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Star Wars: The Old Republic im Test - Kontrollbesuch zum Star Wars-MMO

Wie spielt sich Star Wars: The Old Republic nach der Free2Play-Umstellung? Und was hat sich seit dem Serverstart Ende 2011 sonst noch getan? Das klären wir in unserem großen Kontrollbesuch.

von Sebastian Klix,
02.12.2012 11:00 Uhr

Star War: The Old Republic - Kontrollbesuch-Video 7:09 Star War: The Old Republic - Kontrollbesuch-Video

Nach zahlreichen Patches, Updates und der Free2Play-Umstellung haben wir Star Wars: The Old Republic erneut geprüft. An der Wertung hat sich nichts geändert, lediglich Details bei den Wertungskategorien sind neu. Mehr dazu lesen Sie im Wertungskasten . Einen neuen Meinungskasten zum Nachtest lesen Sie im Fazit. Den ursprünglichen Test-Text finden Sie hier .

338 Tage. Nicht einmal ein ganzes Jahr lang hielt sich Star Wars: The Old Republic mit seinem klassischen Abo-Modell auf dem stetig wachsenden Markt der Online-Spiele. Die anfängliche Euphorie rund um eine der teuersten Spielproduktionen aller Zeiten lockte über 1,7 Millionen aktive Spielern auf die Server, doch genauso rasch sank die Zahl der Abonnenten wieder. Mit ein Grund: der mangelnde Endgame-Content zum Severstart.

Irgendwann nannten Bioware und Electronic Arts keine Spielerzahlen mehr, stattdessen gab‘s Reinschnupper-Wochenenden, Gratis-Abenteuer bis Stufe 15 und Freimonate für ausgestiegene Veteranen. Und dann kam schließlich doch die Ankündigung, mit der viele Spieler trotz aller Dementi schon gerechnet hatten: Star Wars: The Old Republic wird Free2Play. Wobei man aber auch nach wie vor ein Abo für 11 bis 13 Euro pro Monat abschließen kann.

Wie kostenlos ist das Jedi-Abenteuer also nun wirklich? Führt für ein vernünftiges Spiel nach wie vor nichts an einem Abo vorbei? Ist das MMO mittlerweile umfangreich genug, damit sich das überhaupt lohnen würde? Und winkt besser betuchten Spielern im neuen Ingame-Shop der siebte Pay2Win-Himmel? Wir haben’s uns angeschaut und berichten live aus dem galaktischen Kern.

Free2Play bis Level 50: Spaß oder Qual?

»Die komplette Story von Level 1 bis 50. Kostenlos«. Das verspricht die Free2Play-Umstellung, und das hält sie auch: Alle Planeten, Quests, Begleiter, Fähigkeiten & Co. stehen für lau zur Verfügung. Natürlich hat Bioware trotzdem einige Einschränkungen vorgenommen. Das beginnt bereits bei der Charaktererstellung: Zwar sind alle Klassen, nicht jedoch alle Rassen kostenlos spielbar. Das ist rein optischer Natur und daher kein großes Problem. Gleiches gilt auch für die meisten anderen Restriktionen, wenn auch nicht alle.

Allgemein gilt: Spieler, die nicht zahlen wollen, brauchen einfach länger. Sie bekommen erst später Zugriff auf Gleiter (»Mounts«), ihre Schnellreise-Funktion hat eine längere Abklingzeit, und sie dürfen sich nicht per Medi-Sonde direkt am »Unglücksort« wiederbeleben. Der größte Nachteil aber: Gratisspieler erhalten ab Stufe 10 weniger Erfahrungspunkte für absolvierte Quests & Co. In ein auftragsloses »Grinding-Loch« fällt man so aber auch als Free2Play-Spieler nicht, vorausgesetzt, man grast die einzelnen Planeten gründlich ab.

SW:TOR - Unterschiede beim F2P-Modell 2:39 SW:TOR - Unterschiede beim F2P-Modell

Die alte Republik unterscheidet zudem zwei Arten von Free2Play-Spielern. Veteranen werden automatisch in den »bevorzugten Status« erhoben. Der einmalige Kauf von Kartell-Münzen, der neuen Echtgeld-Währung, für 4 Euro gewährt den Status ebenfalls. Wer längere Zeit im Spiel verbringen möchte, sollte dies auch tun, denn so fallen einige Nervfaktoren weg: Das Credit-Limit steigt auf 350.000, die Wartezeit im allgemeinen Chat entfällt, dazu gibt’s ein Bankfach, die Sprintfunktion ab Stufe 1 und die Möglichkeit, mit anderen Spielern direkt zu handeln. Zudem dürfen die Crewmitglieder »bevorzugter« Spieler zwei statt nur einer Handwerksfähigkeit lernen. Bei Abo-Spielern sind‘s hingegen drei. Die meisten Einschränkungen deuten darauf hin, dass EA so Bots und Goldsellern ein wenig entgegenwirken möchte.

Rassenwahl Auch als Free2Play-Spieler stehen einem alle Klassen zur Verfügung. Weitere Rassen müssen wir jedoch hinzukaufen.

Schnellleisten Nagt deutlich an der Spielbarkeit: Kostenlos-Spielern stehen derzeit standardmäßig nur zwei Quickslot-Leisten zur Verfügung. Das Limit soll demnächst auf vier Stück angehoben werden.

Erfahrung Wer nicht zahlt, bekommt weniger Erfahrungspunkte. Durch XP-Boosts aus dem Shop lässt sich das temporär umgehen. Gelegentlich bekommen wir diese Boosts auch über Quests.

Reisen Gleiter stehen uns als Nicht-Abonnent erst später zur Verfügung. Zudem haben die Schnellreise und der Flottenpass eine deutlich höhere Abklingzeit.

Als bevorzugter Spieler und Solist lässt sich SWTOR bis zur Höchststufe 50 recht ordentlich spielen. Sauer aufgestoßen ist uns aber die Beschränkung auf nur zwei Schnellzugriffsleisten, zumal die Spielbarkeit damit auch von Klasse und Spezialisierung abhängt. Für den Erwerb der kompletten Benutzeroberfläche bittet EA zur Kasse -- fragwürdig. Dass das Ganze keine gute Idee war, hat man mittlerweile aber wohl erkannt und will mit einem kommenden Update Free2Play-Spielern insgesamt vier Leisten gönnen. Die reichen für eine vernünftige Bedienbarkeit aus.

Schließlich bekommen Kostenlos-Spieler noch ein Limit aufgebrummt, wie oft sie an Flashpoints (3), Kriegsgebieten (5) und auch Weltraum-Missionen (3) teilnehmen können. Raid-Operationen bleiben Gratis-Helden gleich komplett verwehrt. Flashpoints hingegen können grundsätzlich auch öfter besucht werden, allerdings erhalten wir dann keine Gegenstände mehr von besiegten Bossen.

SW:TOR - Trailer zum Free2Play-Launch 1:00 SW:TOR - Trailer zum Free2Play-Launch


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