Star Citizen - Technik-Analyse: Übernimmt sich Chris Roberts?

Wir fühlen Chris Roberts Plänen auf den Zahn: Ist Star Citizen überhaupt wie geplant umsetzbar? Und kommt vielleicht doch noch ein Downgrade?

von Nils Raettig,
18.07.2017 08:00 Uhr

Die Pläne für Star Citizen sind extrem ambitioniert. Ob die technische Basis da mithalten kann und wie die Pläne für die Zukunft aussehen, haben wir vor Ort bei Foundry 42 untersucht.Die Pläne für Star Citizen sind extrem ambitioniert. Ob die technische Basis da mithalten kann und wie die Pläne für die Zukunft aussehen, haben wir vor Ort bei Foundry 42 untersucht.

Wenn es um Star Citizen geht, scheiden sich die Geister. Die einen beschweren sich über die in ihren Augen viel zu lange Entwicklungszeit mit zu geringen Fortschritten und glauben nicht daran, dass das Spiel in den nächsten zwanzig Jahren fertig wird. Die anderen sind von den ambitionierten Plänen begeistert und fest davon überzeugt, dass die Visionen von Chris Roberts früher oder später genau so wie geplant Wirklichkeit werden – und dass sie es verdienen, ihnen Zeit zu lassen.

Die Wahrheit liegt vermutlich wie so oft irgendwo dazwischen. Um besser bestimmen zu können, wo sie genau liegt, sind wir im Rahmen unserer großen Plus-Titelgeschichte zur Alpha 3.0 den Star Citizen-Entwicklern vor Ort im Studio Foundry 42 und Chris Roberts per Skype-Interview mit jeder Menge Fragen auf die Pelle gerückt. Was wir alles in Frankfurt zu sehen bekommen haben und welche sehr interessanten Antworten wir auf unsere Fragen nach den Systemanforderungen, der technischen Machbarkeit und den Zukunftsplänen bekommen haben, erfahren Sie in unserer Plus-Sektion.

Jetzt die Technik-Analyse zu Star Citizen lesen

Für einen groben Überblick seien an dieser Stelle aber bereits fünf Gründe genannt, die Star Citizen technisch zu einem außergewöhnlichen Spiel machen – auch wenn es wohl noch Jahre dauern wird, bis es wirklich fertig ist.

Hinweis für Heftleser
Unsere Titelgeschichten zur Alpha 3.0 sowie zur Technik von Star Citizen erscheinen auch in der GameStar-Ausgabe 08/2017, ab dem 19. Juli am Kiosk.

Fünf Gründe, sich auf die Technik von Star Citizen zu freuen

  1. Die Skalierbarkeit der Welt. Wir kennen Planetenoberflächen, Raumstationen und Monde aus Spielen. Aber um vom einen zum anderen zu gelangen, mussten Spiele bislang immer schummeln, etwa per Teleportation oder per Ladebalken. Dank 64 Bit und Object Container Streaming ist das in Star Citizen nicht nötig. Und wer das einmal selbst erlebt hat, der will nie wieder einen Ladebalken in einem Spiel sehen.
  2. Das komplette Umkrempeln der CryEngine. Damit meinen wir nicht nur unumgängliche Änderungen wie die angesprochene 64-Bit-Unterstützung, sondern auch den unbedingten Ehrgeiz der Entwickler, dafür zu sorgen, dass die Engine alle vorhandenen Hardware-Ressourcen so gut wie möglich ausnutzt.
  3. Die Liebe zum Detail. Egal, ob es um eine abwechslungsreiche Gestaltung der Planeten- und Mond-Oberflächen, um authentische Bewegungen und Blickrichtungen von Quest-Gebern wie Miles Eckhart oder um Interaktionsmöglichkeiten mit allen Objekten in einem bestimmten Raum geht – die Entwickler von Star Citizen haben stets das Ziel, eine lebensnahe und abwechslungsreiche Welt zu erschaffen.
  4. Die neue Server-Struktur. Auch in Sachen maximaler Spielerzahl sind die Pläne von Cloud Imperium Games und Foundry 42 mehr als ambitioniert: Tausende Spieler sollen sich in einer großen Welt tummeln können. Möglich wird das unter anderem durch die Vernetzung von vielen verschiedenen Servern und einen nahtloser Serverwechsel im Hintergrund – wenn denn alles nach Plan verläuft.
  5. Der Fokus auf den PC. Selbst wenn nicht völlig auszuschließen sein sollte, dass Star Citizen irgendwann einmal für eine ausreichend leistungsstarke Konsole erscheint, steht eines fest: Star Citizen wird für den PC gemacht. Das ermöglicht den Entwicklern Freiheiten und Ressourcen, die sie andernfalls nicht in dieser Form hätten, und das merkt man schon in diesem immer noch frühen Stadium der Entwicklung.

Jetzt weiterlesen: Das verrät unsere Technik-Analyse

- Warum dauert die Entwicklung von Star Citizen so lange?
- Sind die ambitionierten Ziele technisch überhaupt umsetzbar?
- Kommt es früher oder später zum »Downgrade«?
- Welche Hardware braucht man voraussichtlich mindestens zum Spielen?
- Was ist von der CryEngine noch übrig?
- Worin bestehen die wichtigsten Änderungen der Engine?

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