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Streit, Zensur, Willkür - Anarchie auf Steam?

Steam ist die wohl größte digitale Spieleplattform. Doch die Anzeichen verdichten sich, dass Valve seine schnell wachsende Community immer weniger im Griff hat.

von Benjamin Danneberg,
03.09.2015 12:00 Uhr

Steam hat uns das Spielerleben viel einfacher gemacht. Spiele kaufen, installieren und starten (sowohl online als auch offline), Mods suchen und uns mit Gleichgesinnten austauschen - all das können wir im Steam-Client, den mittlerweile über 125 Millionen Spieler nutzen.

In den Steam-Foren wird eifrig diskutiert, zum Beispiel über Ark: Survival Evolved.In den Steam-Foren wird eifrig diskutiert, zum Beispiel über Ark: Survival Evolved.

Die Zahl der gleichzeitig aktiven Spieler auf der Vertriebsplattform von Valve (Half-Life 2, Dota 2, Counter-Strike: Global Offensive) erreichte im Mai 2015 die bisherige Bestmarke von 9,5 Millionen bei mittlerweile über 6.100 angebotenen Spielen.

Steam wächst seit ungefähr zwei Jahren geradezu exponentiell. Während im Jahr 2013 laut der Statistik-Website SteamSpy noch 583 neue Spiele erschienen sind, kamen allein 2014 satte 1.859 weitere dazu.

Und dieses Wachstum setzt sich ungebremst fort: Zwischen dem 1. Januar und dem 1. September 2015 wurden bereits 2.075 neue Spiele auf Steam gelistet. Das ist grundsätzlich eine tolle Sache, denn uns Spielern beschert es viel mehr Auswahl und den Entwicklern (vor allem kleinen Indie-Studios) die Chance, ihr Spiel auf einer großen Plattform zu vermarkten.

Bei prominenteren Spielen läuft hier auch meist alles glatt - ein Umstand, dem Steam seinen guten Ruf verdankt, nicht umsonst forderten bei unserer Wertungssystem-Umfrage lediglich 10 Prozent der GameStar-Leser eine Abwertung für die Steam-Anbindung. Bei Origin, Uplay und anderen Plattformen lag die Ablehnung hingegen bei 14 bis 19 Prozent.

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