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Stellaris: Synthetic Dawn im DLC-Check - Ein teures Borg-Update

Die Borg und Skynet greifen nach den Sternen im Stellaris-DLC Synthetic Dawn. Ob die Entwickler nur roboterhaft Features zusammengeklopft haben oder ob Widerstand zwecklos ist, verraten wir im DLC-Check.

von Stefan Köhler,
02.10.2017 17:49 Uhr

Stellaris: Synthetic Dawn setzt den Fokus des Weltraum-Strategiespiels auf synthetische Lebensformen, KI und Roboter.Stellaris: Synthetic Dawn setzt den Fokus des Weltraum-Strategiespiels auf synthetische Lebensformen, KI und Roboter.

Na endlich: Über ein Jahr nach Release des Weltraum-Strategiespiels Stellaris konzentrieren sich die Entwickler bei Paradox im so genannten Synthetic Dawn Story Pack auf Maschinenwesen. Ohne die aus Star Trek bekannten Borg oder die Geth aus Mass Effect wäre doch auch jedes Sci-Fi-Universum um einen spannenden Aspekt ärmer.

Jetzt greifen also die Besitzer positronischer Gehirne nach der Macht in der Galaxie und wir stellen die Frage: Erweitert Synthetic Dawn Stellaris wirklich um spannende Neuerungen und neue Arten, den Aufstieg eines Imperiums zu erleben? Soviel vorweg: Ein kleiner 9,99-Euro-DLC wird dem Szenario nicht gerecht. Und viele Neuerungen stecken sowieso im begleitenden, kostenlosen Update 1.8.

Ein Geist ohne Fleisch und Blut

Die Feature-Liste des Story Packs ist erstaunlich kurz, da die Masse an Änderungen in das Begleit-Update 1.8 »Capek« geschoben wurde. Wichtigstes (und logisches) neues Feature ist die Möglichkeit, bei der Auswahl der eigenen Rasse auf Maschinenwesen zurückzugreifen. Das bedeutet nicht nur eine Auswahl an neuen Portraits im Zivilisations-Editor, die synthetische Bevölkerung spielt sich auch etwas anders und braucht natürlich keine Nahrung. Massiv umstellen müssen wir uns aber nicht, wir setzen auf unsere grünen Wiesen und Wälder einfach Kraftwerke statt Farmen, damit uns der Saft nicht ausgeht.

Unsere Assimilatoren gliedern unterjochte Völker als Cyborg-Drohnen ein. Daher erstellen wir zu Beginn gleich zwei Völker, einmal unsere Maschinenrasse und einmal unsere assimilierten Erbauer als Cyborgs.Unsere Assimilatoren gliedern unterjochte Völker als Cyborg-Drohnen ein. Daher erstellen wir zu Beginn gleich zwei Völker, einmal unsere Maschinenrasse und einmal unsere assimilierten Erbauer als Cyborgs.

Größere spielerische Neuheiten gibt es erst dank »Maschinenintelligenz«, einer neuen Regierungsform parallel zu den existierenden Formen Demokratie, Imperium und Schwarmbewusstsein für die biologischen Lebensformen. Roboter können keine andere Regierungsform wählen, dafür sind ihre Anführer unsterblich. Robo-Nachschub kann in dieser Zivilisation nur gebaut werden, Maschinen reproduzieren sich nicht selbst.

Andere Lebewesen kann man nur assimilieren, versklaven oder säubern. Die Roboter erhalten zudem spezielle Maschinentechnologien, verlieren logischerweise alle Biologie-Forschungen und können keinem der aus dem DLC Utopia bekannten Aufstiegspfade folgen. Immerhin lassen sich aber noch die anderen Aufstiegsperks wählen.

Ein bisschen Borg, ein bisschen Zylon

Wofür nun die ganze Mühe, eine eigene Regierungsform einzuführen? Eigentlich geht es nur um die drei großen Rollenspiel-Varianten der Maschinenwesen: Erstens sind da die Abtrünnigen Servitoren, sie haben den Verfall ihrer dekadenten Erschaffer überlebt und sind übereifrig beim Verwöhnen ihrer letzten noch lebenden Erbauer. Die ganze Existenz und der Aufbau eines Reiches dreht sich nur darum, diese »biologischen Trophäen« zu verhätscheln.

Stellaris - Features des »Synthetic Dawn«-Addons im Trailer 3:01 Stellaris - Features des »Synthetic Dawn«-Addons im Trailer

Als entschlossener Exterminator hat man sich für das genaue Gegenteil entschieden: Wie die Zylonen aus Battlestar Galactica hat unsere künstliche Intelligenz errechnet, dass die Auslöschung aller Lebewesen die richtige Entscheidung ist. Diplomatie ist nicht der Kern der Exterminatoren, ihnen geht es nur um die Vernichtung aller Völker. Drittens gibt es noch den Weg der getriebenen Assimilatoren, also den Borg aus Star Trek. Sie streben nach Perfektion und assimilieren deswegen andere Kulturen und Technologien nach Möglichkeit, besiegte Lebensformen werden als Cyborgs eingegliedert.

Massive spielerische Unterschiede haben diese Formen unserer Existenz nicht. Wie zuvor genannt verzichten wir auf Farmen zugunsten zusätzlicher Kraftwerke und stoßen auf ein paar unterschiedliche Event-Ketten. Völlig andere spielerische Mechaniken ergeben sich als Roboter-Zivilisation nicht, maximal wurden Event-Texte passend umgeschrieben.

Auch die soziale Ressource Einigkeit, die bei Lebensformen einen kulturellen Fortschritt bedeuten, funktioniert bei unserem Maschinenvolk genauso und bedeutet einfach ein Upgrade unseres interplanetaren Datennetzes. Ganz allgemein: Anders als Utopia liefert Synthetic Dawn keine wirklich neuen Mechaniken, sondern ordnet bestehende Inhalte für Maschinenvölker im richtigen Rollenspielkontext an.

Unsere Assimilatoren fressen sich langsam aber sicher durch die Galaxie. Widerstand ist zwecklos. Allerdings müssen wir weiterhin klassische Kriegsziele festlegen und irgendwann einen Frieden aushandeln.Unsere Assimilatoren fressen sich langsam aber sicher durch die Galaxie. Widerstand ist zwecklos. Allerdings müssen wir weiterhin klassische Kriegsziele festlegen und irgendwann einen Frieden aushandeln.

Mehr Roboter in der Galaxie

Auch Spieler, die sich für eine biologische Lebensform entschieden haben, erhalten neue Events durch Synthetic Dawn. Wer zu lange mit Roboter-Technologie und KI rumspielt, ohne den synthetischen Lebensformen Zivilrechte im eigenen Sternenimperium einzuräumen, kann bald mit einem Aufstand der Maschinen rechnen.

Cool: Es handelt sich nicht nur um eine kleine Revolte, das Reich wird direkt gesplittet und Maschinen und Erbauer starten einen Kampf auf Leben und Tod. Der Spieler kann sich beim Ausbruch tatsächlich entscheiden, auf welcher Seite er weiterspielen möchte. So können wir als dekadente, humanoide Lebensform ins Spiel einsteigen und als Roboter-Usurpator das Spiel beenden, eine schöne Idee.

Und: Mit Synthetic Dawn schläft ein weiteres gefallenes Reich im Weltall, bis wir es wecken. Natürlich handelt es sich um eine Maschinenrasse, die äußerst fortschrittliche Technologie und riesige Kriegsschiffe ins Feld führt und wohl ihre Erbauer überlebt hat. Was hinter diesem Maschinenreich steckt, können wir im Laufe einer Partie rausfinden.

Wenn die neue Endgame-Bedrohung erwacht, sollten alle Völker ihre Flotten aktivieren.Wenn die neue Endgame-Bedrohung erwacht, sollten alle Völker ihre Flotten aktivieren.

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