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Auf geht's

Stellaris - Sternstunde für Strategen

Stellaris erscheint im Mai, wir haben uns auf der Game Developers Conference vom aktuellen Stand des Weltraum-Strategiespiels überzeugt.

von Michael Graf,
23.03.2016 04:02 Uhr

Stellaris - Trailer: Das ist das Release-Datum 2:17 Stellaris - Trailer: Das ist das Release-Datum

Auf der letzten Gamescom habe ich Stellaris zu meinem Spiel der Messe erklärt, danach aber - abgesehen von Entwickler-Tagebüchern und einigen Previews ohne neue Erkenntnisse - nichts mehr davon gesehen. Bis Anfang März das Telefon klingelte: Paradox möchte sein Weltraum-Strategiespiel auf der Game Developers Conference zeigen, ob ich da vielleicht Zeit hätte? Vielleicht?! Um mit Tychus Findlay zu sprechen: »Hell, it's about time!«

Was die Entwickler auf der GDC zeigen, ist nicht grundlegend neu - die wesentlichen Infos, etwa zu den drei Spielphasen von Stellaris - hatte Paradox schon auf der Gamescom enthüllt. Was die GDC-Demo allerdings belegt, ist, dass die damaligen Versprechen tatsächlich ein Spiel ergeben. Während Henrik Fahraeus, der Grand-Strategy-Guru von Paradox, in Köln zwar Spielbares zeigte, aber hauptsächlich von Ideen erzählte, demonstrieren seine Kollegen in San Francisco, wie fertig Stellaris schon ist. Wir werfen sogar einen kurzen Blick in eine studiointerne Multiplayer-Partie.

Es wird also. Die Spielelemente sind verzahnt, und das sollten sie auch sein, schließlich erscheint Stellaris bereits im Mai. Und das ist schon mal eine sehr gute Nachricht. Wer genauer wissen will, was es auf der GDC zu sehen gab - nun, der liest einfach weiter.

Der namhafte Konkurrent: So mausert sich Master of Orion

Stellaris - Screenshots ansehen

Auf geht's im Eierkopfkreuzer

  • Die erste und wichtigste Erkenntnis: Auch wenn Paradox verspricht, dass Stellaris zugänglicher wird als Europa Universalis 4 und Crusader Kings 2, sind die Menüs vollgeladen mit Werten und Symbolen. Wer Stellaris wirklich beherrschen will, muss viele Systeme verstehen, die ineinander greifen. Etwa, wie die Eigenschaften eines außerirdischen Volkes die Diplomatie beeinflussen. Oder wie sich die Vorlieben unserer Bevölkerung auf die Innenpolitik auswirken.
  • Stellaris wirkt dadurch längst nicht so klar und zugänglich wie das neue Master of Orion, und auch nicht so verspielt. Die Menüs sind nüchterner, es gibt keine animierten Berater oder Ähnliches. Dafür wird Stellaris aber wesentlich komplexer. Ob er sich da einarbeiten möchte, muss jeder Spieler für sich entscheiden.
  • Zum Spielbeginn suchen wir uns entweder eine vorgefertigte Spezies aus oder basteln eine eigene. Wer Letzteres wählt, darf das Porträt, das Wappen und vor allem die Eigenschaften des Volkes bestimmen. Mit Nachteilen wie »einzelgängerisch« (unglücklichere Bevölkerung) oder »abstoßend« (erschwerte Diplomatie) erkaufen wir uns Boni wie »schnelle Brüter« (erhöhtes Bevölkerungswachstum) oder »intelligent« (beschleunigte Forschung).
  • Wer die Menschen spielt, startet tatsächlich im realistisch nachgebauten Sonnensystem mit allen acht Planeten. Zwergplanetenfreunde müssen allerdings keine Angst haben: Pluto ist auch drin, genauso wie einige größere Asteroiden, darunter Ceres.

Die Kamera lässt sich frei drehen und zoomen, so können wir uns auch die Schlachten von Nahem anschauen. Eingreifen dürfen wir hier aber nicht, die Gefechte verlaufen automatisch.Die Kamera lässt sich frei drehen und zoomen, so können wir uns auch die Schlachten von Nahem anschauen. Eingreifen dürfen wir hier aber nicht, die Gefechte verlaufen automatisch.

  • Die Spielgrafik ist komplett dreidimensional, man kann die Kamera stufenlos drehen und von einzelnen Planeten bis zur Ansicht der (in der GDC-Präsentation riesigen) Galaxis mit ihren Hunderten Sonnensystemen zoomen.
  • Die erste Spielphase dreht sich darum, mit einem Forschungsschiff die (in galaktischen Maßstäben) nähere Umgebung zu erkunden. Der Eierkopfkreuzer kann Planeten und andere Himmelskörper scannen - wie effektiv er dabei ist, hängt von den Fähigkeiten des Kapitäns ab
  • Bei den Scans findet man nicht nur heraus, welche Welten bewohnbar sind, sondern kann auch Ressourcen entdecken (die sich später mit anderen Völkern handeln lassen und besondere Vorteile oder sogar Gebäude freischalten). Oder wir finden Anomalien.
  • Anomalien können den Anfang mehrstufiger Auftragsketten markieren, oder einfach Belohnungen abwerfen, etwa Forschungspunkte oder sogar einzigartige Technologien. Jede Anomalie möchte aber erst mal genauer vom Forschungsschiff untersucht werden, was auch scheitern kann - die Chance hängt ebenfalls von den Fähigkeiten des Kapitäns ab.
  • Apropos: Geforscht wird in den drei Kategorien Gesellschaft, Physik und Konstruktion. Nach jedem erreichten Fortschritt werden im zugehörigen Bereich drei weitere ausgewürfelt, doch nur einen davon darf man sich als nächstes Forschungsziel aussuchen. Welche Technologien der Generator ausspuckt, hängt von den Fähigkeiten der Forscher ab, die im jeweiligen Feld arbeiten. Laserexperten führen beispielsweise zu mehr Laserwaffen-Fortschritten.

Das dritte Weltraumspiel im Bunde: Was uns in Endless Space 2 erwartet

Im Werft-Baukasten legen wir die Ausrüstung unserer Schiffe fest.Im Werft-Baukasten legen wir die Ausrüstung unserer Schiffe fest.

Erstkontakt! Feuer frei!

  • Wer auf der Forschungsreise auf (immer zufallsgenerierte!) außerirdische Lebensformen trifft, weiß erst mal nur, dass sie genau das sind: außerirdisch. Nun muss man erst mal durch ein spezielles Forschungsprojekt herausfinden, ob es sich um eine intelligente Spezies handelt - oder um Weltraummonster, die keine Planeten besiedeln, sondern einfach munter mordend durchs All ziehen. Doch auch mit einem intelligenten Volk kann es erst mal kräftig krachen, schließlich kann man anfangs noch nicht miteinander reden.
  • Neben regulären Rivalen und Bestien verteilt Stellaris verfallene Imperien in der Galaxis: Uralte Völker, die iauf dem absteigenden Ast sind und nicht mehr expandieren, aber immer noch groß und mächtig sind. Diese Urvölker beschützen dann beispielsweise »heilige Welten« - wer die besiedelt, hat ihre Flotte am Hals. Falls es ein Spieler eines dieser Imperien besiegt, erntet er aber wertvolle, anderweitig unerreichbare Technologien.
  • Kämpfe laufen wir in Europa Universalis 4 und Crusader Kings 2 automatisch auf, dank der 3D-Grafik kann man aber weit hereinzoomen und den Raumschiffen zuschauen, wie sie Raketen und Lasersalven austauschen.
  • Eingreifen kann man in die Kämpfe nicht, wohl aber via Editor die Ausrüstung der eigenen Schiffe anpassen.

Von der Galaxis ... Wenn wir weiter herauszoomen, sehen wir die Ausdehnung der Imperien auf der Sternenkarte.

... zum Planeten Jeder Alien-Typ stellt andere Anforderungen an seinen Lebensraum. Auf solchen Vulkanwelten wird's aber wohl für alle schwierig.

  • Welche Planeten man kolonisieren kann, hängt von der eigenen Spezies ab. Grundsätzlich gibt es drei Grundtypen: Menschenähnliche, Insektenähnliche und Pilzwesen. Jeder Typ hat eigene Ansprüche an seinen Lebensraum.
  • Wer auf einem Planeten ein eingeborenes Volk entdeckt, das noch nicht in den Weltraum fliegen kann, kann es entweder in Ruhe lassen, heimlich beobachten (bringt Forschungspunkte), in die eigene Allianz aufnehmen oder per Gentechnik, ähem, umgestalten, um eine Sklavenrasse zu erschaffen - die andere Welten besiedeln kann als die eigene. Alternativ kann man andere Spezies auch einfach erobern.
  • Imperien aus mehreren Spezies haben also Vorteile, weil sie mehr Planeten bewohnen können, aber auch Nachteile, weil es zwischen den Wesenstypen Spannungen geben kann.
  • Jedes Volk hat bestimmte Wesenszüge, die eigenen legt man zum Spielstart fest. Diese Attribute bestimmen unter anderem diplomatische Beziehungen. Fremdenfeindliche Spezies sind logischerweise weniger umgänglich als offenherzige, kriegerische weniger geduldig als pazifistische. Diese Wesenzüge können zu unzähligen Kombinationen führen - beispielsweise treffen wir auf »fanatische Individualisten«, die gewissermaßen als Kreuzritter die Demokratie in der Galaxis verbreiten wollen. »Xenophile« Völker wiederum mögen alles, was Fremdartig ist, und lehnen es daher kategorisch ab, andere Spezies als Sklaven zu halten.

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