Steam macht mehr Umsatz - Discovery-Update 2.0 laut Valve ein voller Erfolg

Valve wollte mit dem Discovery-Update 2.0 die Sichtbarkeit der Spiele für potenzielle Käufer auf Steam erhöhen. Die Design-Änderungen haben offenbar gegriffen: Unter anderem wurde die Anzahl der Verkäufe gesteigert.

von Tobias Ritter,
09.02.2017 13:21 Uhr

Überfüllung von Steam - »Dein Steam-Spiel interessiert erst mal kein Schwein« PLUS 19:54 Überfüllung von Steam - »Dein Steam-Spiel interessiert erst mal kein Schwein«

Steam hat ein Problem: Die Nutzeroberfläche ist auf die wahre Flut an Neuerscheinungen und bereits über die Plattform veröffentlichten Spielen nicht mehr ausgelegt. Valve hat dem zunehmenden Unmut der Entwickler über die Unsichtbarkeit ihrer Titel zuletzt durch das Discovery-Update 2.0 entgegen gesteuert.

Die Aktualisierung hat vor allem einige Design-Anpassungen mit sich gebracht, darunter eine ersichtlichere Kennzeichnung für Sonderangebote. Außerdem gibt es eine erweiterte Leiste für den Schnellzugriff, eine Übersicht der zuletzt angesehenen Produkte sowie überarbeitete Buttons für die Navigation.

Discovery-Update für Valve ein Erfolg

All diese Änderungen haben offenbar die gewünschte Verbesserung gebracht: Wie Valve gegenüber seinen Geschäftspartnern verraten hat, hatte das jüngste Discovery-Update signifikante Auswirkungen auf die Anzahl der gesehenen und letztlich gekauften Spiele.

Die Zahlen in der Übersicht:

  • 46 Prozent mehr Spiele wurden den Kunden auf der Steam-Frontseite angezeigt
  • die Verkäufe aus der sogenannte »Main-Capsule« stiegen um 27 Prozent an
  • das »Empfohlen durch Freunde«-Element steigerte die Conversion-Rate auf nun 15 Prozent - die höchste Rate aller Bereiche auf der Frontseite

Auch die Anzahl der Käufe pro Steam-Nutzer konnte gesteigert werden: Im Durchschnitt kauft jeder Kunde nun 8,3 Pakete (eines oder mehrere Spiele im Verbund) im Jahr - das ist doppelt so viel wie vor dem Discovery-Update.

Mehr Spiele erreichen Erfolgs-Meilenstein

Insgesamt blickt Valve deshalb auch positiv auf das Jahr 2016 zurück. Das Unternehmen legt die Marke von 200.000 US-Dollar Steam-Umsatz für ein Spiel als Benchmark für den Erfolg an - und verrät, dass 2016 mehr Spiele als jemals zuvor diesen Meilenstein erreicht hätten.

Allerdings sieht sich der Steam-Betreiber auch noch nicht am Ende angelangt: Es werde auch weiterhin eine wichtige Aufgabe bleiben, die Sichtbarkeit jeder Art von Spiel auf Steam zu erhöhen. Konkrete Details wurden aber nicht verraten.

Neues Design und mehr: Das hat das Discovery-Update 2.0 an Steam verändert

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