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Star Trek - Filmkritik - Die alte Crew, neue Schauspieler

Mit geballter Action und viel Humor entstaubt J.J. Abrams das Serien-Fossil Raumschiff Enterprise und schlachtet dabei einige heilige Kühe. GameStar hat sich den Film vorab angeschaut.

von Christian Merkel,
06.05.2009 09:44 Uhr

Der letzte Trekkie-Streifen Star Trek: Nemesis (2002) hatte in den USA nur etwa 35 Millionen Euro eingespielt - im Vergleich zu den Vorgängern das schlechteste Ergebnis. Die Filmfirma Paramount stand also vor der Entscheidung, eine ihrer bekanntesten Marken einzudampfen oder einen kompletten Neuanfang zu wagen. Nachdem 2005 Batman Begins zeigte, wie man eine schwächelnde Serie wieder zum Erfolg führt, sollte Star Trek einen ähnlichen Weg einschlagen: 2006 beauftragte Paramount Serienspezialisten J.J. Abrams (Lost, Alias), der gerade mit Mission: Impossible III seinen ersten Kinofilm als Regisseur absolviert hatte, mit der Umsetzung.

Der Gegenspieler: Nero (Eric Bana)Der Gegenspieler: Nero (Eric Bana)

Die NCC-1701 hat sich kaum geändert (zumindest von außen).Die NCC-1701 hat sich kaum geändert (zumindest von außen).

Wie auch bei Batman Begins geht es zurück zu den Wurzeln: Unter dem schlichten Titel Star Trek beschreibt der Streifen die Anfänge der Enterprise – also die Zeit, kurz bevor die Handlung der Fernsehserie Raumschiff Enterprise aus den Jahren 1966 bis 1969 einsetzt. Es gibt also ein Wiedersehen mit Kirk, Spock, Scotty, Uhura, Pille und Co; allesamt neu besetzt mit jungen Schauspielern, die J.J. Abrams vor allem aus erfolgreichen US-Fernsehserien oder schmalzigen Teenie-Filmen abgeworben hat. Der Kirk-Darsteller Chris Pine wurde durch Auftritte in Zum Glück geküsst und CSI bekannt, während der Spock-Mime Zachary Quinto als Sylar in der Serie Heroes deutschen TV-Zuschauern ein Begriff ist.

Star Trek: Der Film ansehen

James T. Kirk (Chris Pine)James T. Kirk (Chris Pine)

Als Hauptüberraschung des neuen Star Trek entpuppen sich die Verrenkungen der Drehbuchschreiber, um moderne Elemente und alte Bekannte unter einen Hut bekommen. Die Schreiberlinge finden sogar eine Erklärung, um sich einen Freifahrtsschein für alle Biographieabweichungen der Helden und groben Änderungen im Universum auszustellen: Die Handlung wird einfach in eine alternative Zeitachse verlegt. Wahre Trekkies werden jetzt laut aufstöhnen, dass der neue Star-Trek-Streifen dann so gar nichts mehr mit dem Ur-Raumschiff-Enterprise zu tun haben wird. Doch langjährige Fans haben die Macher gar nicht im Visier, denn die sorgten schon bei Nemesis nicht für klingelnde Kinokassen: In erster Linie junge Leute sollen den Weg ins Kino finden. Nostalgiker hingegen bedient man vor allem mit bekannten Charakteren, Anspielungen und Zitaten, aber nicht mit einem klassischen Trekkie-Film.

» Lesen Sie die Fortsetzung der Kritik zu Star Trek auf Seite 2


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