Südkorea - Will Item-Handel und Bot-Nutzung unter Strafe stellen

Die Spielernation Südkorea plant demnächst ein Gesetz zu verabschieden, welches den Handel mit virtuellen Gütern komplett verbietet und bei Zuwiderhandlung mit massiven Strafen droht.

von Sebastian Klix,
16.06.2012 16:56 Uhr

»### Buy Cheap Gold 10k only 9,99 $!! Cheap Gold. Welcome.###«. Solche Chat-Nachrichten, idealerweise im Sekundentakt, sind in diversen Online-Spielen wie World of Warcraft , Star Wars: The Old Republic oder auch jüngst, trotz Echtgeld-Auktionshaus, in Diablo 3 an der Tagesordnung.

Der Handel mit »virtuellen Gütern« floriert weltweit. Besonders häufig stammen entsprechende Angebote jedoch letztlich aus dem asiatischen Raum. Und zumindest die Zockernation Südkorea, ein Land in dem Videospiele einen ähnlichen Stellenwert haben wie etwa hierzulande Fußball, will dem nun einen Riegel vorschieben.

Denn dort plant die Regierung noch im Juli ein Gesetz abzusegnen, welches den Handel mit virtuellen Gegenständen komplett verbietet, so die Korea Times. Initiator dieser Sache ist das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus, welches dadurch eine »gesunde Spielkultur« schaffen möchte sowie gesellschaftliche Probleme wie etwa Jugendkriminalität bekämpfen will.

Mit erheblichen Strafen soll auch zu rechnen sein, wenn für die »Itemfarmerei« Bot-Programme genutzt werden, die ohne menschliches Zutun Gegner vermöbeln, Beute einsammeln und Ressourcen abbauen. Ganze 60 Prozent des Item-Handels sollen in Verbindung mit Bots zustande kommen. Sollte das Gesetzt durchgewunken werden, drohen für derartige Handlungen Freiheitsstrafen von bis zu 5 Jahren und umgerechnet circa 35.000 Euro Geldstrafe.


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