt wird. Aus dem gleichen Grund arbeiten SSDs vollkommen geräuschlos.

SSD-Probleme

OCZ Vertex : Die ersten SSDs wurden mit zunehmender Nutzung immer langsamer. Moderne SSDs haben das Problem nicht mehr.OCZ Vertex
Die ersten SSDs wurden mit zunehmender Nutzung immer langsamer. Moderne SSDs haben das Problem nicht mehr.

Die ersten SSDs wurden von einem Phänomen geplagt, das mit zunehmender Nutzungsdauer für stetig abnehmende Leistung sorgte. Der Hintergrund: Wenn Sie unter Windows eine Datei löschen, wird die Datei Sektor, in dem Daten gespeichert waren, nicht tatsächlich von der Festplatte gelöscht, sondern nur als gelöscht und zum erneuten Beschreiben bereit markiert. Bei herkömmlichen Festplatten ist das kein Problem, da die entsprechenden Sektoren einfach überschrieben werden können. Bei SSDs muss dieser Bereichaber zunächst tatsächlich gelöscht werden, bevor neue Daten darin gespeichert werden können.

Intel X25-M G2 : Ohne Gehäuse erkennen Sie gut die Speicherchips (rechteckig) sowie den Controller-Chip (quadratisch).Intel X25-M G2
Ohne Gehäuse erkennen Sie gut die Speicherchips (rechteckig) sowie den Controller-Chip (quadratisch).

Nach einiger Zeit intensiver Nutzung ist eine SSD also komplett gefüllt, entweder mit aktuellen oder mit bereits zum Löschen freigegebenen Daten. Wenn das Betriebssystem dann eine neue Datei auf die SSD schreiben will, muss der Controller-Chip der SSD den zwar als frei markierten, aber noch nicht wirklich gelöschten Bereich erst einlesen, verändern und dann mit den neuen Daten zurück in die Speicherzellen schreiben. Das kostet spürbar mehr Zeit als bei einer fabrikneuen SSD, die Daten direkt in freie Speicherzellen schreiben kann. Dazu kommt, dass sich die Speicherbereiche aufgrund technischer Gegebenheiten nur in ganzen Blöcken von 512 KByte löschen lassen. Selbst wenn Sie also nur eine winzige Datei von einem KByte speichern wollen, muss die SSD zunächst die gesamten 512 KByte (gefüllt sowohl mit aktuellen als auch zum Löschen freigegebenen Dateien) des entsprechenden Speicherblocks lesen, die alten Daten löschen, die neue Datei hinzufügen und dann den gesamten Block zurückschreiben. Daher brach die Leistung der ersten SSDs nach einiger Zeit deutlich ein.

Abhilfe schafften zunächst speziell vom Hersteller entwickelte Reinigungsprogramme, die alle vom Betriebssystem gelöschten Daten auch wirklich von der SSD entfernten. Der Controller der SSD selbst hatte nämlich keine Möglichkeit zu erkennen, welche Daten nun aktuell und welche vom Betriebssystem zum Löschen freigegeben waren -- die Funktionalität war bei herkömmlichen Festplatten schlichtweg nie nötig.

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