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Stellaris: Utopia - Wie Addon und Patch 1.5 das Spiel umkrempeln

Das erste Addon Utopia und der Patch 1.5 (Banks) erweitern Stellaris massiv. Alles zu neuen Features, Preis und Release.

von Michael Graf,
09.03.2017 15:00 Uhr

Die unendlichen Weiten dehnen sich bald noch weiter aus: Am 6. April erscheint Utopia, das erste große Addon zum Weltraum-Strategiespiel Stellaris; der Preis liegt bei 20 Euro. Zeitgleich kommt der kostenlose Content-Patch 1.5 (»Banks« getauft). Auf der GDC hat uns der Entwickler Paradox Interactive die neuen Features präsentiert und aufgedröselt, was genau Utopia bringt, und was alle Besitzer von Stellaris gratis per Patch bekommen.

Wahrhaft Paradox: Stellaris im Test

Das Hauptaugenmerk legen Utopia und der Patch 1.5 darauf, die Unterschiede zwischen den Völkern zu vertiefen, das Ziel der Entwickler ist mehr galaktische Vielfalt - einerseits über das neue Fraktionssystem und den Regierungseditor, andererseits dank der Ascension-Evolutionspfade und Megaprojekte. Das finden wir schon mal grundsätzlich gut, mehr Profil kann den zufallsgenerierten Stellaris-Gegnern nicht schaden. Und unserer Eigenbau-Spezies erst recht nicht.

Michael Graf über Stellaris: »Das Spiel, das ich mir immer gewünscht habe«

Das bringt Patch 1.5

  • Einigkeit (Unity): Diese neue Ressource sammeln wir mit speziellen Gebäuden wie Tempeln und Regierungsbauten. Sie wird gebraucht, um Traditionen freizuschalten.
  • Traditionen: Patch 1.5 bringt unserem Volk sieben Traditions-»Talentbäume« mit jeweils fünf bis sechs Fähigkeiten, die wir mit Einigkeits-Punkten freischalten. So verdienen wir unter anderem Prozentboni, etwa auf Kampfkraft oder Wachstum. Je größer unser Imperium, desto teurer werden die Traditionen. Das System erinnert insgesamt stark an die Sozialpolitiken von Civilization 5.

Mit gesammelten Unity-Punkten schalten wir Traditionen in sieben Kategorien frei. Die Perks rechts unten gibt's nur für Addon-Besitzer.Mit gesammelten Unity-Punkten schalten wir Traditionen in sieben Kategorien frei. Die Perks rechts unten gibt's nur für Addon-Besitzer.

  • Getrennte Bürgerrechte: Rechte (freie Migration, etc.) lassen sich nun für alle Spezies eines Imperiums separat einstellen. Wir dürfen ungeliebte Spezies sogar als Nahrungsquelle nutzen, wenn unsere Ethiken es zulassen.
  • Neues Fraktionssystem: Das Fraktionssystem wird grundlegend überarbeitet. Ein neues Menü listet detailliert auf, welcher Prozentsatz unserer Bürger derzeit den diversen Ethiken anhängt, welche Fraktionen es gibt, welche Forderungen sie stellen (freie Wahlen, eingeschränkte Bombardements etc.) und wie attraktiv die Fraktionen sind, also wie viel Zulauf sie bekommen. Diese Parteien können nicht nur Rebellen sein, sondern auch unsere Regierung unterstützen. Loyalisten bringen uns sogar Einflusspunkte.

Fraktionen lassen sich nun viel detaillierter verwalten, loyale Untertanen werfen Einflusspunkte ab.Fraktionen lassen sich nun viel detaillierter verwalten, loyale Untertanen werfen Einflusspunkte ab.

  • Staatsethik ändern: Einflussreiche Abweichler lassen sich wie gehabt unterdrücken, nun aber auch offiziell akzeptieren. Dann ändert sich die Ethik des Staates. Wenn unser militaristisches Stellaris-Reich etwa eine pazifistische Fraktion umgarnt, wird es auch insgesamt pazifistisch.
  • Ethikwanderung: Was unsere Bürger zu einer bestimmten Ethik treibt, listet das Fraktionsmenü ebenfalls auf: Wenn wir etwa länger keinen Krieg führen, breitet sich der Pazifismus aus; wenn wir viele Roboterarbeiter bauen, werden unsere Untertanen materialistischer. Und wenn wir ein Migrationsabkommen mit spirituellen Aliens schließen, bekehren ihre Kolonisten unsere Bürger ebenfalls zum Spiritualismus.

Im Regierungs-Baukasten wählen wir eigene Vorteile für unsere Staatsform.Im Regierungs-Baukasten wählen wir eigene Vorteile für unsere Staatsform.

  • Regierungseditor: Zum Beginn einer Partie wählen wir nicht nur eine Regierungsform, sondern ab Patch 1.5 auch deren Vorteile aus mehreren Möglichkeiten. Sind wir begnadete Diplomaten - oder »Fanatische Reiniger«, die nicht mit Außerirdischen verhandeln dürfen (von Beleidigungen und Kriegserklärungen abgesehen), dafür aber erstklassig kämpfen? Sind dank »synkretischer Evolution« auf unserer Heimatplaneten gleich zwei Spezies entstanden, von denen wir eine als Arbeiter-Unterschicht einsetzen können? Oder starten wir dank Mechanisten-Perk bereits mit einigen Roboterbürgern?
  • Unruhe (Unrest): Dieser neue Wert zeigt übersichtlich, wie hoch die Aufstandsgefahr auf einem Planeten ist. Senken lässt sie sich unter anderem durch die Stationierung von Bodentruppen.

Das bringt Utopia

  • Aufstiegs-Perks (Ascension Perks): Wenn wir im Traditions-Menü einen Talentbaum komplett freigeschaltet haben, verdienen wir einen Perk-Punkt. Den investieren wir in besondere Vorteile, die unsere Spielweise und unsere Spezies nachhaltig verändern. So wählen unter anderem zwischen drei Evolutionspfaden: biologisch, psionisch oder synthetisch, jeder davon lässt sich mit einem weiteren Perk-Punkt nochmals steigern. Dass Anhänger unterschiedlicher Philosophien große diplomatische Differenzen haben, liegt dabei auf der Hand.

Mit Perks schalten wir mächtige Vorteile frei, darunter drei komplett unterschiedliche Evolutionspfade.Mit Perks schalten wir mächtige Vorteile frei, darunter drei komplett unterschiedliche Evolutionspfade.

  • Biologisch ausgerichtete Völker spezialisieren sich auf Genmanipulation, sie modifizieren ihre eigenen Körper und die von eroberten Aliens. Wir schneidern uns also die perfekten Untertanen zurecht, verleihen ihnen etwa Langlebigkeit oder passen sie an neue Planetentypen an. Das ging zwar vorher schon, aber nur eingeschränkt. Biologie-Anhänger bekommen hier ganz neue Möglichkeiten.
  • Psionische Spezies setzen auf Gedankenkraft und dürfen später die mächtigen, uralten Wesen der Shroud-Dimension kontaktieren. Mit denen kann man Verträge schließen - ob die Kreaturen Gutes im Schilde führen, bleibt aber fraglich.
  • Synthetische Völker stopfen ihren Körper wie die Borg aus »Star Trek« mit kybernetischen Implantaten voll und laden das Bewusstsein ihrer Bürger und Anführer schließlich komplett in unsterbliche Roboterkörper hoch, die auch nie wieder Nahrung brauchen.

Wer sein Volk auf Psionik spezialisiert, kann mit den Bewohnern der Shroud-Dimension sprechen.Wer sein Volk auf Psionik spezialisiert, kann mit den Bewohnern der Shroud-Dimension sprechen.

  • Habitate: Diese riesigen Raumstation sind eines der neuen Megaprojekte, wir errichten sie im Orbit unbewohnbarer Planeten. Dann dienen sie gewissermaßen als künstliche Koloniewelten, die wir besiedeln und mit speziellen Gebäuden ausbauen. Habitate produzieren hauptsächlich Forschungspunkte und Energie - Bergwerke lassen sich dort schwerlich bauen. Dennoch ein toller Weg, kompakten Imperien mehr Wohnraum zu verschaffen.
  • Forschungs-Nexus (Science Nexus): Noch eine riesige und sehr teure Raumstation, die jede Menge Forschungspunkte abwirft. Um noch effektiver zu forschen, kann man sogar das kopierte Bewusstsein eines verstorbenen Wissenschaftlers als KI in die Station »hochladen«.
  • Sensorplattform (Sentry Array): Und noch eine Mega-Raumstation, die ihre Umgebung aufdeckt und sich in mehreren Stufen ausbauen lässt. Auf der höchsten können wir die ganze Galaxis sehen.

Die Sensorplattform macht die ganze Galaxis einsehbar - nie mehr Überraschungsangriffe!Die Sensorplattform macht die ganze Galaxis einsehbar - nie mehr Überraschungsangriffe!

  • Ringwelt: Wie in Halo oder Larry Nivens »Ringwelt«-Romanen errichten wir eine Planetenring rund um eine Sonne. Solche Ringe gab's schon im ursprünglichen Stellaris, aber nur für uralten Alienvölker. Nun darf sie jeder bauen. Der Ring selbst bietet so viel Lebensraum wie vier riesige Gaia-Planeten. Bauen lässt er sich aber nur in einem Sonnensystem mit mehreren Planeten, die als Baumaterial dienen - und somit verschwinden.
  • Dyson-Sphäre: Das mit Abstand teuerste Megaprojekt beginnt als kleiner Außenposten über einem Stern, der sich dann schrittweise zur kompletten Hülle um die Sonne ausbauen lässt. Die fängt die gesamte Energie des Sterns ein und produziert satte 400 Energiepunkte pro Monat. Alle Planeten in diesem System erstarren dann aber mangels Sonnenlicht zu unbewohnbaren Eisklumpen.

Die Dyson-Sphäre errichten wir in mehreren Stufen; wenn die Sonne komplett eingehüllt ist, sammelt sie massenhaft Energie.Die Dyson-Sphäre errichten wir in mehreren Stufen; wenn die Sonne komplett eingehüllt ist, sammelt sie massenhaft Energie.

  • Schwarmbewusstein (Hive Mind): Diese neue »Regierungsform« können wir zum Spielbeginn wählen, sie nimmt unseren Untertanen jegliche Individualität. Dadurch spielt Zufriedenheit keine Rolle mehr, auch die Ethiken der Bürger ändern sich nie - wir sind alle eins. So fallen aber auch Fraktionen weg, sodass uns Loyalisten keine Einflusspunkte bescheren. Eroberte Aliens lassen sich nicht in den Schwarm integrieren, sondern nur als Nahrungsquelle nutzen. Es sei denn, wir haben den biologischen Evolutionspfad gewählt, mit dem wir sie entsprechend »umbauen«. Umgekehrt können Invasoren die Bürger eines Schwarms nicht eingliedern - außer durch Genmanipulation.

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